Probleme mit Ultra-Gruppierung Celtic löst Fan-Block der "Green Brigade" auf

Gedrängel im Block, zerstörte Sitze, Pöbelgesänge: Die Ultra-Gruppierung "Green Brigade" sorgte seit Jahren für Stimmung im Celtic Park - aber auch für Probleme. Nun hat der Glasgower Traditionsclub den Fan-Block dichtgemacht.
Fans des FC Celtic: Probleme mit der "Green Brigade"

Fans des FC Celtic: Probleme mit der "Green Brigade"

Foto: Phil Cole/ Getty Images

Hamburg - Die Stimmung war prächtig, aber die Sicherheit geht dem Celtic FC vor: Der Club aus Glasgow hat laut einem Bericht der BBC den Fan-Block der "Green Brigade" aufgelöst, nachdem Mitglieder der Ultra-Gruppierung wiederholt Anweisungen des Sicherheitspersonals missachtet hatten. "Wir hatten keine andere Wahl, um die Sicherheit unserer Fans zu gewährleisten", heißt es in einem Statement des Vereins.

Laut des Clubs sei es im Brigade-Block 111 wiederholt zu Überfüllung gekommen, sowie zu "Body Surfing", zudem seien allein während der vergangenen vier Heimspiele 190 Sitzschalen in dem Block zerstört worden. Damit soll nun Schluss sein, der für die Gruppe reservierte Block wird aufgelöst.

Dieser drastische Schritt sei nötig geworden, um die Sicherheitsauflagen der Stadt zu erfüllen. Die zuletzt dort beheimateten Fans bekämen ihr Geld zurück oder dürfen sich einen neuen Platz im Stadion suchen.

Die "Green Brigade" ist eine seit 2006 existierende Gruppe von Hardcore-Celtic-Fans, die immer wieder mit ihren Bannern, Demonstrationen und Gesängen auf sich aufmerksam macht - allerdings nicht immer nach dem Geschmack der Vereinsverantwortlichen und der Politiker.

Zuvor waren Mitglieder der Gruppierung wegen Verstößen gegen den 2012 eingeführten "Offensive Behaviour at Football and Threatening Communications Act" - ein Gesetzt, das Beleidigungen beim Fußball mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft - sogar verhaftet worden.

luk