Gruppenphase und zentrale Vermarktung Uefa reformiert die Women's Champions League

Bislang finden in der Königsklasse nur K.-o.-Duelle statt, doch das wird sich ändern: Ab 2021 spielen 16 Teams in Gruppen um das Viertelfinale. Die Qualifikation hängt auch vom Platz in der heimischen Liga ab.

Die Champions League der Frauen hat bald eine Gruppenphase
imago images / Agencia EFE

Die Champions League der Frauen hat bald eine Gruppenphase


Der europäische Fußballverband Uefa führt zur Saison 2021/22 einen neuen Modus in der Champions League der Frauen ein. Bislang beginnt die Königsklasse mit dem Sechzehntelfinale, dieses soll durch eine Gruppenphase mit insgesamt 16 Teams ersetzt werden, schreibt die Uefa in einer Mitteilung. Außerdem sollen die Rechte an Fernsehbildern des Turniers ab der Gruppenphase zentral durch den Verband vermarktet werden.

"Die heute vom Uefa-Exekutivkomitee beschlossene Reform der Uefa Women's Champions League ist ein großer Schritt in Richtung Professionalisierung des Vereinsfußballs der Frauen", wurde Jean-Michel Aulas von der Uefa zitiert. Aulas ist der Vorsitzende des Frauenkomitees der European Club Association (ECA), der Interessenvertretung der europäischen Vereine.

Wie funktioniert die neue Qualifikation für die Champions League ab 2021/22?

  • Die amtierenden Champions-League-Siegerinnen sowie die Meisterinnen der Top-3-Verbände (basierend auf der Fünfjahreswertung) sind direkt für die Gruppenphase qualifiziert.
  • Alle weiteren Meisterinnen der europäischen Ligen spielen über zwei Runden auf einem sogenannten Champions Path um sieben Quali-Plätze für die Gruppenphase.
  • Fünf Teams qualifizieren sich über einen sogenannten League Path für die Gruppenphase. Hier spielen Vizemeisterinnen und Drittplatzierte der Vorsaison ihrer nationalen Ligen ebenfalls in zwei Runden um die Qualifikation für die Gruppenphase.

Wie funktioniert der neue Modus der Hauptrunde ab 2021/22?

Nach der Qualifikation stehen 16 Mannschaften in der Gruppenphase und werden in vier Gruppen gelost. Die Teams einer Gruppe treffen wie bei den Männern an sechs Spieltagen in Hin- und Rückspielen aufeinander. Die Partien sollen zwischen Oktober und Dezember stattfinden. Die besten zwei Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale. In der K.-o.-Phase zwischen März und Mai werden wie gehabt Hin- und Rückspiele ausgetragen.

Was bedeutet die neue Vermarktung der Champions League?

Aktuell wird nur das Finale der Champions League zentral durch die Uefa vermarktet, bei den Spielen zuvor sind die Vereine bei ihrem jeweiligen Heimspiel verantwortlich. Ab 2021/22 werden die Bildrechte ab der Gruppenphase zentral durch den Verband vermarktet. Zudem wird sich die Uefa zum Teil um zentrale Sponsoren für das Turnier kümmern.

ptz

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insgesamt 2 Beiträge
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zaunreiter35 04.12.2019
1. Die Idee ist gut, nur...
für mich kommt das 1. zu früh und 2. hätte die UEFA das Prozedere übersichtlicher gestalten können. Oly Lyon als amtierender CL-Sieger und qua französischer Meister, VfL Wolfsburg und möglicherweise dann Arsenal London als englischer Meister wären automatisch qualifiziert. Und wenn der amtierende CL-Sieger wie momentan aus einem der 3 Mitgliedsverbände kommt? Dazu kommen dann 7 Meister aus den restlichen Verbänden und 5 Vizemeister bzw. Drittplatzierte der Vorsaison. Das könnte durchaus reizvoll werden, wenn sich auf dem oberen Pfad die Glasgow City Ladies, Linköping oder Barca und auf dem unteren Pfad die TSG Hoffenheim (zum jetzigen Zeitpunkt Zweiter), der HSC Montpellier oder Manchester City- und die Chelsea FC Ladies qualifizieren. Aber es noch nicht zu Ende gedacht, wie ich finde.
timtimtam 05.12.2019
2.
Es gibt ne Frauen Champions League? Oh... Ok. Weiter.
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