Champions League Bayerns "Grottenkick"

Im ersten Spiel der diesjährigen Champions League konnte Titelverteidiger Bayern München gegen Außenseiter Sparta Prag nicht gewinnen.

München - Der deutsche Meister und Titelverteidiger in der euopäischen Königsklasse kam am Dienstagabend nur zu einem 0:0 gegen Sparta Prag. Gerade einmal 20.000 Zuschauer wollten den Kick im Olympiastadion sehen, am Ende gab es Pfiffe für die Gastgeber. Die Bayern waren zwar feldüberlegen, ließen aber die nötige Entschlossenheit vermissen und konnten auch ihre Möglichkeiten nicht zum Torerfolg nutzen.

"Die wenigen Chancen, die man bekommt, muss man auch nutzen", zeigte sich Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem Abpfiff unzufrieden. Torwart Oliver Kahn wurde ein bisschen deutlicher: "Das war heute ein Grottenkick. Mehr kann man dazu nicht sagen." Carsten Jancker fiel dazu nur ein: "Wir haben scheiße gespielt."

Während die Abwehr von den harmlosen Tschechen kaum gefordert wurde, unterstrich Ciriaco Sforza mit seiner Darbietung im Mittelfeld einmal mehr, dass er in der Rolle als Regisseur und Vertreter der verletzten Stefan Effenberg und Mehmet Scholl überfordert ist. Zur Halbzeit wurde der enttäuschende Schweizer durch Owen Hargreaves ersetzt.

Elber sorgte für Aufregung

Erste Aufregung im Olympiastadion gab es in der 30. Minute, als Giovane Elbers Drehschuss nach Flanke von Hasan Salihamidzic gerade noch vom erst 19 Jahre alten Gäste-Torwart Petr Cech gehalten werden. Vier Minuten später verpasste zunächst Carsten Jancker ein Zuspiel Elbers, dann jagte Niko Kovac den Ball an die Unterkante der Latte, von wo aus das Spielgerät hinter die Torlinie sprang - doch der nordirische Schiedsrichter Irvine versagte dem Treffer die Anerkennung. Die einzige Gelegenheit der Tschechen vor der Halbzeit, einen 20-Meter-Freistoß von Vladimir Labant (36.), konnte Oliver Kahn ohne Probleme um den Pfosten lenken.

Auch nach der Einwechslung von Paulo Sergio als dritte Spitze wurden die Bayern in der Offensive nicht stärker. Der Brasilianer führte sich mit einem Pfostenschuss (50.) zwar gut ein, konnte aber zur Verbesserung der Spielqualität ebenfalls nur wenig beitragen. 14 Minuten vor dem Ende schoss Jancker nach einem Fehler des Sparta-Keepers am Prager Gehäuse vorbei.

Nach diesem "Aussetzer" haben die Bayern in sieben Tagen zum nächsten Vorrundenspiel der Gruppe H bei Spartak Moskau anzutreten. Der russische Meister trennte sich am Dienstag zu Hause mit 2:2 von Feyenoord Rotterdam.

Bayern München - Sparta Prag 0:0
Bayern München: Kahn - Sagnol, Kuffour, R. Kovac, Sforza (46. Sergio) - Lizarazu, Salihamidzic, Fink, N. Kovac (46. Hargreaves) - Elber (72. Pizarro), Jancker
Sparta Prag: Cech - Grygera, Hübschman, Novotny, Labant - Sionko, Hasek, Jarosik, Michalik (89. Flachbart) - Hartig (57. Babnic/90. Zelenka)
Schiedsrichter: Irvine (Nordirland)
Zuschauer: 20.000

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