Goldener Ball Platini will deutschen Weltfußballer

Der Weltfußballer soll ein Weltmeister sein - das wünscht sich Uefa-Boss Michel Platini. Allerdings scheiterte der Franzosen in der Vergangenheit mit einem ähnlichen Anliegen.

Uefa-Boss Platini: Klare Ansage zur Weltfußballer-Wahl
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Uefa-Boss Platini: Klare Ansage zur Weltfußballer-Wahl


Hamburg - Michel Platini hat sich dafür ausgesprochen, dass ein deutscher Spieler als Weltfußballer des Jahres 2014 ausgezeichnet wird. Es gebe zwar mehrere Fußballer, die den Goldenen Ball verdient hätten, sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union Uefa der spanischen Nachrichtenagentur Efe. "Aber ich bin der Ansicht, dass in einem WM-Jahr diese Auszeichnung an einen Spieler aus dem Team des Weltmeisters gehen sollte."

Nach der WM vor vier Jahren in Südafrika habe er sich auch dafür ausgesprochen, dass ein Spanier als Weltfußballer ausgezeichnet würde. Der Titel ging dann aber an den Argentinier Lionel Messi.

In diesem Jahr haben es sechs deutsche Spieler auf die Kandidatenliste geschafft. In der vom Weltverband Fifa veröffentlichten Liste werden Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Torwart Manuel Neuer, Thomas Müller, Mario Götze (alle FC Bayern München) und Toni Kroos (Real Madrid) aufgeführt.

Im vergangenen Jahr gewann der Portugiese Cristiano Ronaldo (Real Madrid) den Titel. Der Argentinier Lionel Messi (FC Barcelona) war bei der Wahl von Sportjournalisten, Nationaltrainern und Kapitänen Zweiter geworden. Beide stehen auch in diesem Jahr auf der Liste.

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Weltfußballer: Lothar, George und Lionel

luk/dpa



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DerWeisseWal 26.11.2014
1. Qualität
Klingt nett, ich hätte auch nichts gegen einen deutschen Kicker als Weltfußballer ... aber am Ende sollte einfach der Beste den Titel erhalten, egal ob das ein Weltmeister ist. Wenn Platini sagen würde, er hätte 1-2 Favoriten, und das wären zufällig WM-Spieler der DFB-Elf, dann wäre das etwas Anderes. Ich wüsste nicht, wen ich wählen würde.
Immanuel_Goldstein 26.11.2014
2. Es geht nicht nach Platinis Willen
Es zählt bei der Wahl einzig und allein die Anzahl der geschossenen Tore. Deswegen wird es wieder Ronaldo. Spielkunst, Lauffreude, Defensivverhalten, oder gar Glanzparaden spielen keinerlei Rolle. Das war immer so.... oder fast immer. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass jemals ein Defensivspieler diesen Titel gewonnen hätte. Selbst Matthäus war damals noch im offensiven Mittelfeld.
Immanuel_Goldstein 26.11.2014
3.
Zitat von DerWeisseWalKlingt nett, ich hätte auch nichts gegen einen deutschen Kicker als Weltfußballer ... aber am Ende sollte einfach der Beste den Titel erhalten, egal ob das ein Weltmeister ist. Wenn Platini sagen würde, er hätte 1-2 Favoriten, und das wären zufällig WM-Spieler der DFB-Elf, dann wäre das etwas Anderes. Ich wüsste nicht, wen ich wählen würde.
Ich würde Lahm wählen - ein kompletter, intelligenter Spieler, einsetzbar auf mehreren Positionen, mehrfacher nationaler Meister und Pokalsieger, Championsleague-Sieger und Weltmeister und das nicht nur als Mitläufer, sondern in herausragender Position. Bei Ronaldo und Messi dagegen geht es nur um die Anzahl der Tore. Da hat der Torschützenkönig der Bezirksliga Nordfriesland mehr und schönere geschossen.
CaptainSubtext 26.11.2014
4.
Zitat von Immanuel_GoldsteinEs zählt bei der Wahl einzig und allein die Anzahl der geschossenen Tore. Deswegen wird es wieder Ronaldo. Spielkunst, Lauffreude, Defensivverhalten, oder gar Glanzparaden spielen keinerlei Rolle. Das war immer so.... oder fast immer. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass jemals ein Defensivspieler diesen Titel gewonnen hätte. Selbst Matthäus war damals noch im offensiven Mittelfeld.
2006 war der Weltmeister Cannavaro Weltfußballer. Zum Thema: 2010 hätten es Xavi oder Iniesta werden müssen. 2014 wird es wieder der Eitle oder der Uneitle. Die ganze Chose wird damit langeweilig und entwertet, aber wen interessiert das schon?
senta1958 26.11.2014
5.
Zitat von Immanuel_GoldsteinIch würde Lahm wählen - ein kompletter, intelligenter Spieler, einsetzbar auf mehreren Positionen, mehrfacher nationaler Meister und Pokalsieger, Championsleague-Sieger und Weltmeister und das nicht nur als Mitläufer, sondern in herausragender Position. Bei Ronaldo und Messi dagegen geht es nur um die Anzahl der Tore. Da hat der Torschützenkönig der Bezirksliga Nordfriesland mehr und schönere geschossen.
Im Vorjahr wurde, wir wissen es, Christiano Ronaldo ausgezeichnet. Ich bin weit davon entfernt zu behaupten, der Lorbeer sei nicht verdient. Das einzige, was mich störte war, dass man die Wahlperiode just bis zum Ende der Ausscheidungsspiele zwischen Portugal und Schweden verlängerte. Hier konnte Ronaldo glänzen, und die Spiele standen im Fokus der Weltöffentlichkeit. So bekam er dann m.E. die nötige Anzahl an Stimmen zusammen. Davor wurde Messi zwei mal nacheinander zum Weltfussballer gewählt. Wenn Sie jemals Spiele von Messi gesehen hätten, wüßten Sie, dass er nicht nur Tore schießt, sondern auch unzählige Vorlagen liefert. Ihn nur auf seine Torrekorde zu reduzieren wird ihm sicher nicht gerecht. Bei der nun kommenden Wahl sehe ich tatsächlich die Chance für einen Spieler aus Deutschland. Weil eben die WM ein globales Ereignis war und der Welöffentlichkeit vermutlich einige Spieler noch geläufig sind. So könnte es diesmal dazu kommen, dass die Phalanx Ronaldo/ Messi durchbrochen wird. Das Problem ist immer die Wahl als solche. Es wählt die ganze Welt. Hier kennt man z.B. einen Ribery nur bedingt. Messi und Ronaldo sind aber ein Begriff. Es gab von meinem geschätzten Foristen der_ba_be damals eine Analyse, aus der hervor ging, dass Ribery bei den Europäern deutlich vorne lag. Nun, wir werden es abwarten. Vielleicht wird ja wirklich mal ein Torhüter der große Gewinner.
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