Champions League Leipzig scheitert gegen Lyon an sich selbst

Bei RB Leipzigs Niederlage gegen Olympique Lyon vergab Timo Werner zahlreiche Gelegenheiten. Die Defensive patzte doppelt.

Timo Werner haderte mit seiner Chancenverwertung
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Timo Werner haderte mit seiner Chancenverwertung


RB Leipzig hat den nächsten Sieg in der Champions League verpasst. Gegen Olympique Lyon verlor die Mannschaft von Julian Nagelsmann in Leipzig 0:2 (0:1). Die Tore erzielten Memphis (11. Minute) und Martin Terrier (65.).

Bereits nach fünf Minuten bot sich Timo Werner die Großchance zur Führung. Nach flacher Hereingabe von Lukas Klostermann verfehlte der Stürmer aus etwa sieben Metern das Tor. Auf der Gegenseite zeigte sich Memphis kaltschnäuziger: Der Niederländer überwand Peter Gulácsi aus kurzer Distanz. Zuvor hatte Ibrahima Konaté den Ball am eigenen Strafraum an Lyons Houssem Aouar verloren.

Anschließend verlagerte sich die Partie in die Hälfte der Franzosen. Wenn RB Leipzig in Tempoaktionen kam, bekam die Defensive der Gäste Probleme: Werner probierte es mit einem Heber von der Strafraumgrenze (23.) und einem Abschluss aus spitzem Winkel, den Anthony Lopes parieren konnte (33.). Ein vermeintlicher zweiter Treffer von Memphis wurde von Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt (41.).

Zweiter Aussetzer entscheidet das Spiel

In der zweiten Hälfte gestaltete Lyon die Partie ausgeglichener. Leipzig kam lediglich zu ungefährlichen Abschlüssen aus der Distanz durch Marcel Halstenberg (51.) und Marcel Sabitzer (61.). Defensiv unterlief dem für Konaté eingewechselten Nordi Mukiele anschließend ein folgenschwerer Fehler: Den Versuch eines Dribblings am eigenen Strafraum bestrafte Terrier, der den Ball eroberte und zum 0:2 abschloss (65.).

In der Schlussphase drängte Leipzig auf den Anschluss, spielte sich jedoch keine nennenswerten Gelegenheiten mehr heraus. Mit drei Punkten aus zwei Spielen steht Leipzig in Gruppe G auf Platz drei, hinter Lyon (vier Punkte) und Tabellenführer Zenit St. Petersburg (vier Punkte).

RB Leipzig - Olympique Lyon 0:2 (0:1)
0:1 Memphis (11.)
0:2 Terrier (65.)
Leipzig: Gulácsi - Konaté (23. Mukiele), Upamecano (66. Nkunku), Orban - Klostermann, Haidara (58. Forsberg), Laimer, Halstenberg - Sabitzer - Poulsen, Werner
Lyon: Lopes - Dubois, Marcelo, Andersen, Marçal, Koné - Mendes, Tousart - Aouar (87. Lucas) - Terrier (69. Traoré), Depay (79. Dembélé)
Gelbe Karten: Haidara, Upamecano, Orban, Nagelsmann / Sylvinho
Schiedsrichter: Mateu Lahoz (Spanien)
Zuschauer: 40.194

cev



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
25alex67 02.10.2019
1. Passend.
Glückwunsch zur gelungenen Überschrift. Sie trifft für dieses Spiel voll ins Schwarze. Timo Werner wird heute ziemlich schlecht schlafen, nehme ich an. Schade, es hätte ein erfreulicher Abend für Leipzig werden können. Da haben sich die Kollegen aus Salzburg erheblich respektabler angestellt. In der Form kann Leipzig ganz sicher alle Ambitionen auf die Meisterschaft begraben.
uli_san 02.10.2019
2. Sowohl...
...Leipzig als auch Leverkusen schenken die Champions League ab, um sich voll auf die Bundesliga zu konzentrieren. Man will unbedingt einen Champions League-Platz erreichen. Das verstehe, wer will. Aber im Ernst, sieht man die internationale Performance von Leipzig und von Nagelsmann der letzten Jahre, verwundert das nicht wirklich.
skeptikerjörg 02.10.2019
3. Warum?
Warum muss Nagelsmann immer versuchen, aus dem einfachen Spiel Fußball eine Oper zu machen? Das ging schon in Hoffenheim schief und scheint auch in Leipzig seine Mannschaft zu überfordern. Schalke hat es entschlüsselt und nun Lyon auch: Stand halten und auf die Leipziger Fehler warten. Wenn Werner und Co. dann auch noch die eigenen Chancen nicht nutzten, passiert, was heute passierte. Warum nicht einfach Fußball spielen?
aurichter 02.10.2019
4. Tja Nagelsmann
hätte man als so genannter Startrainer sehen können, dass dies u.a. nicht der Tag eines Werner war. Aber nein, man lässt weiter wurschteln ohne die geringste Aussicht auf Erfolg. Da gewinnt man in Lissabon und liefert dann Zuhause so einen Müll ab in einem blutleeren Spiel. Das nimmt wieder kein positives Ende in der Gruppe und mit Leverkusen wieder zwei Nieten in der CL. Soviel zur Qualität der Bundesliga und deren "Spitzenvereine". Mal schauen was Morgen in der EL von den deutschen Teams abgeliefert wird.
grätscher 03.10.2019
5.
Gute Nachricht für den Fußball, das Marketingprojekt Red Bull Leipzig verliert auf internationaler Bühne. War denn das Stadion gut gefüllt oder haben sich die Fanmassen wieder vornehm zurück gehalten bei dem internationalen Auftritt?
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