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06. November 2019, 22:52 Uhr

Sieg gegen Atlético Madrid

Leverkusen bewahrt sich Chance auf das Achtelfinale der Champions League

Ein Madrider Eigentor leitete den ersten Sieg Bayer Leverkusens in der laufenden Champions-Leauge-Saison ein. In den verbleibenden Spielen braucht das Team aber Schützenhilfe.

Bayer Leverkusen schöpft im Kampf um das Achtelfinale in der Champions League ein wenig Hoffnung. Das Team von Peter Bosz gewann das Rückspiel gegen Atlético Madrid 2:1 (1:0) und holte damit die ersten drei Punkte in der laufenden Saison der Königsklasse. Leverkusen profitierte von einem Eigentor des Madrilenen Thomas Partey (41. Minute), Kevin Volland legte das 2:0 nach (55.). Álvaro Morata gelang der späte Anschluss (90.+4).

Juventus Turin, das bei Lokomotive Moskau 2:1 gewonnen hatte, steht als Erster der Gruppe D mit zehn Punkten bereits sicher im Achtelfinale. Madrid ist mit sieben Punkten Zweiter vor Moskau (3 Punkte) und Leverkusen (3). Gewinnt Atlético eines seiner beiden verbleibenden Spiele gegen Juve oder Moskau, stehen die Spanier im Achtelfinale - egal wie viele Punkte Leverkusen aus seinen Spielen gegen Moskau und Turin holt. Wahrscheinlicher ist, dass sich Leverkusen mit Moskau um den dritten Platz duelliert, der für die K.o.-Phase der Europa League qualifiziert.

Atlético begann gewohnt kompakt in der Defensive und überließ Leverkusen die Ballkontrolle. Die Gastgeber konnten damit zunächst wenig anfangen, erst nach 22 Minuten kam Leverkusen zum ersten Torschuss des Spiels. Nach einer Hereingabe von Nadiem Amiri von der linken Seite geriet der Schuss von Sturmspitze Volland zu zentral, Madrids Torhüter Jan Oblak parierte (22. Minute).

Gefährlich wurde Leverkusen insbesondere bei Eckstößen. Nach Amiris Eckball hatte Madrids Innenverteidiger Felipe Glück, dass sein Kopfball nur an der Latte und nicht im eigenen Tor landete (38.). Unglücklicher war die nächste Situation: In Folge eines Eckballs hob Charles Aránguiz den Ball erneut ins Zentrum, Thomas' missratener Klärungsversuch flog per Kopfball ins Tor von Atlético (41.). Der bis dato einzige Leverkusener Treffer in der laufenden Champions-League-Saison war ebenfalls ein Eigentor gewesen - Moskaus Benedikt Höwedes hatte im Spiel gegen Bayer ins eigene Tor getroffen.

Den zweiten Treffer der Gastgeber erzielte dann ein Leverkusener. Nachdem Atlético-Trainer Diego Simeone Linksverteidiger Renan Lodi für Mittelfeldspieler Tomas Lemar ausgewechselt hatte, wirkte Madrid auf der linken Abwehrseite unorganisiert. Das nutzte Karim Bellarabi für eine Hereingabe in den Strafraum aus, dort traf Volland aus zehn Metern zum 2:0 (55.).

Madrid kam in der Folge zu mehr Chancen, Bayer-Torwart Lukas Hradecky hatte bei einem Freistoß von Lemar (63.) und einem Schuss von Ángel Correa (64.) aber keine Probleme. Die Gäste wurden aktiver, hatten mehr Ballbesitz und kamen zu mehr Abschlüssen. Alvaro Morata stand beim vermeintlichen 1:2 im Abseits (75.). Im Gegenzug traf Leverkusen beinahe zum 3:0, nach einem Eckstoß herrschte Chaos in Madrids Strafraum, Santiago Arias klärte den Ball auf der Linie (77.).

Die Schlussphase wurde hitzig. Bei einer Rangelei im Strafraum sahen zunächst vier Spieler die Gelbe Karte. Dann gab es auch noch eine Rote Karte gegen Amiri, nachdem der Leverkusener seinen Gegenspieler Arias rüde umgegrätscht hatte (85.). Kurz vor Schluss gelang Morata der Anschluss (90.+4), der Ausgleich fiel aber nicht mehr.

Bayer Leverkusen - Atlético Madrid 2:1 (1:0)
1:0 Partey (41., Eigentor)
2:0 Volland (55.)
2:1 Morata (90.+4)
Leverkusen: Hradecky - Weiser, Tah, S. Bedner, Wendell (81. Retsos) - Demirbay, Aránguiz (64. Baumgartlinger), Bellarabi, Havertz (88. Dragovic), Amiri - Volland
Madrid: Oblak - Arias, Felipe, Hermoso, Renan Lodi (52. Lemar) - Correa (70. Herrera), Thomas, Saúl Niguez, Koke - Morata, Diego Costa (61. Vitolo)
Schiedsrichter: Damir Skomina
Gelbe Karten: Weiser, Tah, Bellarabi / Oblak, Morata
Rote Karte: Amiri (85.)
Zuschauer: 28.000

ptz

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