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08. Mai 2019, 15:47 Uhr

Liverpools 4:0 aus dem Nichts

Der Eckenblitz

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Trent Alexander-Arnold und Divock Origi brachten den FC Liverpool mit einem Geniestreich ins Finale der Champions League. Das ging für alle im Stadion zu schnell: die Fotografen, Jürgen Klopp - vor allem für den FC Barcelona.

Rund um ein Champions-League-Halbfinale sind für gewöhnlich Dutzende Fotografen im Einsatz. Jede Spielszene wird eingefangen, jede Emotion der Trainer - und natürlich jeder Torjubel aus diversen Perspektiven. Wir können Ihnen hier den Moment zeigen, der die Partie des FC Liverpool gegen den FC Barcelona entschied:

Auch den anschließenden Jubel können wir liefern:

Von dem brillanten Moment, der zum Tor führte, existiert kein Agenturbild. Kein Vorwurf an die Fotografen - es ging einfach zu schnell.

Die Ecke, die den FC Liverpool ins Finale der Champions League brachte und die das 4:0 gegen den FC Barcelona herbeiführte, hat nicht einmal Trainer Jürgen Klopp gesehen. "Ich habe draußen noch gequatscht und sehe einen Ball ins Tor fliegen. Ich musste fragen, wer das Tor gemacht hat", sagte er bei Sky.

Überhaupt haben es wenige im Stadion mitbekommen. Nicht einmal die Profis aus Barcelona, die es eigentlich hätten verhindern sollen. Nur einer konnte - zum Glück für Liverpool - der Eingebung des Eckballschützen folgen: Stürmer Divock Origi.

Nachdem Rechtsverteidiger Alexander-Arnold sich den Ball zurecht gelegt hatte, ging er drei Schritte von der Fahne weg. Kollege Xherdan Shaqiri trabte schon heran und es sah danach aus, als wollte er ausführen - doch er kam gar nicht zum Einsatz. Denn plötzlich drehte sich Alexander-Arnold um und schlug den Ball flach in die Mitte.

Mit dieser Trent-Wende hatte niemand gerechnet: Barcelonas Hintermannschaft war noch im Begriff, sich zu organisieren. Auch die Liverpooler Spieler waren noch nicht einsatzbereit. Bis auf den völlig ungedeckten Origi, der die Situation blitzschnell erkannte und die Hereingabe direkt ins Tor schoss, um damit die Partie zu entscheiden.

"Wird jedem in Erinnerung bleiben"

"Es war einfach Instinkt", sagte Alexander-Arnold dem TV-Sender BT Sport nach dem Spiel über seine Idee. "Es war einer dieser Momente, in denen du die Gelegenheit siehst und offensichtlich hat Div schnell genug geschaltet, um zu vollstrecken."

Klopp lobte seinen jungen Außenverteidiger für diesen spielentscheidenden Geistesblitz und sagte: "Das war eine Idee von Trent Alexander-Arnold, 20 Jahre alt - was für ein Kerl!" Zuvor hatte er schon das 3:0 von Georginio Wijnaldum vorbereitet.

Nach dem Spiel bestätigte Alexander-Arnold, dass die Variante im Training einstudiert worden war. Dass es kein Zufall war, bestätigte auch Torschütze Origi: "Jürgen Klopp sagt im Training immer, dass wir aufmerksam sein und diese Chancen nutzen sollen." Als die Situation es zuließ, entschied Alexander-Arnold spontan, sie umzusetzen. Seinen Komplizen Origi würdigte er für seine Handlungsschnelligkeit: "Es hat ihn vermutlich auch überrascht, aber er ist ein Topspieler. Er hat zwei Tore für uns erzielt und ich denke eines davon wird jedem in Erinnerung bleiben."

Anmerkung: In der ursprünglichen Version des Texts hieß es, keine Kamera habe Alexander-Arnolds Eckball, der zum 4:0 führte, einfangen können. Tatsächlich gibt es Videomaterial von der Szene. Gemeint war jedoch, dass kein Agenturfotograf den Moment festgehalten hat.

Mit Material von Reuters und sid

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