Einlasskontrollen in Turin FC Bayern soll Protest erwägen

Viele Münchner Anhänger gelangten beim Achtelfinal-Hinspiel erst verspätet ins Turiner Stadion. Die Fans protestierten anschließend gegen die sehr scharfen Kontrollen rund um die Arena, auch der Verein signalisiert Unterstützung.
Bayern-Fans im Turiner Stadion: Protest gegen Sicherheitsmaßnahmen

Bayern-Fans im Turiner Stadion: Protest gegen Sicherheitsmaßnahmen

Foto: Marco Luzzani/ Getty Images

Der Auswärtsblock des FC Bayern war zu Beginn des Viertelfinal-Hinspiels bei Juventus Turin (2:2) nur spärlich besetzt. Wie die "tz" berichtet , mussten die Münchner Fans nach ihrer Ankunft sehr genaue Einlasskontrollen über sich ergehen lassen. Zudem soll die Anzahl der eingesetzten Ordner für das Fanaufkommen eines Champions-League-Spiels nicht ausreichend gewesen sein.

Reporter vor Ort berichteten von peniblen Kontrollmaßnahmen der italienischen Sicherheitskräfte, die verhinderten, dass die Fans rechtzeitig ins Stadion gelangen konnten. Auch Sky-Reporter Jan Henkel berichtete während der laufenden Partie von überzogenen Sicherheitsüberprüfungen am Busparkplatz unweit der Arena.

Aus Solidarität entschieden sich einige Fangruppierungen dazu, solange in den Stadionkatakomben zu warten, bis allen Bayern-Anhänger Einlass gewährt worden war. Erst dann betraten sie gemeinsam den Auswärtsblock. Die Fangruppe der "Schickeria" sowie weitere Ultra-Gruppierungen hängten ihre Fahnen als Zeichen des Protests teilweise verkehrt herum an die Zäune.

Der FC Bayern München prüft derzeit offenbar noch, ob er eine offizielle Beschwerde bei der Uefa einreicht. Mit solch einer Maßnahme hatte der Verein seinen Anhängern im September vergangenen Jahres schon beigestanden, als man einen überharten Polizeieinsatz im Bayern-Block während des Champions-League-Spiels bei Olympiakos Piräus kritisierte.

Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, wurden vor dem Spiel fünf Fans den FC Bayern festgenommen. Die "Schickeria"-Mitglieder sollen laut Polizeiangaben bei dem Versuch, die Sperren am Stadioneingang zu durchbrechen, einige Stewards und fünf Polizisten verletzt haben.

lst