Niederlage gegen ManCity Sterling beendet Gladbachs europäische Saison

Trotz einer starken ersten Halbzeit hat es Borussia Mönchengladbach verpasst, in die Europa League einzuziehen. Bei Manchester City brach der Bundesligist in der Schlussphase ein und musste Sevilla in der Tabelle vorbeiziehen lassen.


Trainer André Schubert hat mit Borussia Mönchengladbach seine zweite Pflichtspielniederlage hinnehmen müssen - und wieder war es gegen Manchester City. Am zweiten Spieltag der Champions League hatte Schubert das Heimspiel gegen die Citizens 1:2 verloren, in Manchester ging den Gladbachern in der Endphase der Partie die Kraft aus.

Bei der 2:4 (2:1)-Niederlage drehte die Borussia die City-Führung von David Silva (16. Minute) durch Tore von Julian Korb (19.) und Raffael (42.). Nach der Pause wurde der Druck des Favoriten immer größer und Raheem Sterling (79./81.) und der eingewechselte Wilfried Bony (85.) machten Manchester zum Gruppensieger. Im Parallelspiel gewann der FC Sevilla 1:0 (0:0) gegen Juventus, deshalb verdrängte City die Turiner von Platz eins und Sevilla überholte Mönchengladbach und zieht als Dritter in die Europa League ein.

Den Gladbachern war die positive Serie von acht Siegen in den vergangenen zehn Bundesligaspielen von Beginn an anzumerken. Die Gäste bestimmten die Anfangsphase, hatten deutlich mehr Ballbesitz und gaben in Person von Fabian Johnson (2.) und Korb (5.) auch die ersten Torschüsse ab.

Selbst nach dem Rückstand wirkte die Borussia überhaupt nicht beeindruckt. Raheem Sterling, als einzige Spitze im 4-2-3-1 der Citizens aufgeboten, wurde auf der linken Seite angespielt, verzögerte geschickt und passte dann mit der Hacke in den Lauf von Silva. Der Spanier ging noch ein paar Meter auf Yann Sommer zu und ließ dem Torhüter mit einem harten Schuss in den kurzen Winkel keine Chance.

Es dauerte ganze drei Minuten, ehe die Gladbacher über ihre starke linke Seite den Ausgleich einleiteten. Oscar Wendt ließ an der Mittellinie Gael Clichy aussteigen, passte auf Johnson und dann ging es in einer rasanten Passfolge über Lars Stindl und Johnson auf die rechte Seite, wo Korb freistehend aus zwölf Metern ins lange Eck abschließen konnte.

Gladbachs linke Seite überzeugt

Schubert hatte seine Startelf gegenüber dem 3:1-Sieg gegen den FC Bayern nicht verändert, in der Grundformation kehrte die Borussia aber zum bewährten 4-4-2 zurück. Bei Ballbesitz rückte Wendt sehr konsequent nach vorne, was in der Abwehr aus einer Vierer- wieder eine Dreierkette machte. Dieses Risiko ging Schubert ein, wohl auch im Wissen um die ersatzgeschwächte Defensive von Manchester. Vincent Kompany und Martín Demichelis standen nicht im Kader, der etatmäßige Rechtsverteidiger Bacary Sagna saß nur auf der Bank.

Immer wieder griff die Borussia über die linke Seite an, auch der Führungstreffer wurde dort eingeleitet. Als Stindls Schussversuch dann im Zentrum von Eliaquim Mangala geblockt wurde, kam erneut Wendt auf links an den Ball. Johnson leitete dessen Querpass weiter auf Raffael und der Brasilianer ließ Torhüter Joe Hart aus kurzer Distanz keine Chance.

In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber besser im Spiel, hatten viel mehr Ballbesitz und die Gladbacher leisteten sich im Aufbau zu viele leichte Ballverluste. Wirklich druckvoll waren die Aktionen der Citizens jedoch zunächst selten, für die größte Gefahr sorgte Nico Elvedi mit einem zu kurzen Rückpass auf Sommer, der gegen den heranstürmenden Sterling rettete (59.).

Mit den Einwechslungen von Wilfried Bony und Jesús Navas für Fabian Delph und den wirkungslosen Kevin De Bruyne (65.) erhöhte Manchesters Trainer Manuel Pellegrini den Druck auch personell, Sterling zwang Sommer prompt zu einer Glanzparade.

Der Borussia waren die anstrengenden letzten Wochen zusehends anzumerken - auch deshalb drehte Manchester die Partie innerhalb von sieben Minuten. Nach Vorarbeit von Navas traf Sterling zum Ausgleich, wenig später legte Bony dem Zugang vom FC Liverpool den zweiten Treffer auf. Bony selbst setzte den Schlusspunkt. Die Gladbacher können sich nun auf die Bundesliga und den DFB-Pokal konzentrieren.

Manchester City - Borussia Mönchengladbach 4:2 (1:2)
1:0 Silva (16.)
1:1 Korb (19.)
1:2 Raffael (42.)
2:2 Sterling (80.)
3:2 Sterling (81.)
4:2 Bony (85.)
Manchester: Hart - Clichy (81. Sagna), Otamendi, Mangala, Kolarov - Delph (65. Bony), Fernandinho - De Bruyne (65. Navas), Toure, Silva - Sterling.
Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Nordtveit, Wendt (84. Hazard) - Dahoud (67. Schulz), Xhaka - Korb, Johnson (72. Drmic) - Raffael, Stindl. Schiedsrichter: Makkelie (Niederlande)
Zuschauer: 41.829

krä



insgesamt 25 Beiträge
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skylive06 08.12.2015
1. Gladbach.
Dankeschön MAN CITY.!!
micha63 08.12.2015
2. Schade, Schade
Aber erhobenen Hauptes ausgeschieden. Im nächsten Jahr auf ein Neues. Schade das dadurch die Schauspielertruppe aus Sevilia weiter ist. Aber so ist Fußball. Die Seele brennt.
johnrobie63 08.12.2015
3. Zuviel gelaufen.....
In der 2. Halbzeit fand Gladbach nicht statt.....? Wen wundert das bloß? Da ist man gegen die Bayern wohl ein bischen zu viel gelaufen und muss jetzt den Preis zahlen - ob das so schlau war?
chuckal 08.12.2015
4. 3 Wettbewerbe
wären eh zu viele.
Discordius 08.12.2015
5. sensationelles aus
Vor wenigen Tagen hat uns der SPON noch ausführlich erklärt, dass Trainer Schubert nun besser als Guardiola ist. Vor allem wurde die absolute Überlegenheit des Fussballspiels von Gladbach so überzeugend dargelegt. Laufleistung, Kurzpasspiel, Umschaltspiel, Chancenverwertung, kurz: alles wird besser gemacht als beim FC Bayern. Sogar in Führung gegangen war die coole neue, gefühlte beste Spitzenmannschaft der Bundesliga bei Manchester City und hielt das 80 Minuten lang. Der Sieg war schon in der Tasche, aber dann passierte, was der neuem deutschen Übermannschaft nicht passieren durfte, wenn man den Jubelarien des SPON vom Wochenende glauben durfte. Innerhalb von 5 Minuten brach Gladbach unerklärlicherweise zusammen und erholte sich nicht mehr! Ja, SPON jetzt vergleicht mal den Quark den ihr noch vor kurzem geschrieben habt mit dem heute ernüchternden Ausgang des Spiels.
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