Champions League Atlético Madrid steht im Halbfinale

Leicester City hat sich als letzter englischer Verein aus der Champions League verabschiedet. Trotz einer starken zweiten Halbzeit reichte es für den Klub gegen Atlético Madrid nicht zum Weiterkommen.

Enttäuschter Leicester-Profi Marc Albrighton (l.), jubelnde Spieler von Atlético
AP

Enttäuschter Leicester-Profi Marc Albrighton (l.), jubelnde Spieler von Atlético


Atlético Madrid ist ins Halbfinale der Champions League eingezogen. Beim Auswärtsspiel gegen Leicester City trennte sich das Team von Trainer Diego Simeone 1:1 (1:0). Im Hinspiel hatte sich der Vorjahresfinalist 1:0 durchgesetzt. Saúl Níguez erzielte in der ersten Halbzeit den Führungstreffer für Madrid (26. Minute), Jamie Vardy traf in der zweiten Hälfte zum Ausgleich (61.).

Leicester war in der Anfangsphase spielbestimmend, allerdings verpasste es der englische Meister, zwingende Torchancen zu kreieren. Einzig Shinji Okazaki hätte nach Vorlage von Vardy den Führungstreffer erzielen können, schoss aus wenigen Metern jedoch weit über das Tor (21.). Atlético erzielte mit der ersten Chance den ersten Treffer: Níguez köpfte nach einer Flanke von Filipe Luís das 1:0, Leicesters Torhüter Kasper Schmeichel hatte keine Abwehrchance.

In der Folge kontrollierte Madrid das Spiel und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Ein Distanzschuss von Níguez, den Schmeichel ohne Probleme festhalten konnte, war jedoch die einzige erwähnenswerte Gelegenheit für Atlético bis zur Halbzeit (32.). Leicesters Riyad Mahrez probierte es mit einem Volleyschuss im Strafraum der Spanier, aber Atlético-Keeper Jan Oblak parierte souverän (34.).

Nach dem Seitenwechsel war Leicester deutlich besser. Der eingewechselte Ben Chilwell hatte per Direktabnahme die Chance zum Ausgleich, schoss jedoch knapp über das Tor (51.). Zehn Minuten später erzielte Vardy das verdiente 1:1. Nachdem ein Schuss von Chilwell abgeblockt wurde, stand Vardy genau richtig und musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben.

Leonardo Ulloa (65.), Vardy (68.) und Onyinye Ndidi (69.) hatten weitere gute Chancen, allerdings wurden alle ihre Schüsse von der Atlético-Abwehr geblockt. Atlético brachte das Remis über die Zeit und steht damit zum dritten Mal in vier Jahren im Halbfinale.

Leicester City - Atlético Madrid 1:1 (0:1)
0:1 Níguez (26.)
1:1 Vardy (61.)
Leicester: Schmeichel - Simpson, Benalouane (46. Chilwell), Morgan (84. Amartey), Fuchs - Drinkwater, Ndidi - Mahrez, Albrighton - Vardy, Okazaki (46. Ulloa)
Atlético: Oblak - Juanfran (55. Lucas), Savic, Godín, Filipe Luís (74. Correa) - Gabi, Giménez - Saul Níguez, Koke - Carrasco (69. Torres), Griezmann
Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)

mru



insgesamt 3 Beiträge
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kaiservondeutschland 19.04.2017
1. Nicht so gut wie Bayern
Atletico ist wieder im Halbfinale, obwohl lange nciht so gut wie Bayern.
mariomeyer 19.04.2017
2. Es wird langweilig
Zu oft stehen die bekannten Namen im Halbfinale. Das langweilt mich allmählich. Fußball ist schön, ich schaue mir gerne Spiele an, auch wenn keine Mannschaft aus Deutschland mehr im Wettbewerb ist. Aber wenn ich die Jahre nicht mehr auseinander halten kann, weil alles gar zu vertraut wirkt, dann habe ich ein Problem. Alzheimer ist es nicht. Sollte Monaco morgen ins Halbfinale einziehen, dann wäre das fast eine Überraschung. Fast nur deshalb, weil von den acht Teams im Viertelfinale nur Leicester und Atletico noch nie die Champions League gewonnen haben, Atletico aber immerhin zweimal in den letzten drei, vier Jahren (wer weiß das schon noch?) im Endspiel stand. Je nach Auslosung hätte das auch ganz anders, ganz vertraut nämlich, kommen können. Alle anderen waren schon Gewinner der Champions League. Barcelona. Zigfach. Real genauso. Bayern immerhin zweimal. Obwohl sie fünfmal im Endspiel standen (keine gute Quote). Dortmund (zweimal im Endspiel). Monaco (1993 mit Rudi Völler). Juventus. Zweimal? Öfter? Es wird langweilig.
danubius 19.04.2017
3. Parteiische Entscheidung der Unparteiischen
Klarer Fall bei den beiden letzten Real-Toren: Ronaldo stand eindeutig im Abseits - wurde vom Schiri und seinen beiden Helferlein jedoch "nicht gesehen"! Gelb-Rot für Vidal, obwohl er nicht den gegnerischen Spieler, sondern den Ball berührte - wurde vom Schiri und seinen beiden Helferlein ebenfalls nicht gesehen ... In insgesamt drei Fällen zu Gunsten einer Spielpartei also vollkommen blind? Dieses Spiel gehört fairerweise wiederholt mit einem Schiedsrichter-Team aus unterschiedlichen Ländern kommend!
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