Champions League Uefa erteilt Milan Starterlaubnis

Die Uefa-Bosse haben lange beraten: Darf der AC Mailand trotz seiner Verwicklung in den italienischen Manipulationsskandal in der Qualifikation zur Champions League starten oder nicht? Heute gaben die Funktionäre Grünes Licht.

Hamburg - Damit trifft Milan in der dritten Qualifikationsrunde in der kommenden Woche auf Roter Stern Belgrad oder den irischen Vertreter Cork City. Die beiden Teams treffen heute im Zweitrunden-Rückspiel in Serbien aufeinander. Das Hinspiel hatte Roter Stern 1:0 gewonnen.

"Es gab keine andere Möglichkeit, auch wenn die Uefa überzeugt ist, dass der Verein tief in den Manipulationsskandal verstrickt ist", heißt es in einer Erklärung der Europäischen Fußball-Union. AC-Rechtsanwalt Leandro Cantamessa sagte nach der Entscheidung unterdessen: "Die Uefa hatte keine andere Wahl, als uns zuzulassen. Obwohl der AC Mailand unschuldig ist, wurden wir mit dem Punktabzug bestraft. Eine zweite Strafe hätten wir nicht akzeptieren können."

Milan wird nach dem Berufungsurteil im Wett- und Manipulationsskandal wieder auf dem dritten Platz der "bereinigten" Serie-A-Tabelle der vergangenen Saison geführt. Der italienische Verband hatte den Club daher für die Teilnahme an der Königsklasse gemeldet. Die Uefa hatte nach einer Sitzung am 27. Juli aber beschlossen, zunächst die "ethische Zuverlässigkeit" des Vereins zu prüfen.

Um die Chancen auf eine Teilnahme an der Champions League zu erhöhen, hatte der Finalist von 2005 ein Verteidigungsdossier eingereicht. Wäre das Team des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ausgeschlossen worden, wäre Italien mit nur drei Vereinen (Inter Mailand, AS Rom und Chievo Verona) vertreten gewesen. Der Tabellenfünfte US Palermo hätte die finanziellen Vorgaben der Uefa nicht erfüllen können.

pav/sid

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.