Barcelona-Sieg in Manchester Ein Eigentor und viele Fehler

Zwei große Namen, aber kein ganz großes Spiel: Der FC Barcelona hat durch ein Eigentor das Viertelfinal-Hinspiel bei Manchester United gewonnen. Lionel Messi gelang wenig - und er musste auch noch einstecken.

Stu Forster/Getty Images

Der FC Barcelona hat das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League 1:0 (1:0) bei Manchester United gewonnen. Den einzigen Treffer erzielte Luke Shaw per Eigentor. Das Rückspiel findet am 16. April statt.

Zu sagen, dass Barcelona zu Beginn überlegen war, ist eine starke Untertreibung. Bis zum 1:0 hatte Barça eine Ballbesitzquote von 90 Prozent, 96 Prozent aller Pässe kamen beim Mitspieler an. So auch das Zuspiel von Sergio Busquets auf Lionel Messi in der 12. Minute.

Messi nahm den Ball im Strafraum an, und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort wartete sein Sturm-Kumpel Luis Suárez, dessen Kopfball aus spitzem Winkel von United-Verteidiger Luke Shaw ins eigene Tor abgefälscht wurde.

Danach gab es einen Bruch in Barcelonas Dominanz. Eine Reihe von Fehlern, vor allem durch den sonst so sicheren Busquets, brachten Manchester etwas besser ins Spiel. Den ersten Torschuss gab Marcus Rashford ab (21. Minute), der Ball ging aber über das Tor.

Messi wird behandelt
REUTERS

Messi wird behandelt

Eine Schrecksekunde erlebte Barcelona nach 30 Minuten: Messi bekam die Hand von Chris Smalling ins Gesicht und ging blutend zu Boden, der Argentinier konnte nach Behandlung aber leicht verschrammt weiterspielen. Seine Kollegen in der Offensive erarbeiteten sich kurz darauf eine große Chance zum 2:0. Suárez eroberte gegen zwei Manchester-Spieler einen langen Pass und schirmte den Ball ab, bis Philippe Coutinho aufgerückt war. Den Schuss des Brasilianers parierte United-Keeper David de Gea stark mit dem Fuß (36.).

In der zweiten Hälfte war Manchester von Anfang an besser im Spiel, was aber nicht mit Torchancen einherging. Beide Mannschaften machten für ein Viertelfinale der Champions League enorm viele Fehler. Und so waren auch die vielen Flanken der Gastgeber alle zu ungenau.

Barcelona hielt sich deutlich zurück - hatte nach 65 Minuten dann durch Suárez aber die bis dahin beste Chance der zweiten Hälfte. Rechtsverteidiger Nelson Semedo steckte am Strafraum auf den Uruguayer durch, doch der Schuss ging nur ans Außennetz. Messi schoss noch einen Freistoß unter der Mauer hindurch aufs United-Tor, doch de Gea hatte damit keine Mühe (83.).

Manchester United - FC Barcelona 0:1 (0:1)
0:1 Shaw (12., Eigentor)
Manchester: De Gea - Lindelöf, Smalling, Shaw - A. Young, Diogo Dalot (74. Jesse Lingard) - Fred, McTominay, Pogba - Rashford (85. Andreas Pereira), R. Lukaku (68. Anthony Martial)
Barcelona: Ter Stegen - Nelson Semedo, Piqué, Lenglet, Jordi Alba - S. Busquets (90.+3 Carles Alena) - Rakitic, Arthur (66. Sergi Roberto) - Messi, Coutinho (66. Arturo Vidal) - Suarez
Zuschauer: 74.093 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)
Gelbe Karten: Shaw, Smalling, Lingard - Busquets, Vidal

