Früherer Italien-Trainer Cesare Maldini ist tot

Der italienische Fußball trauert um einen ehemaligen Nationaltrainer: Cesare Maldini ist gestorben. Bei zwei Weltmeisterschaften scheiterte er als Chefcoach knapp - mit zwei verschiedenen Nationen.

Cesare Maldini
imago/ PanoramiC

Cesare Maldini


Italiens ehemaliger Nationaltrainer Cesare Maldini ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilte die Familie des Verstorbenen mit, der die Squadra Azzurra von 1996 bis 1998 betreut hatte.

Der 1932 in Triest geborene Maldini, Vater des langjährigen Milan-Kapitäns Paolo Maldini, begann seine Karriere 1952 bei seinem Heimatklub US Triestina und wechselte 1954 zum AC Mailand. Bei Milan feierte er bis 1966 seine größten Erfolge. Nach dem Ende seiner Karriere 1967 beim AC Turin wechselte er ins Trainergeschäft.

1982 saß er als Co-Trainer von Enzo Bearzot auf der Bank, als Italien in Madrid im WM-Finale einen 3:1-Sieg über Deutschland feierte. Von 1986 bis 1996 trainierte Maldini die italienische U21-Auswahl und übernahm das Nationaltraineramt 1996 von Arrigo Sacchi. Bei der Weltmeisterschaft 1998 schied er im Viertelfinale unglücklich im Elfmeterschießen gegen den Gastgeber und späteren Weltmeister Frankreich aus.

Nach dem Turnier wurde Maldini als Nationaltrainer entlassen und durch Dino Zoff ersetzt. 2001 kehrte er als paraguayischer Nationaltrainer auf die internationale Fußballbühne zurück. Er qualifizierte sich mit seinem Team für die Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan. Hier schied er im Achtelfinale durch ein spätes Tor von Oliver Neuville gegen Deutschland aus.

aev/sid



insgesamt 2 Beiträge
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gustavsche 03.04.2016
1.
Im Achtel- oder Viertelfinale rausfliegen, gilt als "knappes Scheitern" bei einer WM. Nun verstehe ich nicht, warum man ständig auf Berti herumgehackt hat. Er ist auch zweimal bei bei der WM knapp gescheitert, d.h. fast Weltmeister geworden.
Boesor 04.04.2016
2.
Es sollte nicht so schwer sein herauszufinden, dass sich der Autor dabei auf das Elferschießen bzw. das späte Tor bezieht.
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