Champions League PSG zu schnell für den FC Bayern

Den ersten großen Härtetest der Saison hat der Deutsche Meister nicht bestanden: Die Münchner lagen schon nach wenigen Sekunden zurück. Bis zum Spielende bekamen sie das Sturmtrio von PSG nicht in den Griff.

AFP

Der FC Bayern hat das Top-Spiel der Gruppe B verloren. Paris gewann am zweiten Champions-League-Spieltag 3:0 (2:0) gegen die Münchner und hat nun beste Chancen auf den Gruppensieg. Die Treffer erzielten Dani Alves (2. Minute), Edinson Cavani (31.) und Neymar (63.).

Bayern verzichtete in der Startelf überraschend auf seine Stars Arjen Robben, Franck Ribéry und Mats Hummels. Jérome Boateng stand nicht einmal im Kader. Bei PSG saßen die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Kevin Trapp auf der Bank.

Albtraumstart für die Münchner: Der FCB war noch kein einziges Mal über die Mittellinie gekommen, da lag der Ball schon im Netz. Neymar hatte sich von links an drei Münchnern vorbei Richtung Mitte gedribbelt und auf Alves quergelegt. Der stand im Strafraum völlig frei und schoss aus halbrechter Position ein (2.). PSG konnte sich somit von Beginn an zurückziehen und auf Konter setzen.

Bayern verdaute den Schock zügig und übernahm nach zehn Minuten die Spielkontrolle, kombinierte sich aber nur selten bis in den Strafraum. Vor allem nach Flanken und Eckstößen sorgten die Münchner für Gefahr. Doch Müller (11.), Martínez (19.) und Lewandowski (21.) vergaben ihre Chancen. Alaba und Kimmich verpassten im Fünfmeterraum eine Lewandowski-Flanke (25.).

Paris versuchte vor allem, über das Sturmtrio Neymar, Cavani und Mbappé mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg zu kommen. Aber erst in der 26. Minute kam PSG wieder zum Abschluss durch Cavani. Wenige Minuten später spielte Alves einen Steilpass auf Mbappé, der im Strafraum zwei Gegenspieler ausspielte und auf Cavani zurücklegte. Der Uruguayer schoss aus vollem Lauf zum 2:0 oben ins kurze Eck (31.) und hätte sechs Minuten später sogar erhöhen können, doch Ulreich parierte mit dem Fuß.

Zur zweiten Hälfte brachte Carlo Ancelotti neuen Schwung mit Sebastian Rudy und Kingsley Coman für Corentin Tolisso und James. Bayern legte direkt offensiv los und hatte wieder nach einer Ecke eine Großchance: PSG klärte einen Kopfball von Martínez auf der Linie und leitete direkte einen Konter ein, der bei Neymar endete. Der Superstar verzog allerding frei vor Ulreich (49.).

Die Münchner standen nun offen und boten den Parisern immer wieder Räume. Neymar scheiterte aus der Distanz (53.) und per Freistoß (59.), Martínez klärte in höchster Not vor Cavani (58.). Auf Seiten der Münchner kam nur Rudy gefährlich zum Abschluss (56.).

In der 63. Minute setzte sich erneut Mbappé im Strafraum gegen mehrere Abwehrspieler durch. Martínez konnte zunächst noch auf der Linie klären, den Abpraller verwertete dann Neymar zum 3:0. In der Folgezeit hatten die Pariser keine Probleme, den Sieg über die Zeit zu bringen.

Am dritten Spieltag (18. Oktober, 20.45 Uhr) empfangen die Münchner Celtic Glasgow und können zumindest den zweiten Tabellenplatz festigen.

Paris Saint-Germain - FC Bayern München 3:0 (2:0)
1:0
Alves (2.)
2:0 Cavani (31.)
3:0 Neymar (63.)
Paris Saint-Germain: Areola - Alves, Marquinhos, Silva, Kurzawa - Verratti (89. Draxler), Motta (86. Lo Celso), Rabiot - Mbappé (79. Di María), Cavani, Neymar
Bayern München: Ulreich - Kimmich, Martínez, Süle, Alaba - Tolisso (46. Rudy), Vidal, Müller (69. Robben), Thiago, James (46. Coman) - Lewandowski
Zuschauer: 40.000
Schiedsrichter: Lahoz (Spanien)
Gelbe Karten: Verratti / Kimmich, Vidal, Thiago, Rudy

lek



insgesamt 26 Beiträge
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dynamoraul 27.09.2017
1.
ancelotti provoziert mit dieser aufstellung seinen rausschmiss.
dummdeutsch 27.09.2017
2. Danke PSG
Das Spiel heute Abend hat gezeigt, wo der FC Bayern München steht in der von Herrn Rummenigge so gewünschten Europäischen Liga der Großkopferten – endlich einmal ganz unten! Unterdurchschnittliche Spieler mit überdurchschnittlichen Gehältern – Lewandowski hat schon recht mit seiner Kritik. Vielleicht kann Herr Hoeneß noch etwas lernen von den Investoren aus dem arabischen Raum – einmal Knast macht nicht immer einen erfolgreichen Manager aus – er sollte lernen, wo das ganz große Geld liegt. Freuen wir uns auf eine Saison, wo die Bayern mal in allen Belangen so richtig auf die Verliererstraße geraten.
Pontifaz 27.09.2017
3. Chancenlos
Eine gut 90 Minuten dauernde Darstellung des Begriffs chancenlos.
Germanus 27.09.2017
4. Erkenntnis
Für FCB geht es maximal um Platz 2, für BVB nur noch um die EL und RBL könnte auch noch in der CL verweilen.
HCL 27.09.2017
5. Trainer raus
Warum verzichtet Ancelotti gegen einen solchen Gegner auf Hummels und Boateng? Fuer beide ist es an der Zeit ueber einen Wechsel nachzudenken. Bin sicher dass sowohl Klopp al auch Guardiola gerne zugreifen wuerden. Mit diesem Trainer schafft Bayern dieses Jahr eine Nullnummer (keine Meisterschaft, kein DFB Pokal und schin gar keine CL). Also Reisleine jetzt Ancelotti raus, Tuchel rein
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