1:1 gegen FC Arsenal Bayern steht im Viertelfinale

Mit einem Unentschieden in die nächste Runde: Dem FC Bayern München gelang im Rückspiel gegen den FC Arsenal vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß kein Sieg - aber der Einzug in das Viertelfinale der Champions League. Lukas Podolski sorgte für Diskussionen, Mesut Özil verletzte sich.

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Hamburg - Einen Sieg wollten sie ihrem Präsidenten Uli Hoeneß schenken, hatte Trainer Pep Guardiola vor der Partie angekündigt. Daraus wurde nichts, auch weil die Bayern in der Nachspielzeit einen Elfmeter verschossen, doch der derzeit vor Gericht stehende Hoeneß konnte im Stadion immerhin ein 1:1 (0:0, Hinspiel 2:0) gegen den FC Arsenal bejubeln - und damit den Einzug des Titelverteidigers Bayern München ins Viertelfinale der Champions League.

Das Duell Bayern gegen Arsenal hatte es schon im Vorjahr gegeben, ebenfalls im Achtelfinale, auch damals hatten die Bayern das Hinspiel in London souverän gewonnen (3:1), in München dann aber 0:2 verloren. Vor allem, weil die Londoner die Münchner von Anpfiff an überrannten. Und diesmal?

Diesmal zeigten die Bayern, dass sie nicht mehr so einfach zu überrennen sind. Die mittlerweile schon gewohnte Dominanz der Gastgeber setzte sich gegen Arsenal fort. Im zentralen Mittelfeld kümmerten sich diesmal Bastian Schweinsteiger und Thiago um Balleroberung und Spielgestaltung. Philipp Lahm gab mal wieder den Rechtsverteidiger, Toni Kroos saß zunächst nur auf der Bank.

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Hoeneß beim Bayern-Arsenal-Spiel: Vom Gerichtssaal ins Stadion
Und rund 30 Meter Luftlinie dahinter saß Hoeneß. Der Präsident hatte den schwarzen Anzug, den er tagsüber während des Steuerprozesses auf der Anklagebank getragen hatte, gegen einen graubraunen Pullover und ein blaues Hemd getauscht. Um den Hals trug er einen Schal in Vereinsfarben.

Zum Torjubel schwenken konnte Hoeneß diesen jedoch in der ersten Halbzeit nicht: Schweinsteiger, David Alaba, Arjen Robben, Mario Mandzukic und Mario Götze kamen zwar zum Torabschluss, aber ohne Erfolg. Meist machten sieben, acht Arsenal-Spieler bei Angriffen der Münchner den eigenen Strafraum dicht.

Einer, der wie schon im Hinspiel eine schwache Leistung zeigte, war Mesut Özil. Der Nationalspieler hatte in den ersten 45 Minuten nur 21 Ballkontakte, gewann keinen Zweikampf und wurde in der Pause ausgewechselt. Laut Trainer Arsène Wenger zog sich Özil eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu, ihm droht eine mehrwöchige Pause. Die Bayern-Führung erlebte er nur noch aus der Distanz mit.

Ribéry zu Schweinsteiger - 1:0 für die Bayern

Bacary Sagna griff Franck Ribéry im Strafraum nicht an, der Franzose fand mit seinem Querpass die Lücke und Schweinsteiger. Und der hatte genug Zeit, den Ball noch anzunehmen und zum 1:0 einzuschieben.

Podolski war in der ersten Hälfte ähnlich unauffällig wie Özil gewesen, doch nur zwei Minuten nach der Bayern-Führung traf er aus spitzem Winkel zum Ausgleich. Allerdings hatte der Deutsche Glück, dass Schiedsrichter Svein Oddvar Moen aus Norwegen seinen Schubser gegen Lahm bei der Balleroberung nicht abpfiff.

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Bayern vs. Arsenal: Spaziergang ins Viertelfinale
Der Treffer zeigte Wirkung bei den Bayern. Arsenal übernahm zwar nicht die Kontrolle, schaffte es aber nun regelmäßig, die FCB-Abwehr zu beschäftigen. Besser jedoch blieben die Bayern, genau wie ihre Chancen. Die beste vergab Mandzukic, der nach schöner Vorarbeit von Schweinsteiger und Thiago den Ball frei vor dem Tor nicht unter Kontrolle bringen konnte (69. Minute).

In der Nachspielzeit foulte Laurent Koscielny Robben im Londoner Strafraum, der eingewechselte Müller trat zum Strafstoß an. Doch der Münchner schoss Torhüter Lukasz Fabianski an, der Ball trudelte auf der Linie, ging aber nicht ins Tor (90.+2). So blieb es für die Bayern nach zuletzt elf Pflichtspielsiegen in Serie bei einem Unentschieden.

Bayern München - FC Arsenal 1:1 (0:0)
1:0 Schweinsteiger (55.)
1:1 Podolski (57.)
München: Neuer - Lahm, Martínez, Dante, Alaba - Schweinsteiger, Thiago - Robben, Götze (59. Toni Kroos), Ribéry (85. Thomas Müller) - Mandzukic
Arsenal: Fabianski - Sagna, Mertesacker, Koscielny, Vermaelen - Arteta (77. Gnabry), Oxlade-Chamberlain (84. Flamini) - Cazorla, Özil (46. Rosicky), Podolski - Giroud
Schiedsrichter: Svein Oddvar Moen (Norwegen)
Zuschauer: 68.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Dante (3), Martínez (2) - Podolski, Arteta (2), Vermaelen
Besonderes Vorkommnis: Fabianski hält Foulelfmeter von Thomas Müller (90.+2)

insgesamt 82 Beiträge
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karlotti 11.03.2014
1. Dusel-Bayern :)
So, KRISE bei Bayern... Unentschieden! Freu mich schon auf morgen früh, wenn wieder alle Experten dran waren. .
triqua 11.03.2014
2.
So wie Herr Hoeness jubelt ist die Botschaft klar ... Das Verfahren geht mit in Wirklichkeit am A.... vorbei ... Weshalb bleibt er in der gegenwärtigen Situation mit seinem H...... nicht zu Hause?
alpha0711 11.03.2014
3. Aber nicht gut genug
Zitat von sysopGetty ImagesPer Unentschieden in die nächste Runde: Dem FC Bayern München gelang im Rückspiel gegen den FC Arsenal vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß kein Sieg - aber der Einzug in das Viertelfinale der Champions League. Für Diskussionen sorgte Lukas Podolski. http://www.spiegel.de/sport/fussball/champions-league-bayern-muenchen-nach-1-1-vs-arsenal-im-viertelfinale-a-958112.html
für die Verteidigung der CL. Genau wie letztes Jahr nach dem Arsenal Spiel. Nochmal so eine Steigerung bitte !
shanzel 11.03.2014
4. optional
Ich musste das Spiel ohne Ton gucken. Lahm war (laut Artikel) also Linksverteidiger:-) Durch das ständige Positionsgeschiebe der Bayern auf dem Feld war das gar nicht zu sehen. Lahm war an 50% aller Offensivaktionen mit einem der letzten Pässe beteiligt. Grandios.
meisterpopper 11.03.2014
5. Der schwächste Mann
auf dem Platz war Moen ! Was der da gepfiffen hat, versteht kein Mensch. Das Tor für Arsenal darf nie fallen, weil's vorher ein klares Foul war. Auf der anderen Seite der Elfmeter - ein Witz ! Und die "Bewertung" mancher Fouls waren nicht nachvollziehbar.
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