luk



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
golfstrom1 11.04.2019
1. ManU
Mit dieser Mannschaft wird Manchester United keine Bäume ausreißen können. Mit Ausnahme des Torwarts, Pogba, Lukaku und Rashford hat ManU einfach keine herausragenden Spieler oder Talente im Kader. Wenn der Trainer einen Spieler wie McTominay nach einer international lediglich grundsoliden Leistung feiert wie einen Weltstar, dann merkt man wie tief ManU in seinen Ansprüchen aufgrund der durchwachsenen letzten Jahre bereits gesunken ist. Mit dieser Mannschaft kann man sich für die Championsleague qualifizieren aber man wird keine Chance haben um diesen Titel mitzuspielen. Gegen Paris war eher dem Glück und der Unfähigkeit des Gegners zu verdanken, dass man da weiterkam und auch gestern war man spielerisch meilenweit von den eigentlichen Ansprüchen eines der größten Vereine der Welt entfernt. Momentan liegen auch Welten zwischen ManCity und ManU. Wenn ManU wieder zurück in die europäische Spitze möchte muss man erstmal Spieler wie Pogba, Rashford, de Gea oder Lukaku halten und intensiv in den Kader investieren. Aber keine Masse, sondern vor allem Klasse wird benötigt. Für einen kommenden Star wie Sancho sollte man richtig Geld auf dem Tisch legen und auch auf der Trainerposition sollte man schauen, dass man einen vielversprechenden Trainer holt. Hier könnte ich mir gut Diego Simeone vorstellen. Er würde vom Profil her gut dort hinpassen und würde auch eine Aufbruchstimmung erzeugen können mit seiner emotionalen Art.
h.markwort 11.04.2019
2. Eins zu Null !!
Barca sollte den Pokal jetzt schon bekommen. ManU ist raus... QUATSCH ! Bei den acht verbliebenen Vereinen kann jeder ins Finale kommen. Hier sorgt die Tagesform oder glückliche Taktik für Überraschung. Für ManU Glücksgriffe, für Barca Pechfolge und schon läuft es für die Devils. Anders bei Hannover 96, denn hier bestimmen Zufälle das Ergebnis. Und der schwarze Mann...
Sal.Paradies 11.04.2019
3. Pardon, aber wovon träumst du da
Zitat von golfstrom1Mit dieser Mannschaft wird Manchester United keine Bäume ausreißen können. Mit Ausnahme des Torwarts, Pogba, Lukaku und Rashford hat ManU einfach keine herausragenden Spieler oder Talente im Kader. Wenn der Trainer einen Spieler wie McTominay nach einer international lediglich grundsoliden Leistung feiert wie einen Weltstar, dann merkt man wie tief ManU in seinen Ansprüchen aufgrund der durchwachsenen letzten Jahre bereits gesunken ist. Mit dieser Mannschaft kann man sich für die Championsleague qualifizieren aber man wird keine Chance haben um diesen Titel mitzuspielen. Gegen Paris war eher dem Glück und der Unfähigkeit des Gegners zu verdanken, dass man da weiterkam und auch gestern war man spielerisch meilenweit von den eigentlichen Ansprüchen eines der größten Vereine der Welt entfernt. Momentan liegen auch Welten zwischen ManCity und ManU. Wenn ManU wieder zurück in die europäische Spitze möchte muss man erstmal Spieler wie Pogba, Rashford, de Gea oder Lukaku halten und intensiv in den Kader investieren. Aber keine Masse, sondern vor allem Klasse wird benötigt. Für einen kommenden Star wie Sancho sollte man richtig Geld auf dem Tisch legen und auch auf der Trainerposition sollte man schauen, dass man einen vielversprechenden Trainer holt. Hier könnte ich mir gut Diego Simeone vorstellen. Er würde vom Profil her gut dort hinpassen und würde auch eine Aufbruchstimmung erzeugen können mit seiner emotionalen Art.
wenn du von J. Sancho, unserem schwarzgelben Shooting Star sprichst. Der steht nicht auf der Verkaufsliste und wenn das (eines Tages) so kommt, wird ihn sich ManUnited nicht leisten können....;-)_____PS: Für Foristen @Spadoni wird es vielleicht ein Trost sein, dass Abu Dhabi City gegen die Spurs wohl die Segel streichen wird.....
spadoni 11.04.2019
4. golfstom1
Na wunderbar, als echter Abu Dhabi City und Guardiola Fan, haben Sie sich sich definitiv den passenden nickname ausgesucht! Dabei steht United nicht schlechter da als Ihr City, beide haben 1-0 verloren. Denn auch wenn City beim Rückspiel Heimrecht hat, ist das noch lange keine Garantie für einen Sieg über Tottenham. Und United hat mehrfach bewiesen, dass sie momentan auswärts stärker sind als im Old Trafford.
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