Champions-League-Qualifikation Manchester dreht Spiel gegen Brügge

Manchester United hat den FC Brügge geschlagen und damit beste Chancen auf die Champions League. Bastian Schweinsteiger kam zur zweiten Halbzeit. Sporting besiegte ZSKA Moskau, steht aber weiter unter Druck.

Matchwinner Depay (R.): zwei Tore und eine Vorlage gegen Brügge.
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Matchwinner Depay (R.): zwei Tore und eine Vorlage gegen Brügge.


Manchester United hat in der Champions-League-Qualifikation 3:1 (2:1) gegen den FC Brügge gewonnen und steht damit vor dem Einzug in die Gruppenphase. Auch Sporting Lissabon war siegreich, steht nach dem 2:1 (1:1) über ZSKA Moskau aber weiter unter Druck. BATE Baryssau setzte sich erst in Überzahl gegen Partizan Belgrad durch. Nach torloser erster Halbzeit gewannen die Weißrussen 1:0. Und Neuling FK Astana hat einen Überraschungssieg geschafft. Der kasachische Meister schlug APOEL Nikosia 1:0 (1:0). Der erste Abend der Champions-League-Playoffs im Überblick.

Manchester United - FC Brügge 3:1 (2:1)

Der Weg zurück in die Champions League startete für Manchester United mit einem frühen Rückschlag. Einen Freistoß von Brügges Víctor Vázquez aus dem Halbfeld fälschte Adnan Januzaj zunächst nur leicht ab, dann lenkte Michael Carrick den Ball unhaltbar ins eigene Tor (8. Minute). Aber der englische Rekordmeister reagierte schnell. Memphis Depay, Zugang vom PSV Eindhoven, glich nur fünf Minuten nach dem Rückstand aus. Mit einem starken Schuss von der Strafraumkante brachte der Niederländer noch vor der Pause die Führung für Manchester (43.).

In der zweiten Halbzeit gab Bastian Schweinsteiger sein Champions-League-Debüt für Manchester. Im Mittelpunkt stand aber weiter Depay. Nach einem traumhaften Angriff über rechts und starker Ablage von Wayne Rooney verpasste der 21-Jährige seinen dritten Treffer (63.). Brügge blieb weitestgehend ungefährlich und spielte die letzten zehn Minuten zudem in Unterzahl. Nach einem unnötigen Foul sah Brandon Mechele Gelb-Rot (80.). Manchester nutzte das. Nach Depays starker Flanke sorgte Marouane Fellaini für den 3:1-Endstand und damit für eine gute Ausgangslage vor dem Rückspiel.

Sporting Lissabon - ZSKA Moskau 2:1 (1:1)

In der vergangenen Saison scheiterten Sporting und ZSKA in der Gruppenphase, in diesem Jahr wird eins der Teams gar nicht dabei sein. Lissabon begann stärker und ging in der 12. Minute verdient in Führung: Fredy Montero legte im Strafraum quer, Teófilo Guitiérrez stolperte den Ball zum 1:0 ins Tor (12.). Rui Patricio rettete seinem Team anschließend die Führung, als er den schwachen Foulelfmeter von Seydou Doumbia parierte (27.). Noch vor der Pause machte der Ivorer seinen Fehler aber wieder wett. Ein gutes Zuspiel von Roman Eremenko schloss Doumbia zum Ausgleich ab (40.), nachdem er Patricio umkurvt hatte.

In der zweiten Halbzeit hatte Sporting zunächst Pech. Nach einem klaren Handspiel von Moskaus Innenverteidiger Sergey Ignashevich im eigenen Strafraum blieb der Elfmeterpfiff aus (72.). Aber Lissabon schlug zurück. Zehn Minuten später erzielte Islam Slimani den entscheidenden Treffer zum 2:1. Vor dem Rückspiel am nächsten Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker Spiegel ONLINE) hat Lissabon nun die bessere Ausgangslage, steht durch Moskaus Auswärtstor aber weiter unter Druck. ZSKA muss nachlegen, um sich zum dritten Mal in Folge für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren.

