Champions League Schwere Ausschreitungen in Madrid

Die Feierlichkeiten nach dem Sieg von Real Madrid in der Champions League wurden vor schweren Krawallen überschattet. Über 100 Menschen wurden in der spanischen Hauptstadt verletzt.


Die Polizei musste in Madrid einschreiten
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Die Polizei musste in Madrid einschreiten

Madrid - Rund 300.000 Fußballfans strömten in der Nacht zum Donnerstag am Cibeles-Brunnen im Zentrum Madrids zusammen, um den 2:1 (2:1)-Sieg der Spanier gegen Bayer Leverkusen in Glasgow zu bejubeln. Aber schon bald warfen Randalierer mit Flaschen und Steinen.

Die Polizei ging mit Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen die Rowdys vor. Nach einer Bilanz der Rettungsdienste wurden 130 Menschen verletzt, darunter auch zahlreiche Polizisten. Acht Randalierer wurden festgenommen.

Schüsse auf Mannschaftswagen der Polizei

Die Radaubrüder griffen nicht nur Polizeibeamte und Journalisten an, sondern deckten auch ein Erste-Hilfe-Zelt mit einem Steinhagel ein, zertrümmerten Schaufenster und rissen Verkehrsampeln um. Ein Unbekannter feuerte mit einer Pistole zwei Schüsse auf einen Mannschaftswagen der Polizei ab. Da das Fahrzeug gepanzert war, wurde kein Beamter verletzt.

Die Polizei hatte den Cibeles-Brunnen, eines der Wahrzeichen von Madrid, vorsorglich hermetisch abgeriegelt. Schon bei den vorigen Europapokalsiegen der "Königlichen" 1998 und 2000 war es an dem Brunnen der Muttergöttin Kybele (spanisch: Cibeles), wo die Real-Anhänger traditionell die Erfolge ihres Teams bejubeln, zu Ausschreitungen gekommen.



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