Rassistische Vorfälle ZSKA Moskau zu weiteren Geisterspielen verurteilt

Der russische Champions-League-Teilnehmer ZSKA Moskau muss drei weitere Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Die Uefa bestrafte den Klub für rassistische Entgleisungen der Fans beim Spiel gegen den AS Rom.
Leeres Stadion: Aufgrund von Fanverfehlungen muss sich ZSKA daran gewöhnen

Leeres Stadion: Aufgrund von Fanverfehlungen muss sich ZSKA daran gewöhnen

Foto: Peter Kneffel/ dpa

Hamburg - Bereits gegen Bayern München musste ZSKA Moskau vor leeren Rängen antreten, nun muss der Klub auch die nächsten drei Heimspiele in der Champions League ohne Fans auskommen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union Uefa sprach nach erneuten rassistischen Vorfällen der ZSKA-Fans im ersten Gruppenspiel beim italienischen Erstligisten AS Rom eine drastische Strafe gegen den Klub aus.

Moskau muss neben dem Zuschauer-Ausschluss auch noch eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro zahlen. Für die verbleibenden Auswärtspartien in der Champions League darf der Verein keine Tickets verkaufen. Das betrifft auch das Rückspiel in München am 10. Dezember (Liveticker, SPIEGEL ONLINE).

In der Vergangenheit war der Verein mehrmals wegen rassistischer Entgleisungen seiner Fans negativ aufgefallen. Deshalb war bereits das erste Gruppenspiel gegen den FC Bayern am vergangenen Dienstag (0:1) vor leeren Rängen ausgetragen worden. Bayern-Fans konnten die Partie nur von einem Hochhaus aus verfolgen. Karl-Heinz Rummenigge hatte sich deshalb zuvor gegen eine Bestrafung in Form von "Geisterspielen" ausgesprochen: "Das ist einfach nur schade, das braucht niemand."

Laut ZSKA-Sprecher Sergej Aksjonow überlegt der Verein, in Berufung zu gehen. "Wir entscheiden über einen möglichen Einspruch gegen das Urteil, sobald wir die schriftliche Begründung der Uefa haben", sagte er der russischen Agentur Tass.

zaf/dpa
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