4:1 in Sevilla Dortmund wackelt defensiv, gewinnt aber klar gegen Sevilla

Der BVB zeigte eine solide Leistung und besiegte trotz einiger Abwehrschwächen Sevilla 4:1. Bei den Spaniern dagegen hält die Krise an, unmittelbar nach dem Spiel trennte sich der Verein von Trainer Julen Lopetegui.
Starkes Duo: Karim Adeyemi (l.) und Jude Bellingham erzielten je ein Tor

Starkes Duo: Karim Adeyemi (l.) und Jude Bellingham erzielten je ein Tor

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Fran Santiago / Getty Images

Borussia Dortmund befindet sich auf einem guten Weg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League. Gegen den FC Sevilla siegte der BVB am Mittwochabend 4:1 (3:0). Die Treffer erzielten Raphaël Guerreiro (6. Minute), Jude Bellingham (41.), Karim Adeyemi (43.) und Julian Brandt (75.). Für Sevilla traf Youssef En-Nesyri (51.).

Anders als zuletzt in der Bundesliga gegen Köln  brachte der BVB seinen Vorsprung dieses Mal über die Zeit, profitierte aber auch von einer schwachen Chancenverwertung der Heimmannschaft. Durch den Sieg geht der BVB mit einem Erfolgserlebnis ins Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern am Samstag.

Bei Sevilla dagegen geht die Krise weiter. Die Spanier trennten sich unmittelbar nach dem Spiel von Trainer Julen Lopetegui. Die Entscheidung kam nach dem schwachen Saisonstart nicht mehr überraschend. 

Verabschiedete sich von den Fans: Julen Lopetegui

Verabschiedete sich von den Fans: Julen Lopetegui

Foto: CRISTINA QUICLER / AFP

Dortmund ging bereits früh durch Guerreiro in Führung und spielte mit viel Druck nach vorne. Dennoch kam Sevilla mit der Zeit ins Spiel, erspielte sich auch einige Chancen, man merkte den Spaniern aber nach einer bislang missratenen Saison das fehlende Selbstbewusstsein an.

Zu einer unübersichtlichen Szene kam es in der 21. Minute, als drei Dortmunder aufs Tor zustürmten, ehe Sevillas En-Nesyri den Dortmunder Salih Özcan umriss. Zunächst zückte Schiedsrichter Maurizio Mariani die Rote Karte, ehe er die Entscheidung nach einem kurzen Videostudium zurücknahm. Vor dem Konter hatte Dortmunds Adeyemi einen Gegenspieler am Fuß getroffen.

Auch danach hatte Sevilla Chancen und war dem Ausgleich nahe, immer wieder musste Keeper Alexander Meyer eingreifen. Die Tore aber machte Dortmund. Nach einer schnellen Kombination erhöhte Bellingham auf 2:0 (41.), dann legte Adeyemi noch das dritte Tor nach (43.). Die Dortmunder Offensivreihe um den 17-jährigen Youssoufa Moukoko, der anstelle von Anthony Modeste starten durfte, spielte immer wieder ihr Tempo aus. Das Spiel schien entschieden, Sevillas Zuschauer quittierten die Leistung ihrer Mannschaft mit höhnischem Applaus.

Kurz nach Wiederanpfiff kam Sevilla nach einer Ecke per Kopfball durch En-Nesyri zum 1:3 (51.). Danach spielte der BVB fahrig, verlor viele leichte Bälle. Sevilla kam immer wieder zu Chancen und vertändelte diese teils leichtfertig. Spätestens als Julian Brandt nach einer Flanke von Moukoko per Kopf traf, war die Partie entschieden (75.).

Terzić zeigt sich selbstkritisch

»Das war definitiv die Reaktion, die wir zeigen wollten«, sagte Kapitän Bellingham bei DAZN mit Blick auf das enttäuschende 2:3 in Köln zuletzt. »Es war auch nicht alles gut heute, und wir vergessen nicht das, was am Samstag passiert ist, auch nicht mit dem Resultat heute«, sagte Trainer Edin Terzić, der sich über die defensiven Unachtsamkeiten ärgerte.

Julian Brandt lenkte den Fokus nach dem Sieg auf das Topspiel gegen den FC Bayern. »Wir sind immer bereit für die Bayern«, sagte der deutsche Nationalspieler.

Durch den Sieg hat der BVB nach drei Spielen sechs Punkte und liegt in Gruppe G damit hinter Manchester City (9) auf Platz zwei. Sevilla ist mit einem Punkt Dritter, Kopenhagen steht mit ebenfalls einem Zähler auf dem letzten Platz.

kjo
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