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Champions League: Tore, die nicht Tore sind

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Champions League Málaga-Besitzer wittert Rassismus-Komplott

"Das ist Rassismus - eindeutig." Málagas Club-Besitzer Abdullah Bin Nasser al-Thani spekuliert nach der Champions-League-Pleite gegen Dortmund über eine Verschwörung gegen sein Team. Nun hofft er auf eine Untersuchung des Spiels durch die Uefa.

Hamburg - Die Wut über die Schlappe in Dortmund scheint groß zu sein - so groß, dass Abdullah Bin Nasser al-Thani, Präsident des spanischen Fußball-Erstligisten FC Málaga, abstruse Vorwürfe bemüht. Der Grund für die Champions-League-Niederlage seines Clubs gegen die Borussia sei rassistischer Natur. "Das hat mit Fußball nichts zu tun, das ist Rassismus - eindeutig", twitterte der Scheich aus Katar, nachdem sein Team im Viertelfinal-Rückspiel in der Nachspielzeit innerhalb von 70 Sekunden zwei Gegentore kassiert hatte (91. Minute/92.). Wer in seinen Augen rassistisch motiviert gehandelt haben soll, ließ der Scheich offen.

Grund zum Zorn hätte er. Den entscheidenden Treffer zum 3:2-Endstand hatte Felipe Santana aus einer Abseitsposition erzielt - allerdings hätte auch das zweite Tor der Spanier wegen Abseits nicht zählen dürfen.

Nach dem 0:0 aus dem Hinspiel hätte Málaga ein Unentschieden gereicht, um ins Halbfinale einzuziehen. Thani hofft nun auf Ermittlungen durch die Europäische Fußball-Union Uefa: "Ich hoffe, es kommt zu Untersuchungen, nachdem der spanische Club auf diese Art und Weise ausgeschieden ist." Er dankte seiner Mannschaft für das Auftreten auf der Champions-League-Bühne und ergänzte: "Es tut mir leid, so auszuscheiden. Das ist ungerecht."

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke rechnet indes nicht mit einem Protest des gegnerischen Clubs. "Ich habe die Verantwortlichen von Málaga als sehr fair erlebt. Ich halte einen Protest für ausgeschlossen", sagte Watzke im Interview mit Sky Sport News HD: "Wir sind verdient weitergekommen. Auch, wenn es am Ende sehr glücklich war."

Der Scheich hatte den Club im Mai 2010 für 25 Millionen Euro übernommen, ihn dann aber im August 2012 zum Aufkauf freigegeben und alle Geldflüsse eingestellt. Daraufhin konnte Málaga die Financial-Fair-Play-Regeln der Uefa nicht mehr erfüllen und wurde für die kommende Saison für die europäischen Wettbewerbe gesperrt.

psk/sid