Premier League Rotsperre gegen Profi aufgehoben - schon wieder

Platzverweise perlen an ihm ab: Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten ist eine Rotsperre gegen Cheikhou Kouyaté von West Ham United aufgehoben worden. Dabei wollte sein Trainer nicht mal Protest einlegen.

Cheikhou Kouyaté
REUTERS

Cheikhou Kouyaté


Fußballprofi Cheikhou Kouyaté von West Ham United ist auch nach seinem zweiten Platzverweis im englischen Fußball begnadigt worden. Trotz seiner Roten Karte im Spiel gegen Crystal Palace am vergangenen Wochenende darf der Mittelfeldspieler am Samstag gegen Arsenal (13.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) spielen. Bereits im Februar war eine Rot-Sperre gegen Kouyaté vom Verband aufgehoben worden.

Beim Stand von 2:1 für West Ham, das in der Premier League um einen Champions-League-Platz kämpft, war Kouyaté am Wochenende im Londoner Derby gegen Crystal Palace von Schiedsrichter Mark Clattenburg vom Platz gestellt worden. Das Foul an Dwight Gayle, das zu der Hinausstellung führte, war allerdings selbst von Palace-Trainer Alan Pardew als harmlos eingestuft worden: "Wenn ich diesen Zweikampf als Mittelfeldspieler geführt hätte, wäre ich sehr enttäuscht über einen Platzverweis gewesen".

West Hams Trainer Slaven Bilic, der das Foul als nicht einmal gelbwürdig beschrieben hatte, hatte dennoch zunächst angekündigt, nicht gegen die Sperre vorgehen zu wollen: "Ob wir Einspruch einlegen werden? Ich habe die Nase voll von Einsprüchen", wurde Bilic im "Guardian" zitiert. Klub-Präsident David Gold überstimmte seinen Trainer anschließend und kündigte über Twitter einen Einspruch an.

Diesem Einspruch gab der englische Verband FA nun Recht und hob die Sperre gegen Kouyaté auf. Damit wiederholte sich der Freispruch vom Februar. Damals war Kouyaté im FA-Cup-Spiel bei den Blackburn Rovers beim Stand von 3:1 für West Ham wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen worden. Der Verband befand anschließend, der gefoulte Spieler habe keine klare Torchance gehabt, weshalb der Platzverweis ungerechtfertigt gewesen sei.

Insgesamt war es sogar schon die dritte Rote Karte gegen West Ham in dieser Saison, die nachträglich aufgehoben wurde. Kapitän Mark Noble war im August in Liverpool vom Platz gestellt worden. Auch damals hatte der Verband sein Foul an Danny Ings nachträglich für nicht rotwürdig befunden.

rae

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
CaptainSubtext 05.04.2016
1.
Bedeutet das etwa, dass in England die Tatsachenentscheidung nicht heilig ist?
john923 05.04.2016
2.
Zitat von CaptainSubtextBedeutet das etwa, dass in England die Tatsachenentscheidung nicht heilig ist?
Die Tatsachenentscheidung ist die rote Kartedes Schiedsrichters ....die hat es gegeben, der Spieler musste vom Feld. Die Länge der darauf folgenden Sperre hat mit der Tatsachenentscheidung des Schiris ja absolut gar nichts mehr zu tun.
Wolfgang Maier 05.04.2016
3. So etwas sollte mal bei uns Schule machen,
aber hier sind die Schiedsrichter Heilige die über allem stehen und nie Fehler machen. Sieht man ja in dieser Saison. Fehlentscheidungen ohne Ende. Und darunter ziemlich krasse. Aber Einspruch wird hier nicht geduldet also macht es auch keiner. Die Altherrenriege des DFB steht über allem. Aber das ist in Deutschland ja Normalität geworden. Lug und Trug an allen Ecken. Leider auch im Fußball. Bananenrepublik Deutschland.
die_waage 05.04.2016
4. Bitte löschen...
Zitat von Wolfgang Maieraber hier sind die Schiedsrichter Heilige die über allem stehen und nie Fehler machen. Sieht man ja in dieser Saison. Fehlentscheidungen ohne Ende. Und darunter ziemlich krasse. Aber Einspruch wird hier nicht geduldet also macht es auch keiner. Die Altherrenriege des DFB steht über allem. Aber das ist in Deutschland ja Normalität geworden. Lug und Trug an allen Ecken. Leider auch im Fußball. Bananenrepublik Deutschland.
..wegen mangelder Sachlichkeit nd fehlendem Gehalt. Mit Dank an die Redaktion
ich-geb-auf 05.04.2016
5.
alles korrekt http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-sportgericht-freispruch-fuer-salihamidzic-a-275424.html Der Welt-Verband Fifa hat durch Zirkular Nummer 866 vom 24. September 2003 bei einem "offensichtlichen Fehlentscheid des Schiedsrichters" ein solches Vorgehen zugelassen. Normalerweise ist eine Sperre für mindestens eine Begegnung nach einer Roten Karte obligatorisch.
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