Champions-League-Qualifikation Bremen stolpert in Basel

Der SV Werder Bremen konnte bei seinem ersten Auftritt in der Champions League nicht überzeugen. Beim FC Basel gab es für die Norddeutschen in der dritten Qualifikationsrunde eine knappe Niederlage. Miroslav Klose sorgte mit einem Auswärtstreffer zumindest für Schadensbegrenzung.


Kleber (h.) gegen Klose: Ein Tor des Nationalstürmers reichte nicht
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Kleber (h.) gegen Klose: Ein Tor des Nationalstürmers reichte nicht

Basel - Der Nationalspieler verschaffte dem Bundesliga-Tabellenführer mit seinem Anschlusstreffer in der 73. Minute bei der schmeichelhaften 1:2 (0:1)-Niederlage beim Schweizer Meister FC Basel noch eine halbwegs passable Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen.

"Sicherlich hat uns das Tor die Tür wieder geöffnet. Aber es ist genau das eingetreten, was ich gesagt habe: Basel ist eine sehr starke Mannschaft. Wir sind erst sehr spät ins Spiel gekommen. Wir haben uns nicht behauptet und sind zu spät in die Zweikämpfe gekommen. Und zwar nicht nur in der Defensive, sondern auch in der Offensive. Wir haben nur reagiert", kritisierte Werders Trainer Thomas Schaaf nach dem Spiel.

Vor 28.101 Zuschauern im fast ausverkauften St.-Jakob-Park fanden die Bremer lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel. Die Abwehr war anfällig, das Mittelfeld überlastet und die beiden Sturmspitzen konnten sich nie entscheidend durchsetzen. "Zu dieser Zeit war ich enttäuscht und sauer über unsere Mannschaft, weil sie es besser kann. Da hat sie alles vermissen lassen, was Fußball ausmacht", kritisierte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs.

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Champions League : Kritischer Coach und fliegender Fußballer

Über 60 Minuten hatte es nach einem Debakel für die Elf von Schaaf ausgesehen. Die Platzherren beherrschten bis weit in die zweite Halbzeit hinein fast durchweg Ball und Gegner und führten durch Tore von David Degen aus der 28. sowie Julio Rossi in der 52. Minute völlig verdient mit 2:0.

Reinke sauer auf seine Vorderleute

Mehrfach verpasste das Team von Coach Christian Gross in dieser Phase einen dritten oder vierten Treffer, der für die Hanseaten wohl das vorzeitige Aus bedeutet hätte. Durch Kloses Drehschuss gehen die Werderaner mit realistischen Chancen in das Rückspiel am 24. August im Weserstadion.

Erst nach dem Anschlusstreffer agierten die Bremer zielstrebiger und gestatteten den Gastgebern nur noch wenige erfolgversprechende Angriffe. Zudem machte sich in der Schlussphase das hohe Anfangstempo des FC Basel bemerkbar. Am Ende hätte Klasnic beinahe noch das 2:2 erzielt, doch Basels-Torhüter Pascal Zuberbühler konnte den Kopfball des Kroaten von der Linie kratzen.

Werders Torhüter Andreas Reinke war von der Leistung seiner Abwehr gar nicht begeistert: "Wenn wir so in die Zweikämpfe gehen, werden wir in Zukunft nicht viel gewinnen." Torsten Frings versuchte trotz der Niederlage, dem Spiel etwas Positives abzugewinnen: "Wir wollten ein Tor schießen, das haben wir geschafft. Allerdings wollten wir keine zwei Treffer kassieren", so der Neuzugang vom FC Bayern.

FC Basel - Werder Bremen 2:1 (1:0)
1:0 Degen (28.)
2:0 Rossi (52.)
2:1 Klose (73.)
Basel: Zuberbühler - Zanni, Quennoz, Smiljanic, Kleber - Ba - Degen, Delgado (65. Ergic), Chipperfield (46. Rossi) - Petric, Sterjovski (71. Baykal). - Trainer: Gross
Bremen: Reinke - Davala (65. Owomoyela), Pasanen, Naldo, van Damme (46. Schulz) - Vranjes - Frings, Borowski - Micoud - Klose, Klasnic. - Trainer: Schaaf
Schiedsrichter: Allaerts (Belgien)
Zuschauer: 28.101
Gelbe Karten: Quennoz / Davala, van Damme

Weitere Ergebnisse der Qualifikationsspiele vom Mittwoch:
Malmö FF - FC Thun 0:1 (0:1)
Bröndby Kopenhagen - Ajax Amsterdam 2:2 (1:1)
Artmedia Bratislava - Partizan Belgrad 0:0
Schachtjor Donezk - Inter Mailand 0:2 (0:0)
Steaua Bukarest - Rosenborg Trondheim 1:1 (1:0)
RSC Anderlecht - Slavia Prag 2:1 (2:1)
ZSKA Sofia - FC Liverpool 1:3 (1:2)
Rapid Wien - Lokomotive Moskau 1:1 (0:1)
Sporting Lissabon - Udinese Calcio 0:1 (0:1)



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