Champions League Bayern deklassiert Moskau

Der Sieg in der Champions League gegen Spartak Moskau fiel dem FC Bayern leicht. Der Gegner war harmlos und uninspiriert.


Claudio Pizarro: Die Faust des zweifachen Torschützen
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Claudio Pizarro: Die Faust des zweifachen Torschützen

München - Die Münchner schlugen Moskau souverän mit 5:1 (3:0) und festigten in der Vorrundengruppe H mit nunmehr acht Punkten den zweiten Platz hinter Spitzenreiter Sparta Prag (zehn Punkte). Die Zwischenrunde hat der Titelverteidiger bei sechs Zählern Vorsprung auf Rotterdam und zwei noch ausstehenden Spielen so gut wie sicher. Ein Unentschieden im Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam am kommenden Dienstag würde schon reichen.

"Die Mannschaft hat ein unheimliches Selbstbewusstsein, und jeder Spieler glaubt an sich", analysierte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach der erneuten Galavorstellung seiner Mannschaft, die zumindest was die Torausbeute an das Lokalderby gegen den TSV 1860 München am vergangenen Wochenende anknüpfte, als es ebenfalls einen 5:2-Sieg gegeben hatte.

Pizarro und Elber trafen doppelt

Für die Bayern waren vor etwa 25.000 Zuschauern im Münchner Olympiastadion Claudio Pizarro (7. und 22. Minute) und Giovane Elber (33. und 52.) erfolgreich gewesen. Der Brasilianer, dem schon im Hinspiel beim 3:1-Sieg ein Doppelpack geglückt war und der im dritten Pflichtspiel in Folge zwei Tore erzielen konnte, traf bereits zum sechsten Mal im laufenden Champions-League-Wettbewerb.

Trotz seiner treffsicheren Stürmer wollte Hitzfeld keinen Spieler herausheben. "Alle haben dazu beigetragen, dass wir einen schönen Fußball-Abend sehen konnten", sagte der Bayern-Coach, der gegen Moskau ein Jubiläum feiern durfte: Für Hitzfeld war es das 50. Champions-League-Spiel als verantwortlicher Trainer der Münchner. Für den Abschluss beim Torfestival sorgte der eingewechselte Alexander Zickler (90.).

Nur Spartak-Spieler Bestschastnich überzeugte

Das einzige Tor des russischen Meisters, der als Letzter der Gruppe H keine Chance mehr auf ein Weiterkommen hat, hatte der frühere Bremer Bundesligaprofi Wladimir Bestschastnich (58.) zum zwischenzeitlichen 1:4 erzielt.

Bayerns Abwehrspieler Sammy Kuffour hatte den Gegentreffer mit einem verlorenen Kopfballduell begünstigt. Am Samstag im Bundesliga-Gipfeltreffen gegen Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern könnte so eine Unkonzentriertheit weit reichendere Folgen haben.


FC Bayern München - Spartak Moskau 5:1 (3:0)
1:0 Pizarro (7.)
2:0 Pizarro (22.)
3:0 Elber (33.)
4:0 Elber (52.)
4:1 Bestschastnich (58.)
5:1 Zickler (90.)
Bayern München: Kahn - Sagnol, Kuffour, Robert Kovac (85. Linke), Lizarazu - Salihamidzic, Hargreaves, Fink, Sergio (78. Zickler) - Pizarro, Elber (65. Santa Cruz)
Spartak Moskau: Lewizki - Tchujse, Mitrevski, Kowtun - Parfionow - Baranow, Bulatow, Zichmeistruk - Titow - Robson, Bestschastnich
Schiedsrichter: de Bleeckere (Belgien)
Zuschauer: 25.000
Gelbe Karten: - / -



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