Nach Rauswurf St. Pauli-Spieler Sahin kehrt nach Istanbul zurück

Weil er sich mit dem türkischen Militär solidarisiert hatte, war Cenk Sahin vom FC St. Pauli freigestellt worden. Nun trainiert der Fußballprofi bei Basaksehir. Mitgründer des Klubs: Recep Tayyip Erdogan.

Cenk Sahin spielte bereits von 2012 bis 2016 bei Basaksehir
Jan Huebner/ imago images

Cenk Sahin spielte bereits von 2012 bis 2016 bei Basaksehir


Einen Tag nach seiner Suspendierung bei seinem Ex-Klub FC St. Pauli hat sich der türkische Fußballprofi Cenk Sahin seinem ehemaligen Verein in der Türkei angeschlossen.

Wie Basaksehir mitteilte, kehrt der 25-Jährige vorerst zu dem Istanbuler Klub zurück. Bereits von 2012 bis 2016 hatte Sahin für den türkischen Erstligisten gespielt, wo er sich nun fit halten will. Ein Wechsel ist erst ab Januar möglich, wenn die nächste Transferperiode beginnt.

Basaksehir sei Sahins "Zuhause", sagte Klubpräsident Göksel Gümüsdag: "Diese Türen stehen ihm jederzeit offen." Sahin sagte, das Verhältnis zu Gümüsdag sei schon immer eine "Vater-Sohn-Beziehung" gewesen.

Der Tabellendritte der Süper Lig steht dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan besonders nahe. Gümüsdag gehört durch Heirat zu Erdogans Verwandtschaft. Vergangene Saison sagte Erdogan dem staatlichen Sender TRT: "Basaksehir haben wir gegründet, als ich Oberbürgermeister der Stadt war."

Bei St. Pauli war Sahin nach einer Forderung der Ultras freigestellt worden, nachdem er per Instagram einen Beitrag veröffentlicht hatte, in dem er seine Solidarität mit der türkischen Militäroffensive gegen kurdische Truppen in Nordsyrien bekundete. "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit Euch!", hatte der Mittelfeldspieler zu einem Foto mit türkischer Flagge geschrieben.

Lesen Sie hier mehr zu dem Grenzkonflikt zwischen Syrien und der Türkei.

mrk/sid

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