Champions League Dortmund verliert nach umstrittener Roter Karte, Leipzig scheidet aus

Diese Rote Karte hätte nicht jeder Schiedsrichter gegeben: Borussia Dortmund musste gegen Ajax früh auf Mats Hummels verzichten – und verlor trotz Führung. Leipzig ist aus der Champions League ausgeschieden.
Rote Karte für Mats Hummels

Rote Karte für Mats Hummels

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Borussia Dortmund hatte lange Zeit mit nur zehn Mann eine Führung gegen Ajax Amsterdam verteidigt, verlor aber letztlich. Im Heimspiel spielte der BVB 1:3 (1:0) gegen die Niederländer und hat nun in der Gruppe C ebenso wie Sporting Lissabon sechs Punkte. Spitzenreiter Ajax hat zwölf Punkte.

Die Borussia musste wegen einer umstrittenen Roten Karte gegen Mats Hummels ab der 29. Minute in Unterzahl spielen. Der Verteidiger war wegen einer Grätsche gegen Anthony vom Platz gestellt worden. Zwar hatte er den Ball nicht getroffen, allerdings war der Angriff von der Seite ausgeführt und Hummels hatte seinen Gegenspieler nicht voll erwischt. Doch trotz Videoschiedsrichter blieb die Entscheidung bestehen.

Zu zehnt konnten die Borussen, die im ersten Aufeinandertreffen mit den Niederländern 0:4 untergegangen waren, überraschend in Führung gehen. Jude Bellingham war im Strafraum nach einer leichten Berührung seines Gegenspielers zu Boden gegangen. Nach Sichtung der Videobilder entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß – Marco Reus verwandelte (37.).

Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr wurde Dortmund in die Defensive gedrängt worden. Dušan Tadić, der Mann, der immer spielt, obwohl er eigentlich nicht zu Ajax passt, war es dann, der den Ball nach einer langen Flanke über die Linie drückte (72.). Ein schmerzhaftes Tor: Tadic war anschließend mit gespreizten Beinen gegen den Pfosten gerutscht.

Und es kam noch bitterer für den BVB: Der Franzose Sébastien Haller konnte in der Schlussphase mit seinem Treffer die Partie zugunsten der Niederländer drehen (83.). Den Schlusspunkt setzte Davy Klaassen (90.+3).

RB Leipzig ist bereits nach vier Spieltagen aus der Champions League ausgeschieden. Gegen den französischen Klub Paris St. Germain spielte der Bundesligist 2:2 (1:2) und kann mit einem Punkt nicht mehr auf einen der beiden ersten Plätze der Gruppe A springen.

Dabei war Leipzig bereits früh in Führung gegangen, das Tor wurden durch ein missglücktes Zuspiel des PSG-Angreifers Ángel Di María eingeleitet. Nach einer Flanke von André Silva war es Christopher Nkunku, der per Kopf das 1:0 erzielte (8.).

Ein guter Start – den Leipzig sogar noch hätte ausbauen können: PSG-Spieler Danilo Pereira hatte zunächst Silva umgerempelt, der selbst zum Elfmeter antrat – und den Ball in die Arme von Keeper Gianluigi Donnarumma schoss (12.). Die vergebene Chance sollte sich rächen.

Denn der niederländische Nationalspieler Georginio Wijnaldum drehte die Partie mit einem Doppelpack. Erst schob er aus wenigen Metern zum Ausgleich ein (21.), dann traf er per Kopf. Das Tor zählte allerdings erst nach Sichtung der Videobilder (39.). Leipzig kam noch zum Ausgleich durch einen Strafstoß von Dominik Szoboszlai (90.+2) – doch das reichte nicht mehr.

bka