Champions League City verliert zwei Keeper - Feldspieler hütet das Tor

Ein Torhüter verletzt, der andere sah Rot: Trainer Guardiola musste gegen Atalanta Bergamo Feldspieler Kyle Walker ins Tor stellen - mit Erfolg.

Rollentausch: Feldspieler Kyle Walker (r.) muss für Keeper Claudio Bravo ins Tor
Regan/Getty Images

Rollentausch: Feldspieler Kyle Walker (r.) muss für Keeper Claudio Bravo ins Tor


Atalanta Bergamo - Manchester City 1:1 (0:1)
Manchester City hat am vierten Spieltag der Gruppenphase der Champions League gegen Atalanta Bergamo einen Punkt mitgenommen. Das Team steht nun bei zehn Punkten und hat gute Chancen, ins Achtelfinale der Königsklasse einzuziehen.

Kurioser als das Ergebnis war der Spielverlauf: In der 81. Minute sah Manchesters Schlussmann Claudio Bravo nach einem Foul an Josip Ilicic die Rote Karte. Problematisch an der Szene war, dass Bravo erst zur Halbzeit eingewechselt worden war und den angeschlagenen Keeper Ederson ersetzen musste. Nun hatte Trainer Pep Guardiola keinen weiteren Torwart mehr auf der Bank und musste mit einem Feldspieler reagieren: Kyle Walker ging für die Schlussminuten ins Tor und blieb ohne Gegentreffer.

Feldspieler Kyle Walker parierte als Torhüter
Michael Regan/Getty Images

Feldspieler Kyle Walker parierte als Torhüter

Und so begann die Partie: Raheem Sterling bestrafte einen Ballverlust des Gegners in der Vorwärtsbewegung bereits in der 7. Minute - aus kurzer Distanz hatte er keine Probleme mehr. Es ist bereits der fünfte Champions-League-Treffer von Sterling, der bereits im Hinspiel drei Mal gegen Bergamo getroffen hatte. Die Mannschaft von Trainer Guardiola verpasste es danach, die Führung auszubauen und vergab in der 43. Minute einen Elfmeter - Gabriel Jesus verschoss. Nach der Halbzeit glich Mario Pasalic für Bergamo aus (49.).

City führt die Gruppe C an. Für Bergamo scheint die erste Saison in der Königsklasse dagegen früh zu enden - der Klub hat nur einen Punkt aus vier Spielen holen können.

Paris Saint-Germain - FC Brügge 1:0 (1:0)

Paris hat am vierten Spieltag der Gruppenphase gegen FC Brügge gewonnen und sich vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Der Klub steht bei der Maximalausbeute von zwölf Punkten. Der französische Meister ging durch Mauro Icardi (22.) früh in Führung. Im Anschluss bestimmten die Hausherren das Spiel. Zwar kreierte der belgische Vizemeister einige Offensivszenen, blieb dabei aber ungefährlich. In der 74. Minute vergab Mbaye Diagne einen Foulelfmeter und damit die größte Chance zum Ausgleich.

In der laufenden Champions-League-Saison musste PSG als einziges Team noch kein Gegentor hinnehmen.

Real Madrid - Galatasaray Istanbul 6 :0 (4:0)

Durch den Sieg gegen Galatasaray Istanbul hat Real Madrid den zweiten Sieg in der Königsklasse eingefahren und steht nun bei sieben Punkten hinter Gruppen-Tabellenführer PSG. Die Madrilenen lagen nach zwei Treffern des erst 18-jährigen Rodrygo schnell komfortabel in Führung. Mit seinem ersten Ballkontakt traf der Brasilianer nach einer Hereingabe von Marcelo (4.). Drei Minuten später schloss er auch den zweiten Angriff erfolgreich ab. Nach 14 Minuten das 3:0 durch Sergio Ramos: Der Kapitän traf per Lupfer bei einem Foulelfmeter. Danach erzielte Karim Benzema zwei Tore (45./81.). Kurz vor Abpfiff traf erneut Rodrygo mit seinem dritten Treffer.

Roter Stern Belgrad - Tottenham Hotspur 0:4 (0:1)

Der Vorjahresfinalist hat hinter seinem Gruppengegner FC Bayern ebenfalls gute Chancen, ins Achtelfinale einzuziehen. Den ersten Höhepunkt erlebte die Partie in Belgrad in der 34. Minute: Giovani Lo Celso brachte die Spurs mit seinem ersten Champions-League-Tor in Führung (34.). Son Heung-min erhöhte mit einem Doppelpack zum 3:0 (57./61.). Christian Eriksen (85.) sorgte für den Endstand.

Das Hinspiel hatten die Spurs bereits 5:0 gewonnen, die Engländer haben nach nun vier Spielen sieben Punkte. Belgrad ist Dritter der Gruppe B mit drei Punkten.

Lokomotive Moskau - Juventus Turin 1:2 (1:1)

Juventus Turin machte zeitgleich mit dem FC Bayern den Einzug ins Achtelfinale perfekt - dank des Ex-Münchners Douglas Costa. Juves erster Treffer fiel nach nur vier Minuten: Aaron Ramsey traf in Folge eines Torwartfehlers zur Turiner Führung. Moskaus Keeper Guilherme ließ einen Freistoß von Cristiano Ronaldo durch die Beine rutschen, auf der Linie staubte dann Ramsey ab (4.).

Lange hielt die Führung nicht, nach einer Flanke von der linken Seite köpfte Aleksei Miranchuk den Ball an den rechten Innenpfosten, von dort sprang der Ball zurück ins Feld und der Angreifer traf im zweiten Versuch per Abstauber zum Ausgleich (12.).

Moskau kam anschließend zu guten Möglichkeiten, die beste vergab Miranchuk aus wenigen Metern per Kopfball (21.). Am Ende war es dann Douglas Costa, der nach einem starken Dribbling und einem Doppelpass mit Higuaín das späte 2:1 schoss (90.).

Weitere Ergebnisse:
Dinamo Zagreb - Schachtjor Donezk 3:3 (1:1)

mjm/ptz



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