Spurs-Sieg in der Champions League Sons neues Wohnzimmer

In der Vorwoche weihte Son Heung Min das neue Stadion von Tottenham Hotspur mit einem Tor ein, nun erzielte er dort den ersten Treffer in der Königsklasse - zum 1:0-Sieg über Manchester City.

Im entscheidenden Moment zur Stelle: Son Heung Min
Mike Hewitt / Getty Images

Im entscheidenden Moment zur Stelle: Son Heung Min

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Angekommen: Erst in der vergangenen Woche waren die Spurs in ihr neues Stadion eingezogen. Das erste Tor im neuen Zuhause hatte Son Heung Min in der Premier League gegen Crystal Palace erzielt. Nun sicherte er sich mit seinem Treffer in der 78. Minute, dem ersten Champions-League-Tor in der neuen Heimat, den nächsten Premierentreffer.

Das Ergebnis: 1:0 (0:0) - Tottenham gewinnt nach vier sieglosen Spielen wieder gegen Manchester City. Hier geht's zum Spielbericht.

Die erste Hälfte: Nach 13 Minuten sah es zunächst nach dem ersten Gegentor für die Spurs im eigenen Stadion aus. Raheem Sterling war mit einem starken Dribbling von links nach innen gezogen und fand mit seinem Schuss die Hand von Danny Rose. Schiedsrichter Björn Kuipers entschied nach Prüfung der Videobilder auf Elfmeter. Diesen verschoss Sergio Agüero gegen Hugo Lloris. City hatte mehr Ballbesitz, wagte sich jedoch kaum nach vorn und verteidigte tief mit ungewohnt vielen Spielern, oft unterstützt durch die Flügelspieler Riyad Mahrez und Sterling.

Absehbar: Es war fast damit zu rechnen, dass Agüero seinen Elfmeter gegen Lloris verschießen würde, so unterschiedlich sind die Bilanzen der beiden bei Strafstößen. Der Argentinier hat nun vier seiner vorherigen acht Elfmeter in der Königsklasse vergeben, der Franzose behielt bisher bei drei Elfmetern im laufenden Kalenderjahr die Oberhand.

Spätstarter: Ebenfalls abzusehen war, dass Tottenham nicht vor der Pause treffen würde. Schließlich ist ihnen das in den vorausgegangenen fünf Champions-League-Spielen auch nicht gelungen. Überhaupt erzielten sie in der laufenden Champions-League-Saison nur einen ihrer 14 Treffer in der ersten Hälfte.

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Champions League: Ein teuer bezahlter Sieg

Die zweite Hälfte: Brachte für Tottenham den Siegtreffer, aber auch bittere Szenen. Harry Kane und Dele Alli mussten das Feld verletzt verlassen. Besonders für Kane klangen die Prognosen nicht gut.

Kanes Knöchel: Schon wieder traf es den linken Knöchel des Spurs-Stürmers, wie schon im Januar, als er sich an gleicher Stelle verletzte und für zwei Monate ausfiel. Auch in der Vorsaison fehlte er einen kompletten Monat, weil er sich am rechten Knöchel verletzt hatte.

Linkslastig: Der auffälligste Mann des Abends war zweifellos Raheem Sterling. Immer wieder zog er von seiner Seite ins Zentrum und ließ dabei gleich mehrere Gegenspieler stehen. Zum Torerfolg kam er jedoch nicht. Sein Gegenüber Son Heung Min Son war nicht ganz so auffällig, aber im entscheidenden Moment erfolgreicher. In 15 Spielen traf Son bereits in dieser Saison, alle gewann Tottenham in der Folge. Eigentlich hätte das Publikum sich ab der 78. Minute also beruhigt zurücklehnen können.

Winks mit dem Zaunpfahl: War die Zweikampfbilanz von Harry Winks am heutigen Abend. Der Mittelfeldspieler gewann jedes einzelne seiner Duelle und hatte die zweitmeisten Ballaktionen der Gastgeber (52) nach Kieran Trippier. Nicht nur Son glänzte.

Schlechte Aussichten für City: Die Historie macht dem Team von Pep Guardiola wenig Hoffnung. Bei den vorherigen sechs Anlässen schied City stets aus dem Europapokal aus, wenn ein Hinspiel in der K.-o.-Runde verloren ging. Tottenham hingen kam in 39 von 41 Fällen weiter, wenn sie im Hinspiel siegreich waren.

Tottenham Hotspur - Manchester City 1:0 (0:0)
1:0 Son (78.)
Tottenham Hotspur: Lloris - Trippier, Alderweireld, Vertonghen, Rose - Sissoko, Winks (81. Wanyama) - Dele (87. Llorente), Eriksen, Son - Kane (58. Lucas Moura)
Manchester City: Ederson - Walker, Otamendi, Laporte, Delph - Gündogan, Fernandinho, David Silva (89. de Bruyne) - Mahrez (89. Sané), Agüero (71. Gabriel Jesus), Sterling
Gelbe Karten: Rose / Laporte, Mahrez
Schiedsrichter: Kuipers
Zuschauer: 60.044



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tairen 10.04.2019
1. Guardiola lehrt falsch...
hatten doch seine Team immer ein Problem mit Kontern, überkorrigiert er und lässt zu passiv spielen. Das führt bei gleichzeitig hohen Ballbesitz zu wenig Gefahr für den Gegner. Die Spures haben sich still und heimlich in die Riege der Spitzenteams geschlichen und viele unterschätzen sie immernoch. Das der BVB nicht den Hauch einer Chance hatte gegen sie kommt ja nicht von ungefähr. Gute Position für Tottenham aber es gibt solche Tage und jene wo City dich locker fluffig 4-0 nach Hause schickt. Das wird noch spannend.
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