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RB Leipzig in der Champions League: Erster Dreier in der Königsklasse

Foto: HANNIBAL HANSCHKE/ REUTERS

Leipzigs Sieg gegen Porto Wieder Spektakel

Historisch! Leipzig hat erstmals ein Champions-League-Spiel gewonnen. Der 3:2-Sieg gegen Porto ähnelte dem Erfolg bei Borussia Dortmund - dabei wollte der RB-Coach gerade das vermeiden.

Die große Lüge: "Es wird kein Spektakel wie am Samstag beim BVB geben", hatte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl im Vorfeld der Partie gegen den FC Porto gesagt. Spätestens nach 44 Minuten war offensichtlich, dass der 50-Jährige mit dieser Aussage danebenlag. Zu diesem Zeitpunkt hatten RB und Porto zusammen bereits fünf Tore erzielt.

Das Ergebnis: Leipzig besiegt Porto in einer spannenden und hochklassigen Partie 3:2 (3:2) und feiert den ersten Sieg im Europapokal. Hier geht's zum Spielbericht.

Rekordhalter auf der Bank: Eine Überraschung gab es bereits vor dem Anpfiff: Portos Trainer Sérgio Conceição entschied sich in seiner Startelf gegen Keeper Iker Casillas. Statt des Spielers mit den meisten Europapokal-Einsätzen (177) absolvierte der 24-Jährige José Sá sein zweites Pflichtspiel in dieser Saison - eine unglückliche Entscheidung, wie sich nach wenigen Minuten herausstellte.

Die erste Hälfte: Begann mit dem Leipziger Führungstreffer durch Willi Orban (8. Minute) - begünstigt durch einen Fehler von Sá, der den Ball nach vorne abprallen ließ. Orban erzielte aus abseitsverdächtiger Position das 1:0 für den Gastgeber. Vincent Aboubakar traf wenig später völlig überraschend zum unverdienten Ausgleich (18.). Leipzig belohnte sich für starke erste 45 Minuten mit weiteren Toren von Emil Forsberg (38.) und Jean-Kévin Augustin (40.), verpasste es aber, mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit zu gehen: Iván Marcano erzielte den Anschlusstreffer (44.).

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Die zweite Hälfte: War nicht mehr ganz so spektakulär, aber weiterhin auf einem guten fußballerischen Niveau. Sá war nach einem Abschluss von Bruma bereits geschlagen, doch Marcano klärte den Ball kurz vor der Torlinie (61). Augustin schoss nach einer starken Einzelleistung nur knapp drüber (73.), Yussuf Poulsen scheiterte an Sá (90.+2).

Das Comeback: Timo Werner war zuletzt beim 0:2 gegen Besiktas Istanbul eingesetzt worden, danach fiel der 21-Jährige aufgrund einer Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur aus. Nachdem er beim BVB noch 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte, bekam er gegen Porto 15 Minuten Einsatzzeit. In dieser Viertelstunde sorgte er in der Offensive für Entlastung - nicht mehr, nicht weniger.

Ausblick: Hasenhüttl dürfte sich angesichts der zahlreichen kommenden englischen Wochen sehr über die Rückkehr von Werner freuen. Gegen Porto waren einigen Spielern die Strapazen des Spiels in Dortmund in der zweiten Hälfte deutlich anzumerken. Um in allen drei Wettbewerben zu überwintern, ist Rotation unumgänglich - und auch das nächste Spektakel kommt bestimmt.

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RB Leipzig - FC Porto 3:2 (3:2)
1:0 Orban (8.)
1:1 Aboubakar (18.)
2:1 Forsberg (38.)
3:1 Augustin (40.)
3:2 Marcano (44.)
Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg - Kampl, Keita - Forsberg (90.+1 Bernardo), Bruma (75. Werner) - Sabitzer, Augustin (76. Poulsen)
Porto: José Sá - Layún, Felipe, Marcano, Alex Telles - Danilo Pereira, Sérgio Oliveira (58. Oliver Torres) - Marega, Herrera (81. Hernâni), Brahimi (76. Corona) - Aboubakar
Schiedsrichter: Tagliavento (Italien)
Gelbe Karten: Orban - Brahimi, Sergio Oliveira
Zuschauer: 41.496

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