Champions League Beckenbauer warnt vor Spartak

In der europäischen Königsklasse trifft Bayern München am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) auf den russischen Abonnementsmeister, für den zwei Brasilianer wirbeln.


Luis Robson (l.) ist einer der beiden Spartak-Brasilianer
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Luis Robson (l.) ist einer der beiden Spartak-Brasilianer

München - "Das ist ein sehr starker Gegner. Wer Arsenal London 4:1 besiegt, muss ein großartiges Team haben", warnt Bayern-Präsident Franz Beckenbauer, nimmt die Mannschaft vor dem dritten Spiel der Champions-League-Zwischenrunde trotzdem in die Pflicht, "ein Sieg ist sehr wichtig, denn dieses Spiel hat hinsichtlich des Erreichens des Viertelfinales bereits vorentscheidenden Charakter."


Kahns Geheimfavorit


Manager Uli Hoeneß macht ebenfalls Druck und rechnet hoch: "Wir müssen noch die beiden Heimspiele gewinnen, dann sind wir durch." Doch nicht nur bei Beckenbauer genießen die Moskowiter große Wertschätzung. "Das ist eine Topmannschaft in Europa", lobt Kapitän Stefan Effenberg. "Für mich ist Moskau ein Geheimfavorit. Das ist der schwierigste Gegner in unserer Gruppe. Um da zu bestehen und um nicht schwindlig gespielt zu werden, müssen wir eine Topleistung bringen", sagt Nationalkeeper Oliver Kahn.

Für die Partie gegen den achtmaligen russischen Meister hat Trainer Ottmar Hitzfeld einige Umstellungen angekündigt. So werden Hasan Salihamidzic und Mehmet Scholl, die beim mageren 1:0 gegen den VfB Stuttgart nur auf der Bank saßen, wieder erste Wahl sein. Im Gegensatz zu Ciriaco Sforza: Für den Schweizer ist erneut kein Platz im Bayern-Team, da Jens Jeremies die Rolle als Abwehrchef derzeit glänzend ausfüllt. Fraglich ist noch der Einsatz von Nationalspieler Alexander Zickler wegen einer fiebrigen Erkältung, Roque Santa Cruz (Achillessehnenprobleme) fällt dagegen sicher aus.


Brasilianische Stars


Spartak-Coach Oleg Romanzew, gleichzeitig Clubpräsident und russischer Nationaltrainer, steht vor dem großen Problem, dass seine Elf wochenlang kein Match mehr absolviert hat. Seit November ist in Russland Spielpause, das erste Punktspiel findet erst wieder am 10. März statt. Die letzte Pflichtpartie bestritt Spartak am 5. Dezember beim 0:3 in der Champions League gegen Olympique Lyon.

Neben Mittelfeldmotor Jegor Titow sind die Brasilianer Luis Robson und Marcao die Stars der Mannschaft, die in der Champions-League-Vorrunde Bayer Leverkusen ausgeschaltet hatte. Auf der rechten Seite verteidigt Jerry Tchujse aus Kamerun, der die russische Staatsbürgerschaft erhielt und als erster farbiger Spieler im Nationalteam Russlands antreten darf. Mit Spannung wird im Münchner Olympiastadion der Einstand des Usbeken Djafar Irismetow erwartet, der in seiner Heimat mit 41 Toren erfolgreichster Torschütze der vergangenen Saison war.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen: München: Kahn - Kuffour, Jeremies, Linke - Sagnol, Fink, Effenberg, Lizarazu - Salihamidzic, Elber, Scholl
Moskau: Filimonow - Tchujse, Ananko, Mitrewski, Kowtun - Baranow, Bulatow, Titow, Robson - Irismetow, Marcao
Schiedsrichter: Fisker (Dänemark)



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