Champions-League-Qualifikation Ajax weiter, Celtic und Fenerbahce gescheitert

Ajax Amsterdam ist knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt: Ein Remis im Rückspiel der Champions-League-Qualifiktion reichte den Niederländern in Saloniki zum Weiterkommen. Ausgeschieden sind hingegen Celtic Glasgow und Fenerbahce Istanbul. Die Türken verloren daheim sensationell gegen Bern.

Ajax-Angreifer Suárez: Erst gezittert, dann gejubelt
AP

Ajax-Angreifer Suárez: Erst gezittert, dann gejubelt


Hamburg - Ajax Amsterdam darf weiter von der Teilnahme an der Champions League träumen: Die Niederländer erreichten im Rückspiel der dritten Qualifikations-Runde zur Königsklasse ein 3:3 (0:1)-Unentschieden beim griechischen Club Paok Saloniki und stehen damit in der Playoff-Runde. Im Hinspiel in Amsterdam hatten sich beide Teams 1:1 getrennt.

Dabei hatte das Spiel für die Niederländer gar nicht gut begonnen. Adelino Vieirinha brachte Saloniki in der 16. Minute in Führung, was das Aus für Ajax bedeutet hätte. Nach der Pause drehten Luis Suárez (48.), Siem de Jong (50.) und Rasmus Lindgren (55.) die Partie binnen sieben Minuten zu Gunsten von Amsterdam.

Anschließend musste der niederländische Rekordmeister aber nochmals ums Weiterkommen zittern. Zunächst verkürzte Dimitrios Salpingidis (56.), dann traf Vladimir Ivic in der Schlussminute zum Ausgleich für die Griechen (90.). Die Überraschung blieb jedoch aus, Ajax rettete das Remis über die Zeit und steht in der nächsten Runde.

Celtic Glasgow und Fenerbahce Istanbul raus

Ausgeschieden sind dagegen zwei andere große Namen des europäischen Fußballs: Celtic Glasgow und Fenerbahce Istanbul. Die Schotten siegten zwar vor heimischer Kulisse durch Tore von Gary Hooper (52.) und Efrain Juarez (79.) gegen Sporting Braga 2:1 (Paulo César hatte die Portugiesen in der 20. Minute in Führung gebracht); nach der heftigen 0:3-Niederlage im Hinspiel war dieser Sieg jedoch zu wenig für den schottischen Traditionsclub.

Weit überraschender kam da das Aus von Fenerbahce. Die Istanbuler, die im Hinspiel bei den Young Boys Bern ein 2:2-Unentschieden erreicht hatten, unterlagen den Schweizern im eigenen Stadion 0:1 (0:1). Henri Bienvenu sorgte in der 40. Minute für das Tor des Tages und zerstörte damit die Hoffnungen der Türken auf eine Teilnahme an der Champions League.

Zweiter Schweizer Club in den Playoffs ist der vom ehemaligen Bayern-Profi Thorsten Fink trainierte FC Basel, der den ungarischen Meister VSC Debrecen vor heimischer Kulisse 3:1 (1:0) bezwang. Cagdas Atan (26.), Scott Chipperfield (59.) und Xherdan Shaqiri (64.) sorgten für eine beruhigende Führung Basels, Adamo Coulibaly konnte für die Gäste, die das Hinspiel 0:2 verloren hatten, nur noch den Anschlusstreffer markieren (74.).

Werder Bremen greift ein

Ebenfalls problemlos erreichte der vom ehemaligen Bundesliga-Coach Huub Stevens trainierte Club RB Salzburg die nächste Runde. Nach dem 1:1 im Hinspiel bei Omonia Nikosia siegten die Österreicher im Rückspiel 4:1 (3:0). Dusan Svento (21.) zweimal Franz Schiemer (37./40.) und Joaquin Boghossian (58.) schossen Salzburg 4:0 in Führung, Hernan Rengifo (90.) erzielte den Ehrentreffer für die Griechen.

Die Sieger der dritten Runde stehen in der Playoff-Runde, in der auch Werder Bremen ins Geschehen eingreift. Die Partien dafür werden am Freitag, 6. August, im schweizerischen Nyon ausgelost. Die Begegnungen finden am 17./18. und 24./25. August statt. Die Sieger qualifizieren sich für die Gruppenphase der Champions League, die am 14./15. September beginnt und für die Bayern München und Schalke 04 bereits qualifiziert sind.

ham



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philippmatth 05.08.2010
1. Korrektur
Nicosia liegt auf Zypern ...
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