Champions League Kovač verpasst die Königsklasse mit Monaco nach kuriosem Eigentor

Die AS Monaco hatte bereits 2:0 gegen Donezk geführt, doch ein Slapstick-Eigentor in der Verlängerung besiegelte das Aus für die Champions League. Es ist der zweite Rückschlag für den ehemaligen Bayern-Trainer.
Monacos Trainer Niko Kovač

Monacos Trainer Niko Kovač

Foto: ERIC GAILLARD / REUTERS

Niko Kovač hat mit der AS Monaco die Gruppenphase der Champions League verpasst. Der französische Erstligist kam in der Qualifikation im Playoff-Rückspiel bei Schachtjor Donezk trotz 2:0-Führung zur Halbzeit nur zu einem 2:2 nach Verlängerung.

Die AS hatte das Hinspiel in Monaco 0:1 verloren. In der Ukraine brachte der französische Nationalstürmer Wissam Ben Yedder Monaco mit einem Doppelpack (18./39. Minute) früh auf Kurs. In der zweiten Hälfte gelang Marlos der Anschluss (74.). Da seit der laufenden Saison in den europäischen Vereinswettbewerben die Auswärtstor-Regel nicht mehr angewendet wird – und Kevin Volland in der 90. Minute aus kürzester Distanz vergab – ging die Partie beim Stand von 2:1 für Monaco in die Verlängerung.

Es passte zum Verlauf dieser Partie, dass ein kurioses Eigentor das Aus von Monaco besiegelte: In der 114. Spielminute sprang Ruben Aguilar bei einem Donezk-Angriff der Ball so unglücklich an die Fußspitze, dass der Ball über den vom FC Bayern ausgeliehenen Keeper Alexander Nübel hinaus ins Tor fiel.

»Die Arbeit eines Jahres weggeschmissen«

»Das war so unnötig. Wir haben die Arbeit eines ganzen Jahres leichtfertig weggeschmissen«, sagte im Anschluss Monacos Youssouf Fofana. Aus der Spielweise seines Teams aber wollte der Mittelfeldspieler auch Positives ableiten: »Wir haben das echte Monaco gezeigt. Es ist ein gutes Zeichen für die weitere Saison.« Kovač befand ebenfalls: »Wir haben einen guten Kader und gesehen, dass wir sehr gut Fußball spielen können.«

Für den ehemaligen Bayern-Trainer Kovač ist das Verpassen der Gruppenphase nach dem Fehlstart in der heimischen Liga die nächste Enttäuschung. In der Ligue 1 ist der Dritte der vergangenen Spielzeit nach drei Spieltagen mit einem Punkt Vorletzter.

Moldaus Meister ist dabei

Die große Überraschung in der Gruppenphase ist Sheriff Tiraspol. Der Fußballmeister der Republik Moldau hatte Dinamo Zagreb bereits 3:0 im Hinspiel geschlagen – und ist am Mittwoch mit dem 0:0 im Rückspiel weitergekommen.

Die Gruppenphase der Königsklasse des europäischen Fußballs erreichte zudem RB Salzburg. Der österreichische Meister gewann nach einem 2:1 im Hinspiel in Salzburg auch bei Bröndby Kopenhagen 2:1 (0:2). Alle Ergebnisse aus der Qualifikation zu Champions League finden Sie im SPIEGEL-Livecenter.

Die Auslosung zur Gruppenphase findet am Abend statt (18 Uhr).

sak/sid/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.