Münchnerinnen gewinnen letztes Testspiel Champions League im Risikogebiet

In einer Woche beginnt das Finalturnier der Frauen in der Königsklasse - im Risikogebiet Spanien. Die Uefa plant weiter mit dem Turnier. Bayern und Lyon gewinnen vor dem Viertelfinal-Duell die letzten Testspiele.
Giulia Gwinn (2.v.l.) trifft für den FC Bayern im letzten Testspiel vor der Champions League (Archivbild)

Giulia Gwinn (2.v.l.) trifft für den FC Bayern im letzten Testspiel vor der Champions League (Archivbild)

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kolbert-press/Ulrich Gamel/ imago images/kolbert-press

Der FC Bayern München und Olympique Lyon haben vor ihrem direkten Duell im Finalturnier der Champions League der Frauen (21. bis 30. August) ihre letzten Testspiele gewonnen. Die Münchnerinnen gewannen gegen Slavia Prag 4:0, Lyon dominierte das italienische Topteam Juventus beim 3:0-Erfolg im eigenen Stadion.

In Regensburg bestätigten die Bayern ihre gute Verfassung und siegten dank der Tore von Amanda Ilestedt (30. Minute), Giulia Gwinn (51.), Lea Schüller (74.) und Lineth Beerensteyn (88.). Es war der dritte Erfolg im dritten Testspiel, zuvor hatte das Team von Trainer Jens Scheuer gegen den FC Zürich und den SC Freiburg gewonnen. Anders als bei den Männern sind beim Finalturnier auch Sommerzugänge spielberechtigt. Schüller hat nach ihrem dritten Treffer für ihren neuen Klub gute Chancen auf einen Startelfeinsatz in der Champions League, sie kam von der SGS Essen.

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Als Favoritinnen gelten die Münchnerinnen bei dem Turnier in Spanien allerdings nicht. Viertelfinalgegner Lyon steht eine Weltauswahl zur Verfügung: Neben der deutschen Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán kann Trainer Jean-Luc Vasseur beispielsweise Nikita Parris, Lucy Bronze, Wendie Renard, Saki Kumagai oder Amandine Henry bauen. Gegen Juventus trafen Renard (29.), Kadeisha Buchanan (33.) und Nachwuchsstürmerin Melvine Malard (78.).

Positiver Corona-Test bei Olympique Lyon

Lyon gab in dieser Woche einen positiven Corona-Test in ihrem Kader bekannt. Torhüterin Lola Gallardo, gerade erst von Atlético Madrid nach Frankreich gewechselt, war zuvor nach einem nicht eindeutigen Testergebnis unter Quarantäne gestellt worden - ein zweiter Test fiel kurz darauf positiv aus. Die restlichen Spielerinnen wurden regelmäßig getestet, bisher waren alle weiteren Ergebnisse negativ.

Trotzdem wird die Coronavirus-Pandemie für die acht beteiligten Teams beim Champions-League-Turnier (aus der Bundesliga ist auch der VfL Wolfsburg dabei) ein zentrales Thema bleiben. Gespielt wird in Bilbao und San Sebastian, beide Städte gehören wie fast alle Teile Spaniens für die deutschen Behörden zu den Corona-Risikogebieten. Am Freitag hatte das Auswärtige Amt sogar eine Reisewarnung für Spanien ausgesprochen, ausgenommen davon sind lediglich die Kanaren. Die Fallzahlen in Spanien steigen derzeit - wie auch in Deutschland - wieder deutlich an.

Bei der Uefa gibt es derzeit noch keine Pläne, das Turnier deshalb erneut zu verlegen oder gar abzusagen. Die Münchnerinnen werden am kommenden Freitag trotz der Reisewarnung nach Bilbao reisen. Am Samstag steht dann das Spiel gegen Lyon an (20 Uhr, TV: Sport1).

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