Pressestimmen zur Champions League "Wer mehr Wut hat, gewinnt"

"Eine neuerliche Nacht des Wahnsinns": Die internationale Presse feiert Tottenham Hotspur für den Finaleinzug in der Champions League, zeigt aber auch viel Mitleid für das unterlegene Ajax.

Lucas Moura (l.) und Daley Blind
Adrian Dennis AFP

Lucas Moura (l.) und Daley Blind


Niederlande

Voetbal International: "Ajax stürzt aus der Champions League - Thriller beendet Traum. Ajax Amsterdam ist im Champions-League-Halbfinale auf extrem schmerzhafte Weise von Tottenham Hotspur ausgeschaltet worden. Zur Halbzeit war die Ausgangssituation noch fantastisch. Das macht die Niederlage noch viel bitterer."

De Telegraaf: "Das große Volksfest in der Hauptstadt wurde durch Tottenhams Tatendrang gestört. Amsterdam in Tränen. Amsterdam heult. Wie konnte das noch schiefgehen?"

Trouw: "Ajax kann die Supersaison nicht mit dem Finaleinzug krönen. Ajax verblüffte in dieser Saison die Fußballwelt, aber Tottenham Hotspur versperrte den Weg ins Champions-League-Finale. Die Enttäuschung in der Arena war riesig. Bezaubernd war die Siegesserie gewesen, richtig berauschend. Vernichtend war der finale Stoß."

England

Independent: "Die Anatomie des Schmerzes: Wie ein spätes Tor den Ajax-Traum tötet. Ein Stich ins Herz für eine Ajax-Mannschaft, die in dieser Form keine zweite Chance bekommen wird. Niemand von ihnen hatte ein derart katastrophales Ende erwartet. Es war eine der niederschmetterndsten Niederlagen in der Geschichte der Champions League, zu vergleichen vielleicht mit Solskjærs Tor gegen die Bayern 1999."

The Sun: "Ein unglaubliches Comeback: Episch, unerwartet, historisch. Tottenham folgt Liverpools Anleitung. Lucas, wo sollen wir dir die Statue hinstellen?"

Mirror: "Wir hätten niemals gedacht, dass es noch einmal passieren würde. Nicht innerhalb von 24 Stunden. Aber Tottenham hat das Undenkbare geschafft: Ein Comeback, das in seiner Dramatik mit dem Liverpool-Wunder mithalten kann."

Mail: "Wonderball! Tränen auf dem Platz, wilde Party in der Kabine. Eine Nacht, die nicht schlimmer hätte beginnen können, wurde zur größten in Tottenhams Vereinsgeschichte."

Belgien

Het Laatste Nieuws: "Du musst stets an das Unglaubliche glauben. Das haben die Fußballwunder von Anfield und Amsterdam deutlich gemacht. Die Spurs stehen im Finale, Amsterdam erlebte einen Albtraum."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Wunder Tottenham. Die Ajax-Kinder sind plötzlich in vier Minuten erwachsen geworden. Sie entdecken, dass das Leben nicht nur ein Märchen ist, und sind zusammengebrochen. Moura versenkt mit einem legendären Hattrick Ajax und öffnet die Tore zu einem komplett britischen Finale."

Corriere dello Sport: "Royal Champions: Spurs schreiben Geschichte. Was wir gesehen haben, war nicht großer Fußball, sondern ein mentaler Fußball voller Verzweiflung, ohne Logik und Organisation. Am Schluss ist die Ajax-Arroganz bestraft werden. Dieselbe Arroganz, wegen der Messis Barcelona aus der Champions League ausscheiden musste."

Corriere dello Sport: "Alles geht drunter und drüber in der Champions League. Wieder eine unmögliche Aufholjagd, wieder ein fantastischer Abend 'Made in England'. Tottenham schafft erstmals in seiner Geschichte den Einzug ins Finale - und tut dies auf unglaubliche Weise."

