Champions-League-Finale Havertz schießt Chelsea zum Titel

Zum zweiten Mal nach 2012 hat der FC Chelsea die Königsklasse gewonnen. Großen Anteil am Sieg des Teams von Trainer Thomas Tuchel gegen Manchester City hatten die deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger und Kai Havertz.
Sein erstes Champions-League-Tor war ein ganz besonderes: Kai Havertz

Sein erstes Champions-League-Tor war ein ganz besonderes: Kai Havertz

Foto: JOSE COELHO / AFP

Der FC Chelsea hat die Champions League der Saison 2020/21 gewonnen. Vor knapp 14.000 Zuschauern in Porto traf Kai Havertz beim 1:0 (1:0) gegen Manchester City für die Blues (42. Spielminute). Thomas Tuchel hat damit bei seinem zweiten Königsklassen-Finale als Trainer innerhalb von zehn Monaten seinen ersten Titel gewonnen.

Manchester City kam als englischer Meister nach Porto, Chelsea mit drei Niederlagen aus den vergangenen vier Spielen. Klarer Favorit war Manchester dennoch nicht, denn die letzten beiden Duelle hatte Chelsea gewonnen. Erst im FA-Cup-Halbfinale Mitte April und dann drei Wochen später in der Premier League.

Mit Rodri und Fernandinho ließ City-Coach Pep Guardiola seine defensiv stärksten Mittelfeldspieler außen vor und vertraute ganz auf spielstarke Akteure in der Zentrale. Chelsea agierte wie gewohnt mit drei Innenverteidigern. Bei Ballbesitz des Gegners rückten die Außenbahnspieler Ben Chilwell und Reece James nach hinten, sodass es defensiv eine Fünferkette wurde.

City hatte über weite Strecken der Partie mehr Ballbesitz, Chelsea war aber die bessere Mannschaft. Während Manchester bei aller spielerischer Klasse im Mittelfeld Probleme hatte, sich zu aussichtsreichen Chancen zu kombinieren, kam das Team von Tuchel vor allem über die Außen immer wieder zu Gelegenheiten.

Die ersten Chancen für Chelsea hatte zu Beginn Timo Werner. Aber erst traf der deutsche Nationalspieler nach Vorlage von Kai Havertz den Ball nicht richtig (8.), dann war sein Schuss aus knapp acht Metern zu unplatziert (12.). Auf der Gegenseite wurde Riyad Mahrez im letzten Moment von Ben Chilwell gestört (10.).

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Eine richtig gute Chance hatten die Citizens in Hälfte eins noch. Nach Vorarbeit von De Bruyne taucht Phil Foden sieben Meter vor dem Tor frei vor Edouard Mendy auf, wurde aber von Antonio Rüdiger gerade noch abgegrätscht (27.). Thiago Silva musste nach einem Foul von Ilkay Gündoğan vor der Pause verletzt raus (39.).

Das Spiel beruhigte sich in der Folge. Es sah nach einem 0:0 zur Pause aus, doch Chelsea ging in Führung. Mason Mount schickte Kai Havertz per Flachpass. Der ehemalige Leverkusener war von Oleksandr Zinchenko nicht zu halten und auch vor Ederson am Ball. Havertz umspielte Citys Torwart und vollendete ins leere Tor (42.).

Beide Teams kamen in gleicher Besetzung aus der Pause. Und auch das Bild auf dem Platz ähnelte dem der ersten Hälfte. City hatte viel Ballbesitz, aber keine Ideen, um Chelsea Defensive in Verlegenheit zu bringen.

Nach einer Stunde musste mit De Bruyne dann auch noch der kreativste Spieler des englischen Meisters verletzt ausgewechselt werden (60.). Sekunden danach forderte sein Team Handelfmeter. Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz ließ aber berechtigterweise weiterspielen.

Die große Ausgleichschance verhinderte dann Kapitän Cesar Azpilicueta, der nach einem Flachpass von Mahrez vor dem einschussbereiten Gündogan rettete (68.). Drei Minuten später vergab Christian Pulisic die Gelegenheit zur Entscheidung. Nach Vorarbeit von Havertz legte er den Ball aus sieben Metern am Tor vorbei. In der Schlussviertelstunde und den sieben Minuten Nachspielzeit ging Manchester mehr Risiko, was sich ganz spät fast bezahlt machte. Mahrez' Schuss ging knapp über das Tor (90.+7.).

svs
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