Wechsel-Eklat in England Für den Chelsea-Torwart alles nur "ein Missverständnis"

Es war die Szene des Wochenendes im englischen Fußball: Die Weigerung von Chelsea-Torwart Kepa, sich auswechseln zu lassen. Der Keeper sagt jetzt, er sei nur falsch verstanden worden.

Chelsea-Torwart Kepa und Kapitän David Luiz
REUTERS

Chelsea-Torwart Kepa und Kapitän David Luiz


Torhüter Kepa Arrizabalaga vom FC Chelsea hat den Wechsel-Eklat vor dem Elfmeterschießen im Ligapokal-Finale gegen Manchester City mit einem Missverständnis erklärt. "Es war nicht so, dass ich mich geweigert habe, ausgewechselt zu werden", sagte der 24 Jahre alte Spanier nach der 3:4-Niederlage seiner Mannschaft am Sonntagabend im Elfmeterschießen im Londoner Wembley-Stadion. Alles sei ein "großer Irrtum" gewesen, erklärte später auch Chelsea-Trainer Maurizio Sarri.

In der Schlussphase wollte der Coach seinen Keeper vom Platz nehmen und dafür Willy Caballero einwechseln, der im Ligapokal-Finale 2016 - damals noch im Tor von ManCity - drei Elfmeter gehalten hatte. Doch Kepa verweigerte den Wechsel, und Sarri tobte an der Seitenlinie. Vor dem Elfmeterschießen musste Deutschlands Nationalverteidiger Antonio Rüdiger seinen Trainer zurückhalten. "Es war zu keinem Zeitpunkt meine Absicht, den Anweisungen des Trainers nicht Folge zu leisten", twitterte Kepa später. "Ich habe großen Respekt vor dem Coach und seiner Autorität."

Der Trainer habe wohl gedacht, er könne nicht mehr weitermachen, da er zweimal auf dem Spielfeld behandelt worden sei. Er habe nur klarmachen wollen, dass er wieder fit sei, meinte Kepa. Die Ärzte hätten dann für Klarheit gesorgt.

aha/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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hileute 25.02.2019
1. Sarri muss weg
er scheint ja überhaupt keinen Respekt oder Führungsqualitäten oder sonst was mehr zu haben. Es würde mich nebenbei auch sehr wundern wenn kepa nochmal ein Spiel für Chelsea macht, so ein Verhalten gegen den Willen des Trainers darf einfach nicht geduldet werden
copernikusz 25.02.2019
2. Rückgrat
Wenn der Verein Rückgrat hat, steht der nie wieder im Tor und sitzt seine restliche Vertragslaufzeit auf der Tribüne ab.
dr.könig 25.02.2019
3. Stinkstiefel müssen weg
Jeglicher Respekt fehlt dem Torwart. Was er jetzt sagt, sind reine Schutzbehauptungen. Im Interesse der " Hygiene " innerhalb des Teams, sollte der Torwart auf die Tribüne.
meresi 25.02.2019
4. Völlig richtig.
Zitat von copernikuszWenn der Verein Rückgrat hat, steht der nie wieder im Tor und sitzt seine restliche Vertragslaufzeit auf der Tribüne ab.
Das sollte sein Platz sein bis Vertragsende.
harronal 25.02.2019
5. Ein Grundübel im heutigen Fußball...
...ist diese schlichte Verweigerung von Verantwortung für seine eigenen Taten - und das selbst bei 24-jährigen wie Kepa oder noch älteren Spielern. Wenn solche Spieler einfach nicht erwachsen werden wollen, sollen sie auch keine Gehälter im Millionenbereich kassieren, sondern wie jugendliche Aushilfen behandelt werden.
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