Champions League Man City zittert sich bei Atlético ins Halbfinale

Das war ein schweres Stück Arbeit: Bei Atlético Madrid hat die Elf von Pep Guardiola die Hinspielführung mit größter Mühe verteidigt. Liverpool tat sich gegen Benfica leichter – trotz dreier Gegentore.
City-Profi John Stones (l): Stark verteidigt

City-Profi John Stones (l): Stark verteidigt

Foto: JUAN MEDINA / REUTERS

Das Halbfinale der Champions League ist perfekt. Am Abend zogen Manchester City und der FC Liverpool in die Runde der letzten vier Teams ein. Dort trifft City auf Real Madrid, Liverpool bekommt es mit den Bayern-Bezwingern aus Villarreal zu tun. Die Halbfinals werden am 26./27. April sowie 3./4. Mai ausgetragen.

Manchester setzte sich bei Atlético Madrid mit großer Mühe durch. Nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel genügte dem englischen Meister ein 0:0 zum Weiterkommen. Dabei kontrollierten die Gäste die ersten 45 Minuten, das Motto: Wenn wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor schießen. Das gelingt City meist sehr gut, in keinem der vier K.-o.-Spiele im Wettbewerb hat es ein Tor kassiert, und im Hinspiel war Atlético sogar kein einziger Schuss gelungen.

Nach der Pause aber kippte die Partie. Erst schoss Antoine Griezmann zweimal am Tor vorbei (47., 57.), auch Rodrigo de Paul fehlte bei seinem Versuch nicht viel (70.). Die Abwehr des Teams von Pep Guardiola wackelte bedenklich, kurz vor Schluss wurde ein Schuss von Matheus Cunha im letzten Moment geblockt, das 1:0, das zur Verlängerung geführt hätte, es schien da ganz nah.

Torchance in Minute 90.+13

Selbst in Unterzahl – Verteidiger Felipe wurde nach Ablauf der regulären Spielzeit des Feldes verwiesen (90.+3) – drängte Atlético aufs 1:0, in der 13. Minute der Nachspielzeit (!) bot sich Ángel Correa die Gelegenheit dazu, doch er kam mit seinem Schuss nicht an Torwart Ederson vorbei.

City selbst wurde in Hälfte zwei kaum gefährlich. Eine einzige Chance erspielte sich das Team nach der Pause, und das in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Da scheiterte İlkay Gündoğan an Atlético-Keeper Jan Oblak.

Gündoğan, der City als Kapitän anführte, kam schon in Hälfte eins als einziger Manchester-Profi zu einer echten Chance, traf aber aus rund sieben Metern den Pfosten (30.). Dass es fürs Weiterkommen eine Abwehrschlacht brauchen würde, war da noch nicht abzusehen gewesen.

Liverpool bot gegen Außenseiter Benfica eine B-Elf auf: Aus jener Mannschaft, die am vergangenen Sonntag in der Premier League 2:2 bei Man City gespielt hatte, blieben bloß noch vier Spieler übrig. Trainer Jürgen Klopp hatte wohl das anstehende FA-Cup-Halbfinale am Samstag im Hinterkopf, erneut heißt der Gegner dort Man City.

Mit dem B-Team ein Viertelfinale zu spielen, diesen Luxus leistete sich Klopp aufgrund des 3:1-Siegs im Hinspiel. Und das rächte sich nicht, trotz dreier Gegentreffer. Der ehemalige Leipziger Ibrahima Konaté köpfte nach einer Ecke das 1:0, dann hatte Roberto Firmino seinen Auftritt.

Nach doppelt unsauberer Klärung in der Benfica-Defensive traf der Brasilianer erst zum 2:1, nach einem Freistoß erhöhte der Angreifer dann auf 3:1 in einem seiner seltenen Startelfeinsätze – seinen Platz in der A-Elf hat der 30-Jährige verloren.

Die neuformierte Liverpooler Abwehr ließ aber auch einige Chancen zu. Gonçalo Ramos nutze eine nach einem Ballverlust von Liverpools Routinier James Milner (32.). Der eingewechselte Roman Yaremchuk (73.) sowie Darwin Núñez (81.) sorgten dann für das Remis.

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