Champions League Leipzig schlägt Real Madrid nach furioser Anfangsphase – Juventus ausgeschieden

RB Leipzig ist nach einem 3:2 gegen Real Madrid weiter gut im Rennen ums Achtelfinale der Champions League. Juventus traf drei Mal bei Benfica, schied aber trotzdem aus. PSG erzielte sieben Tore.
Leipziger Jubel: Christopher Nkunku (l.) und Dominik Szoboszlai

Leipziger Jubel: Christopher Nkunku (l.) und Dominik Szoboszlai

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Hendrik Schmidt / dpa

Bundesligist RB Leipzig hat nach einem Blitzstart 3:2 (2:1) gegen Real Madrid gewonnen und damit gute Chancen aufs Achtelfinale der Champions League. Im Parallelspiel der Gruppe F trennten sich Celtic Glasgow und Schachtar Donezk 1:1 (1:0). Damit reicht Leipzig kommende Woche beim letzten Gruppenspiel gegen Donezk ein Unentschieden.

Ausgeschieden ist dagegen Juventus durch ein 3:4 (1:3) bei Benfica Lissabon, das sich damit ebenso für die nächste Runde qualifiziert hat wie der französische Meister Paris Saint-Germain, der Maccabi Haifa 7:2 (4:1) abschoss.

Eine Runde weiter ist der FC Chelsea, der 2:1 (1:0) bei RB Salzburg gewann. Dabei schoss der deutsche Nationalspieler Kai Havertz ein Traumtor.

Für Real Madrid stand nicht mehr viel auf dem Spiel, die Spanier waren schon vor dem Spiel so gut wie sicher im Achtelfinale. Deshalb rotierte Trainer Carlo Ancelotti viel, unter anderem waren die angeschlagenen Stammspieler Karim Benzema, Luka Modrić und Federico Valverde gar nicht mit nach Leipzig gereist. Dass der spanische Meister in dieser Formation nicht eingespielt war, merkte man der Mannschaft am Anfang an. Leipzig kam bereits in der ersten Minute zum ersten Mal in den Real-Strafraum, doch Keeper Thibaut Courtois konnte retten. Kurze Zeit später war der belgische Torhüter dann machtlos: Erst parierte er nach einer Ecke noch einen Kopfball von André Silva, dann kam aber Joško Gvardiol an den Ball und brachte Leipzig 1:0 in Führung (13. Minute).

Auch danach blieb der Bundesligist die aktivere Mannschaft und schnürte Real hinten ein. Zunächst traf Christopher Nkunku nur das Außennetz, zwei Minuten später fiel ihm der Ball im Strafraum vor die Füße und der Franzose nutzte die Chance (18.). Danach wachte Real auf. Erst scheiterte Rodrygo noch an Leipzig-Keeper Janis Blaswich (35.), kurz vor dem Pausenpfiff köpfte dann Vinícius Júnior den Anschlusstreffer (44.).

In der zweiten Halbzeit verlegte sich Leipzig aufs Kontern – und sorgte so kurz vor Schluss für die Vorentscheidung. Der eingewechselte Timo Werner schob nach Vorarbeit von Mohamed Simakan ein (81.). Rodrygo gelang nach Foul von Nkunku per Elfmeter nur noch der Anschluss (90.+4).

Real Madrid steht trotz der Pleite mit zehn Punkten sicher im Achtelfinale. Auf Rang zwei der Gruppe F liegt Leipzig (9), Donezk ist Dritter (6). Celtic hat mit zwei Punkten keine Chance mehr auf ein Weiterkommen.

Lange passierte wenig, sowohl Celtic als auch Donezk taten sich in der Offensive schwer. Georgios Giakoumakis brachte die Schotten dann mit der ersten richtigen Möglichkeit des Spiels in Führung, als er einen Abpraller aus kurzer Distanz einschob (35.).

Nach dem Rückstand fand aber auch Donezk besser ins Spiel – und kam per Traumtor zum Ausgleich. Mykhaylo Mudryk sprintete an der Mittellinie los, zog aus rund 16 Metern ab und brachte den Ball unter der Latte unter (58.). Damit bleibt Donezk im Rennen ums Achtelfinale.

Juventus ist endgültig aus der Champions League ausgeschieden. Bei Benfica fanden die Turiner gar nicht ins Spiel und wirkten verunsichert. Nach einer Ecke ging Lissabon durch einen Kopfball von Antonio Silva früh in Führung (17.). Das Spiel wurde hektisch. Zunächst stocherte Dušan Vlahović den Ball nach einer Ecke über die Linie und erzielte so den etwas überraschenden Ausgleich (21.). Nur sieben Minuten später schlug aber erneut Benfica zu. Juan Cuadrado spielte den Ball im Strafraum mit der Hand, João Mário verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (28.).

