Rekorde in der Champions League 17 Jahr', bald ein Star?

In der Gruppenphase der Champions League ging es für den FC Barcelona und den KRC Genk in ihren letzten Spielen um nichts mehr. Die Bestmarken zweier 17-Jähriger bleiben jedoch in Erinnerung.
Ansu Fati (r.) wurde für seinen Siegtreffer gefeiert

Ansu Fati (r.) wurde für seinen Siegtreffer gefeiert

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ROBERTO BREGANI/EPA-EFE/REX

Der eine ist Stürmer beim FC Barcelona, der andere Torwart beim KRC Genk. Viel scheint Ansu Fati und Maarten Vandevoordt nicht zu verbinden. Wäre da nicht ihr Alter: Fati und Vandevoordt sind beide erst 17 Jahre alt - und haben damit am Dienstagabend für zwei Rekorde in der Champions League gesorgt. Genks Torhüter hatte dabei allerdings nichts zu feiern.

In Mailand lief gerade die 85. Minute, als sich Barcelonas Trainer Ernesto Valverde dazu entschied, Ansu Fati einzuwechseln - ein Glücksgriff. Eine Minute später traf Fati mit einem Flachschuss aus 20 Metern zum 2:1-Sieg für Barcelona. Barça hatte zwar bereits vor dem Spiel als Gruppensieger festgestanden, der Treffer von Fati wurde dennoch gebührend gefeiert.

Doch es fiel nicht nur ein Tor, sondern auch eine Bestmarke: Fati war bei seinem Premierentreffer in der Königsklasse 17 Jahre und 40 Tage alt und damit jünger als der bisherige Rekordhalter Peter Ofori-Quaye, der 1997 im Alter von 17 Jahren und 195 Tagen für Olympiakos Piräus getroffen hatte.

Barça hatte jüngst den bis 2022 laufenden Vertrag mit Fati deutlich aufgebessert. Die Ausstiegsklausel für den spanischen U21-Nationalspieler wurde von 100 auf 170 Millionen Euro angehoben. Bereits Ende August hatte Fati sich die Bestmarke als jüngster Torschütze Barcelonas in der spanischen Liga gesichert. Im Alter von damals 16 Jahren und 304 Tagen hatte er gegen Osasuna getroffen. Zudem ist Fati durch seinen Einsatz beim 0:0 im Hinspiel bei Borussia Dortmund bereits zum jüngsten Barça-Spieler in der Champions League geworden.

Vandevoordt erlebt bitteres Debüt

Weniger umjubelt dagegen war das Debüt von Maarten Vandevoordt für den KRC Genk in der Champions League. Mit seinem Einsatz gegen die SSC Neapel war zwar mit dem Anpfiff klar, dass er nun mit 17 Jahren und 287 Tagen der jüngste Torhüter in der Geschichte der Champions League ist. Das Debüt ging aber ziemlich schief: In der dritten Minute wurde Vandevoordt in den Spielaufbau eingebunden und dabei von Neapels Stürmern unter Druck gesetzt. Anstatt die Situation zu klären, ging er ins Dribbling und verlor den Ball. Arkadiusz Milik leitete mit seinem frühen Tor den 4:0-Sieg Neapels ein.

Der deutsche Trainer Hannes Wolf hatte Vandevoordt bereits in den vergangenen zwei Pflichtspielen eingesetzt, weil Stammtorhüter Danny Vukovic verletzt ausfällt und er Vandevoordt dem formschwachen Ersatzmann Gaetan Coucke vorzog. Gegen Cercle Brügge gewann Genk 2:1 mit Vandevoordt im Tor, zuvor war Genk im Pokal im Elfmeterschießen gegen Royal Antwerpen ausgeschieden.

Auch in der Champions League geht es für Genk als Letzten der Gruppe E nicht weiter. Vandevoordt aber kann sich immerhin mit seinem Rekord trösten. Bislang hatte diesen Mile Svilar inne. Er hatte im Oktober 2017 mit 18 Jahren und 52 Tagen für Benfica Lissabon gegen Manchester United debütiert - und dabei das Tor bei der 0:1-Niederlage gegen die Engländer verschuldet.

ptz/dpa/sid
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