Champions League Leverkusen in der Zwischenrunde

Bayer Leverkusen hat sich bereits vor dem letzten Spieltag für die Zwischenrunde der Champions League qualifiziert. Der Vorjahresfinalist besiegte in der Gruppe F den direkten Konkurrenten Olympiakos Piräus.


Brasilianisches Traumduo in der Defensive: Bayer-Spieler Lucio und Juan bejubeln den Einzug in die CL-Zwischenrunde
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Brasilianisches Traumduo in der Defensive: Bayer-Spieler Lucio und Juan bejubeln den Einzug in die CL-Zwischenrunde

Leverkusen - Bayer Leverkusen gehört wieder zu den besten 16 Mannschaften in Europa. Durch ein 2:0 (1:0) gegen Olympiakos Piräus zog das Team von Trainer Klaus Toppmöller in die Zwischenrunde der Champions League ein und erreichte 167 Tage nach dem Finale von Glasgow gegen Real Madrid das erste Etappenziel. Der Brasilianer Juan erzielte vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern in der 14. Minute das Führungstor, Nationalspieler Bernd Schneider erhöhte in der 90. Minute per Foulelfmeter auf 2:0.

Juan markierte nach dem 2:1 gegen Haifa und dem 1:1 in der Bundesliga in Berlin sein drittes Tor im dritten Pflichtspiel hintereinander, schied allerdings in der 45. Minute mit einer Oberschenkelverletzung aus. Mit dem Sieg tilgte Bayer die 2:6-Schmach von Athen. Durch den Einzug in die zweite Gruppenphase sind dem Verein bereits zwölf Millionen Euro Einnahme in der Champions League gewiss.

Unter den Augen von DFB-Teamchef Rudi Völler war Bayer gegen den 31-maligen griechischen Meister über weite Strecken tonangebend. Nach der frühen Führung setzte Bayer gegen die defensiv eingestellten Griechen in der phasenweise harten Begegnung nicht nach. Allerdings verwehrte Schiedsrichter Alfredo Trentalange den Platzherren in der 36. Minute einen Elfmeter, als Hanno Balitsch von Dracena gefoult worden war.

In der zweiten Halbzeit spielte Leverkusen diszipliniert und konzentriert, hatte das Team um den französischen Welt- und Europameister Christian Karambeu gut im Griff und stand in der Abwehr solide. "Wir wussten, dass wir in dieser Saison nicht den Fußball der vergangenen Spielzeit bieten würden", so Toppmöller, "wir haben gegen Piräus gesehen, dass es nur über den Kampf geht." Allerdings vergaben Dimitar Berbatow in der 57. Minute mit einem Schuss ans Aluminium, Babic in der 58., Yildiray Bastürk in der 61. und Einwechselspieler Jan Simak in der 70. Minute die besten Torchancen. So musste Bayer unnötigerweise bis zum Schluss um den dritten Sieg in Folge in der Champions League zittern.


Bayer Leverkusen - Olympiakos Piräus 2:0 (1:0)
1:0 Juan (14.)
2:0 Schneider (90., Foulelfmeter)
Leverkusen: Butt - Zivkovic, Lucio, Juan (45. Ojigwe), Placente - Schneider, Balitsch, Babic - Bastürk - Berbatow (90. Brdaric), Neuville (62. Simak)
Piräus: Eleftheropoulos - Mavrogenidis, Anatolakis (46. Zetterberg), Antzas (63. Oforiquaye), Dracena, Venetidis - Patsatzoglou, Karembeu - Giannakopulos, Djordjevic - Chutos (24. Giovanni)
Schiedsrichter: Trentalange (Italien)
Zuschauer: 22.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Bastürk (3) - Antzas, Patsatzoglou, Mavrogenidis, Zetterberg, Giovanni, Dracena



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