Sieg gegen ManCity FC Barcelona nach Messi-Gala im Viertelfinale

Mindestens zwei Treffer benötigte Manchester City in Barcelona zum Weiterkommen. Statt auf Angriffsfußball setzte der englische Meister jedoch auf seine Abwehr. Ohne Erfolg: Barça siegte locker, Lionel Messi glänzte als Vorbereiter.

AFP

Hamburg - Der FC Barcelona steht im Viertelfinale der Champions League. Die Katalanen gewannen nach dem Hinspiel (2:1) auch das zweite Duell mit Manchester City. Beim 1:0 (1:0)-Heimsieg erzielte Ivan Rakitic das Tor (31. Minute). Spieler der Partie war jedoch Lionel Messi, der an 15 von 23 Abschlüssen seiner Mannschaft direkt beteiligt gewesen war.

Für City war es das zweite Jahr in Folge, in dem es an Barcelona scheiterte. Das Viertelfinale der Königsklasse findet damit ohne englische Beteiligung statt.

Schon im Hinspiel hatte Barcelona dominiert, einzig der mangelnden Chancenverwertung der Katalanen war es geschuldet, dass sich City noch Hoffnung auf das Weiterkommen machen durfte. Auch diesmal zeigte sich Barça vor dem Tor gnädig.

Unter den Augen von Stadiongast Josep Guardiola ergab sich Barças erste Chance bereits nach fünf Minuten, als Neymar nach Vorarbeit von Dani Alves den Pfosten traf. Vor allem Messi bekamen die Gäste nicht in den Griff. Mehrfach verpasste der Argentinier die Führung (11., 16., 28.), glänzte dann als Vorbereiter: Nach einem Ballgewinn der Katalanen in der eigenen Hälfte setzte Messi Rakitic mit einem Traumpass ein, der Kroate überlupfte City-Torwart Joe Hart - 1:0. Neymar (40.) und Luis Suárez (Pfosten, 44.) vergaben in der Folge Möglichkeiten, um noch vor der Pause zu erhöhen.

Ter Stegen pariert Strafstoß

ManCity wurde hingegen kaum gefährlich, zu beschäftigt waren die Gäste damit, Gegentore zu verhindern. Dabei setzte die Elf von Trainer Manuel Pellegrini auf Härte. Immer wieder foulten die "Citizens" ihre Gegenspieler, nahmen dabei Verwarnungen und Freistöße inkauf. Samir Nasri hatte Glück, dass er für seinen Tritt gegen Neymar nur Gelb sah (35.).

Auch in der zweiten Hälfte agierte Manchester vorsichtig. Touré (67.) und der eingewechselte Wilfried Bony (73.) zielten bei ihren Distanzschüssen zu ungenau; die größte Gelegenheit vergab Agüero, der von Gerard Piqué im Strafraum gefoult wurde, mit dem Strafstoß jedoch an Marc-André ter Stegen scheiterte (78.).

Das gefährlichere Team blieb Barça. Immer wieder überwanden die Gastgeber Manchesters Abwehr. Dass es beim 1:0 blieb, lag vor allem an City-Torwart Hart. Der 27-Jährige reagierte mehrfach glänzend, verhinderte gegen Jordi Alba (48.), Messi (49., 65., 67., 89.) und Neymar (71., 77., 90+3.) einen weiteren Gegentreffer. Zudem schossen Suárez nach Messi-Vorarbeit (63., 87.) und Messi (84.) bei weiteren Großchancen am Tor vorbei.

FC Barcelona - Manchester City 1:0 (1:0)
1:0 Rakitic (31.)
Barcelona: ter Stegen - Alves (90.+1 Adriano), Piqué, Mathieu, Alba - Mascherano - Rakitic (84. Rafinha), Iniesta - Messi, Suárez, Neymar
Manchester: Hart - Sagna, Kompany, Demichelis, Kolarov - Touré (72. Bony), Fernandinho - Nasri (46. Navas), Milner (87. Lampard) - Agüero, Silva
Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)
Zuschauer: 92.551
Gelbe Karten: Alves (5) - Fernandinho, Kolarov, Silva, Nasri (2), Demichelis (2)

mon



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Pichulonco 19.03.2015
1. Held
In jedem anderen Land der Welt würde wohl der aus dem Land stammende Torwart als Matchwinner und Held gefeiert, wenn er einen Elfmeter und damit den Sieg hält.
skydog1 19.03.2015
2. Held?
Mit Verlaub, der matchwinner war die gesamte mannschaft von barca. Die hat nämlich ManCity eindrucksvoll dominiert. Allein die nachlässige Chancenverwertung von barca ist zu bemängeln. es hätte gut und gerne 5 oder 6:1 ausgehen können. Vielleicht müssen. Dabei hätte der ter stegen den strafstoß auch gar nicht halten brauchen...es wäre unerheblich gewesen. Aber Barca ist wieder sehr gut in der spur und heisser anwärter auf den cup. Vor einem jahr noch abgeschrieben. Auch von der spon-redaktion...
ginotico 19.03.2015
3.
Ich habe die Sky-Konferenz gesehen. Messi war wirklich der auffälligste und beste Spieler auf dem Platz. Es ist zwar falsch, nur einen Spieler als Matchwinner zu bezeichnen. Aber trotzdem war er sehr gut.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.