Champions League Leipzig siegt – Rüdiger trifft für Real und zieht sich Kopfverletzung zu

Trotz einer durchwachsenen Leistung hat RB Leipzig 2:0 bei Celtic gewonnen und weiter alle Chancen aufs Achtelfinale. Real Madrid gelang der späte Ausgleich – mit schmerzhaften Folgen für Antonio Rüdiger. Paris patzte.
Blutender Nationalspieler: Antonio Rüdiger (l.) nach seinem Tor zum 1:1 mit Gratulant David Alaba

Blutender Nationalspieler: Antonio Rüdiger (l.) nach seinem Tor zum 1:1 mit Gratulant David Alaba

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Michal Dyjuk / AP

RB Leipzig zeigte keine ansprechende Leistung, kehrt aber dennoch mit drei Punkten aus Glasgow zurück. Dank eines 2:0 (0:0)-Sieges bei Celtic Glasgow hat der Bundesligist weiterhin alle Chancen aufs Achtelfinale.

Im Parallelspiel der Gruppe F spielte Real Madrid 1:1 (0:0) gegen Schachtar Donezk. Der Ausgleichstreffer für Real gelang Antonio Rüdiger (90+5.), der dabei aber mit Donezk-Keeper Anatolij Trubin kollidierte und heftig am Kopf blutete. Damit steht Leipzig mit sechs Punkten auf Platz zwei. Celtic ist Letzter (1). Tabellenführer bleibt Real Madrid (10), Donezk ist Dritter (5).

Paris St. Germain kam gegen Benfica nur zu einem 1:1 (1:0), ist aber dennoch auf Kurs in Richtung nächste Runde. Chelsea besiegte souverän den AC Mailand, dabei stand aber der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert im Mittelpunkt.

Leipzig fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Celtic hatte die besseren Chancen, Matt O'Riley traf nur den Pfosten (27.), Kyōgo Furuhashi köpfte knapp drüber (29.). Der Bundesligist bemühte sich zwar um Kontrolle, spielte aber viel zu behäbig nach vorne. Leipzig konnte nicht an die Leistung vom 3:1-Heimsieg gegen Celtic in der Vorwoche anknüpfen.

Kurz nach Wiederanpfiff hatte Willi Orban aus der Distanz die beste Chance des bisherigen Spiels, die Celtic-Keeper Joe Hart aber parieren konnte (49.). Leipzig war weiterhin die schwächere Mannschaft, ging aber durch Timo Werner in Führung. André Silva bediente Timo Werner, der per Kopf das 1:0 erzielte (75.). Kurz darauf erhöhte Emil Forsberg nach Vorlage von Werner (84.).

Vor dem Clásico am Sonntag gegen den FC Barcelona schien Real Madrid nicht mit der ganzen Konzentration beim Champions-League-Spiel in Warschau gegen Donezk zu sein. In der ersten Halbzeit passierte nicht viel, in der zweiten Hälfte kassierte Real sofort nach Wiederanpfiff das 0:1. Angreifer Olexandr Zubkov köpfte nach einer präzisen Flanke ein (46.). Lassina Traoré hätte eigentlich erhöhen müssen, traf aber nur die Latte (65.).

Real-Trainer Carlo Ancelotti wechselte munter durch, es dauerte aber bis in die Nachspielzeit, ehe Real zum Ausgleich kam. Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger köpfte nach Flanke von Toni Kroos ein (90+5.). Dabei rumpelte er aber mit Keeper Anatolij Trubin zusammen, beide blieben benommen liegen. Rüdiger zog sich bei seinem Treffer eine blutende Kopfverletzung zu.

Ohne den angeschlagenen Lionel Messi tat sich Paris lange schwer. Erst ein Foulelfmeter brachte dem Favoriten die Führung: Ex-Bayer Juan Bernat wurde im Strafraum gefoult, Kylian Mbappé verwandelte sicher (39.), obwohl er einen unruhigen Tag hinter sich hatte. Mehrere Medien berichteten, dass der Jungstar Paris im Winter verlassen wolle. Der Verein widersprach diesem Gerücht aber vor dem Spiel.

Paris war die deutlich bessere Mannschaft und hatte Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Dennoch gelang den Portugiesen der Ausgleich, ebenfalls per Elfmeter. Marco Verratti foulte Rafa Silva, João Mário verwandelte sicher (62.).

Paris hat als Spitzenreiter der Gruppe H acht Punkte, Zweiter ist Benfica (7). Im anderen Spiel der Gruppe besiegte Maccabi Haifa am frühen Abend Juventus Turin.

Der FC Chelsea feierte beim AC Mailand durch Treffer von Jorginho (21.) per Foulelfmeter und Pierre-Emerick Aubameyang (34.) einen ungefährdeten 2:0 (2:0)-Erfolg. Im Mittelpunkt stand dabei Schiedsrichter Daniel Siebert. Vor dem Elfmeter schickte er Mailands Fikayo Tomori vom Platz, eine sehr harte Entscheidung, die ihm viel Kritik von Mailands Spielern einbrachte. Tomori zog zwar an Gegenspieler Mason Mount, brachte ihn aber nicht zu Fall. Mount kam sogar noch zum Abschluss. Auch der ehemalige deutsche Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe kritisierte Siebert auf Twitter für die Entscheidung.

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Danach kam zu wenig vom AC Mailand, der die Engländer nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen konnte.

RB Salzburg ließ in Zagreb Punkte liegen. Nach einer frühen Führung durch Nicolas Seiwald (12.) kassierten die Österreicher noch vor der Pause den Ausgleich durch Robert Ljubicic (40.). In der zweiten Halbzeit verpasse Salzburg trotz guter Möglichkeiten den Siegtreffer. In der Gruppe E steht Chelsea an der Spitze (7) vor Salzburg (6), Zagreb (4) und dem AC Mailand (4).

kjo
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