Italienischer Fußball Catania-Boss gibt Manipulationen zu

Geld gegen den Abstieg: In Italien hat der Präsident des Fußball-Zweitligisten Catania Calcio gestanden, fünf Spiele zugunsten seines Klubs beeinflusst zu haben. 100.000 Euro habe das pro Partie gekostet.

Der Präsident des italienischen Fußball-Zweitligisten Catania Calcio hat die Manipulation mehrerer Partien in der abgelaufenen Saison zugegeben. Antonio Pulvirenti habe erklärt, fünf Spiele zugunsten des Klubs beeinflusst zu haben, sagte Staatsanwalt Giovanni Salvi laut der Nachrichtenagentur Ansa. Der Präsident habe 100.000 Euro pro Spiel gezahlt, um den Abstieg Catanias aus der Serie B zu verhindern. Wetten auf das Ergebnis bestritt er jedoch.

Zuvor waren Pulvirenti und Geschäftsführer Pablo Cosentino mehrere Stunden vom zuständigen Ermittlungsrichter in Catania befragt worden. Cosentino bezeichnete sich laut Ansa als unschuldig. "Ich weiß nichts von Absprachen, ich habe mit all dem nichts zu tun", sagte er.

Pulvirenti, Cosentino und fünf weitere Beteiligte waren vergangene Woche wegen des Verdachts auf Spielmanipulationen unter Hausarrest gestellt worden. Gegen sie wird unter anderem wegen Sportbetrugs ermittelt. In fünf Partien sollen Spieler der gegnerischen Teams bestochen worden sein. Catania wurde am Saisonende 15., schaffte den Klassenerhalt mit zwei Punkten Vorsprung vor dem ersten Relegationsrang.

chp/dpa