Champions League Arsenal wirft Milan raus, Barça und ManU weiter, Fener triumphiert

Aus für den Titelverteidiger: Nach einer schwachen Vorstellung verabschiedete sich der AC Mailand im Achtelfinale der Champions League gegen Arsenal. Barcelona und Manchester sind ebenfalls weiter - wie auch Fenerbahce, das einen historischen Erfolg feierte.


Hamburg - Die Champions League bleibt sich selber treu: Auch in ihrer 16. Ausgabe wird es keine Titelverteidigung geben. Der AC Mailand verlor sein Heimspiel gegen den FC Arsenal 0:2 (Hinspiel 0:0) und schied bereits im Achtelfinale aus. In der Runde der letzten Acht stehen dagegen der FC Barcelona, der Celtic Glasgow nach dem 3:2-Sieg in Schottland 1:0 bezwang, und Manchester United, das sich gegen Olympique Lyon 1:0 (Hinspiel 1:1) durchsetzte. Erst im Elfmeterschießen gewann Fenerbahce Istanbul beim FC Sevilla. Nach der Verlängerung lagen die Spanier mit 3:2 vorn und hatten das Ergebnis des Hinspiels egalisiert.

Hohes Tempo, viele Torchancen, doch zunächst keine Treffer gab es für die 80.000 Zuschauer der Partie zwischen Gastgeber AC Mailand und dem FC Arsenal zu bewundern. Die Engländer hatten Möglichkeiten durch den Weißrussen Aliaksandr Hleb (7. Minute), der aus 20 Metern jedoch hoch übers Tor schoss, einen knapp am Winkel vorbeifliegenden Fernschuss des Franzosen Abou Diaby (13.) und durch Stürmer Emmanuel Adebayor, der vom Strafraumeck Mailands Torhüter Zeljko Kalac prüfte. Für Mailand hatte Verteidiger Paolo Maldini die größte Chance, doch der Schweizer Philippe Senderos konnte dessen Kopfball in der 8. Minute nach einer Ecke auf der Linie klären.

In der 33. Minute verweigerte der österreichische Schiedsrichter Konrad Plautz Arsenal zumindest einen Freistoß aus optimaler Position, wenn nicht gar einen Elfmeter, als Milans Verteidiger Alessandro Nesta wenige Zentimeter vor der Strafraumgrenze Hleb von den Beinen holte. Stattdessen zeigte der Referee dem Mittelfeldspieler wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte. Insgesamt war Arsenal das stärkere Team in der ersten Halbzeit, ließ den Ball wie gewohnt schnell zirkulieren, fand jedoch nicht den erfolgreichen Abschluss. "Wir haben die Partie dominiert und keine Fehler gemacht", sagte Arsenals Coach Arsené Wenger, "wir waren kreativ und hatten keine Angst nach vorne zu spielen."

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte spielten die Gäste weiter offensiv und stellten die Abwehr der Italiener immer wieder vor große Probleme. Senderos und Emmanuel Ebouè hatten die ersten Chancen. Doch erst in der 84. Minute erlöste der Spanier Cesc Fabregas seinen Coach. Aus 25 Metern erzielte der 20-Jährige das 1:0 für Arsenal. Milan hätte nun zwei Tore schießen müssen, um das Aus zu vermeiden, doch Adebayor machte in der Nachspielzeit (90.+2) mit seinem ersten Champions-League-Treffer für Arsenal alle italienischen Hoffnungen zunichte. "Ein Traum wird wahr", sagte Fabregas, "in Mailand Milan 2:0 zu besiegen. Aber vor dem Match konnte man sehen, dass die Jungs gewinnen wollten."

Die Niederlage Mailands bedeutet zudem, dass es auch in der 16. Spielzeit der Champions League keine Titelverteidigung geben wird. Genau wie in den vergangenen drei Jahren ist der Vorjahressieger somit bereits im Achtelfinale ausgeschieden.



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