Danach dominierte die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt, Rafa erzielte das 3:1 für Benfica (35.). In der zweiten Halbzeit kassierte Juventus dann durch Rafa sogar das 1:4 (50.), wehrte sich aber gegen die hohe Niederlage. Arkadiusz Milik brachte die Italiener auf 2:4 ran (77.), der Ex-Schalker Weston McKennie erzielte dann sogar das 3:4 (79.). Juventus stemmte sich gegen die Pleite, konnte sie aber trotz der Aufholjagd nicht verhindern.

Benfica liegt nach dem Sieg mit elf Punkten auf Rang zwei der Gruppe H hinter dem punktgleichen Paris Saint-Germain und hat das Achtelfinale sicher. Juventus steht mit nur drei Punkten auf Rang drei, gefolgt von Maccabi Haifa (3).

Paris ließ gegen Maccabi Haifa von Anfang an keine Zweifel aufkommen und konnte sich voll auf sein Sturmtrio verlassen.Lionel Messi brachte den französischen Meister per Außenristschuss in Führung (19.), Kylian Mbappé legte schnell das 2:0 nach (31.). Noch in der ersten Halbzeit traf mit Neymar auch noch der dritte PSG-Sturmstar (35.). Das Spiel war früh entschieden.

Daran änderte auch das 1:3 durch Haifas Abdoulaye Seck nichts (38.) – auch, weil Messi in der ersten Halbzeit noch einen zweiten Treffer nachlegte (44.).

In der zweiten Halbzeit gelang erneut Seck per Kopf das 2:4 (50.), ehe Mbappé für die spielfreudigen Pariser den nächsten Treffer erzielte (64.). Das 2:6 aus Sicht von Haifa fiel durch ein Eigentor von Sean Goldberg (67.). Den Schlusspunkt zum 7:2 setzte Carlos Soler (84.).

Durch den erwarteten Sieg steht Paris im Achtelfinale der Champions League.

Dinamo Zagreb hielt lange gut dagegen und stellte die AC Mailand vor einige Probleme. Zwar hatten die Italiener einige kleinere Chancen, es dauerte aber bis zur 39. Minute, ehe dem Favoriten die Führung gelang. Nach einem Freistoß setzte sich Verteidiger Matteo Gabbia durch und erzielte per Kopf das 1:0 (39.).

Danach war der Widerstand der Kroaten etwas gebrochen, nach Unstimmigkeiten in der Abwehr erhöhte Rafael Leão kurz nach der Pause auf 2:0 (49.). Olivier Giroud sorgte kurz darauf per Foulelfmeter für die Vorentscheidung (59.). Zagrebs Robert Ljubicic unterlief noch ein Eigentor (69.).

Chelsea hatte in der ersten Halbzeit alles im Griff, Salzburg kam fast gar nicht an den Ball. In Führung gingen die Londoner durch Mateo Kovačić, der ein Durcheinander in der Salzburger Verteidigung nutzte (23.). Chelsea ließ danach sogar noch einige Möglichkeiten liegen.

Das wurde nach dem Seitenwechsel bestraft. Nach einem blitzsauberen Konter traf Junior Adamu zum 1:1 (48.). Chelsea spielte anschließend weitaus weniger dominant als zu Beginn – und setzte sich dennoch durch. Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz zog von der Strafraumgrenze ab und traf sehenswert von der Unterlatte ins Tor (64.).

Chelsea steht damit als Gruppensieger der Gruppe E mit zehn Punkten im Achtelfinale der Champions League. Auf Rang zwei folgt Milan mit sieben Zählern, gefolgt von RB Salzburg (6) und Dinamo Zagreb (4).

Sowohl Sevilla als auch Kopenhagen brauchten unbedingt einen Sieg, um sich die Resthoffnung aufs Achtelfinale zu erhalten. Diesen Druck merkte man dem Spiel an. Der FC Sevilla tat sich schwer, die Dänen setzten auf Konter, spielten diese aber nicht sauber zu Ende.

Erst in der zweiten Halbzeit wurde Sevilla stärker und belohnte sich mit der Führung. Angreifer Youssef En-Nesyri traf per Kopf zum 1:0 (61.). Isco (88.) und Gonzalo Montiel (89.) legten kurz vor Ende noch nach, ehe Kopenhagens David Khocholava nach einem groben Foulspiel mit Rot vom Platz flog (90.+4).

Trotz des Sieges hat Sevilla mit fünf Punkten keine Chance mehr aufs Weiterkommen in der Gruppe G. Borussia Dortmund steht nach einem 0:0 gegen Manchester City mit drei Punkten Vorsprung auf Rang zwei und hat den direkten Vergleich gegen Sevilla gewonnen.

kjo
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