La Stampa: "Das schöne Märchen der Ajax-Jungs, die Real Madrid und Juventus vernichtet hatten, zerschellt an der Tottenham-Wand und an einem Hattrick von Lucas Moura, der den Spurs ihr erstes Finale schenkt."

Il Messaggero: "Harakiri Ajax - Tottenham fliegt nach Madrid. Ten Hags Jungs sind unglaublich naiv und begehen Selbstmord, als sie bereits den Einzug ins Finale geschafft hatten. Diese Champions League ist so spannend wie noch nie, spannend und grausam zugleich, doch dies ist das Schöne im Fußball. Wer mehr Wut hat, gewinnt."

Spanien

AS: "Das Wunder von Tottenham. Die Chronik des Halbfinals war fast geschrieben, alles sprach für Ajax. Dann kam Lucas Moura. Wie Liverpool 24 Stunden zuvor haben die Spurs ihrer DNA ein Motto für immer gegeben: Grenzen gibt es nicht. Selbst wenn sie existieren."

Mundo Deportivo: "Eine neuerliche Nacht des Wahnsinns."

Marca: "Alle sprachen nur von Ajax, niemand sprach mehr von den Spurs. Aber da hatten wir noch nicht die letzte Wendung in dieser außergewöhnlichsten Champions League der Geschichte gesehen, in der Tottenham einfach nicht sein Knie beugen wollte."

krä/sid



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
masskrugstemmer 09.05.2019
1. Tolles Spiel
Danke an beide Teams, was für ein spannender Abend, für mich sogar noch spannender als das Spiel am Tag zuvor. Zu sehen mit welchem Willen die Spurs in der zweiten Halbzeit wollten und wie Ajax versucht hat dagegen zu halten und dann leider doch etwas unglücklich (PingPong-Abwehr, Pfostenschüsse etc.) sich den 3. Treffer gefangen hat...Wahnsinn! Schade nur dass es ein rein englisches Finale gibt. Ich bin kein Freund davon ein Finale mit 2 Teams aus einem Land zu spielen, ist wie Pokal und Liga in einem und halt meist an einem anderen Ort. Aber man kann es nicht ändern sondern nur hoffen, dass es im nächsten Jahr 4 Mannschaften aus verschiedenen Länder in das Halbfinale schaffen. Auf ein gutes Spiel, das wie immer nicht im "normalen" TV gezeigt wird. :-)
meresi 09.05.2019
2. Schade
Das Missverständnis zwischen Onana und Schöne, welches zum Tor für die Spurs führte, gab den Spurs nochmal Kraft und schwächte offensichtlich die Mentalität der Ajax Spieler. Versuchten zwar noch das Spiel zu drehen aber glücklos, wohingegen Fortuna den Engländern noch ein Tor schenkte in der letzten Sekunde. Wie bitter ist das...
formatierer 09.05.2019
3.
Zitat von masskrugstemmerDanke an beide Teams, was für ein spannender Abend, für mich sogar noch spannender als das Spiel am Tag zuvor. Zu sehen mit welchem Willen die Spurs in der zweiten Halbzeit wollten und wie Ajax versucht hat dagegen zu halten und dann leider doch etwas unglücklich (PingPong-Abwehr, Pfostenschüsse etc.) sich den 3. Treffer gefangen hat...Wahnsinn! Schade nur dass es ein rein englisches Finale gibt. Ich bin kein Freund davon ein Finale mit 2 Teams aus einem Land zu spielen, ist wie Pokal und Liga in einem und halt meist an einem anderen Ort. Aber man kann es nicht ändern sondern nur hoffen, dass es im nächsten Jahr 4 Mannschaften aus verschiedenen Länder in das Halbfinale schaffen. Auf ein gutes Spiel, das wie immer nicht im "normalen" TV gezeigt wird. :-)
Besser wäre es, dass jedes Land nur den Meister schicken dürfte. Die vielen Spiele neben der Landesmeisterschaft machen die Spieler kaputt.
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