BATE Baryssau - Partizan Belgrad 1:0 (0:0)

In Baryssau empfing der Meister Weißrusslands den Meister Serbiens. Die Gastgeber dominierten das Spiel, konnten diese Überlegenheit aber lange nicht nutzen. In der zweiten Hälfte spielten die Gastgeber in Überzahl. Partizans Marko Jevtovic hatte unmittelbar vor dem Pausenpfiff wegen eines Fouls an der Mittellinie Gelb-Rot gesehen. Trotzdem tat sich BATE weiter schwer. Erst ein Eckstoß brachte die erlösende Führung. Mikhail Gordeichuk köpfte in der 75. Minute zum 1:0 ein. Baryssau hat sich dadurch eine gute Ausgangslage erspielt.

FK Astana - APOEL Nikosia 1:0 (1:0)

Der kasachische Meister FK Astana ging auf dem heimischen Kunstrasen gegen den vierfachen Champions-League-Teilnehmer APOEL Nikosia als Außenseiter in die Partie. Aber Bauyrschan Dscholtschijew sorgte mit seinem starken Kopfball in der 14. Minute für die überraschende Führung der Gastgeber. Kurz zuvor hätte APOEL einen Elfmeter bekommen müssen. In der zweiten Halbzeit verpassten beide Teams gute Tormöglichkeiten, vor allem Nikosia ging zu fahrlässig mit seinen Chancen zum Ausgleich um. Sollte Astana den knappen Vorsprung im Rückspiel auf Zypern halten, wäre es der erste kasachische Klub, der die Gruppenphase der Champions League erreicht.

aev



insgesamt 14 Beiträge
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Dunkeltroll 19.08.2015
1. FK Astana?
Die Spinnen doch die UEFA, würde Obelix sagen. Was hat denn ein Zentralasiatischer Verein in Europa verloren? Usbekistan, Afghanistan und Pakistan sollten dann auch spielen dürfen und der VFL-Peking unbedngt auch. So lächerlich dieser ganze Kommerz.
Chopsui 19.08.2015
2. #1
Ein kleiner Teil von Kasachstan wird Osteuropa zugerechnet. Höchstwahrscheinlich der Teil in dem auch Astana liegt.
stern4 19.08.2015
3.
Wahrscheinlich ähnlich wie bei der Türkei, teils Asien und teils Europa.
derpolokolop 19.08.2015
4. Wenn wir wissen dass es um ein Manchester Club geht...
reicht es dann auch wenn man an stelle "Manchester" - "United" schreibt. City Fans wäre dankbar. Das ist genauso als ob man "München" anstatt "die Bayern" oder "1860" schreibt.
Ihr5spieltjetzt4gegen2 19.08.2015
5. #1,#2
Der Teil Kasachstans, der zu Europa gehört, ist absolut und relativ (ca. 5% des Gesamtstaatsgebietes) größer als der Teil der Türkei, der absolut und relativ (ca. 3% des Gesamtstaatsgebietes) zu Europa gehört. Die Türkei gehört der 1954 gegründeten UEFA seit 1962 an. Kasachstan hatte nach der Staatsgründung und der Gründung eines eigenen Fußballverbandes die Möglichkeit sich dem asiatischen oder dem europäischen Fußballverband anzuschließen. Man votierte für die UEFA und wurde von dieser als Mitglied aufgenommen. Was der Türkei recht war, durfte Kasachstan also durchaus billig sein. Astana liegt übrigens in Zentralasien. Der größere Teil des Staatsgebietes Russlands liegt übrigens auch in Asien (75%). Es gibt Länder, deren Staatsgebiete überhaupt nicht in Europa liegen und die dennoch UEFA-Mitglieder sind; z.B. Aserbeidschan oder Armenien.
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