Kollaps von Eriksen bei EM-Spiel »Momente wie diese relativieren alles im Leben«

Der Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen beim EM-Spiel gegen Finnland schockiert die Fußballwelt. Unter anderem das deutsche Nationalteam schickt Genesungswünsche. Reaktionen kommen aber auch aus der Politik.
Ein Zuschauer im Kopenhagener Stadion

Ein Zuschauer im Kopenhagener Stadion

Foto:

JONATHAN NACKSTRAND / AFP

Nach dem Zusammenbruch des dänischen Fußballnationalspielers Christian Eriksen während des EM-Gruppenspiels gegen Finnland kommen Genesungswünsche aus der Fußballwelt – und darüber hinaus. Der Präsident des europäischen Fußballverbandes (Uefa), Aleksander Čeferin, sagte: »Momente wie diese relativieren alles im Leben. Ich wünsche Christian eine vollständige und schnelle Gesundung.«

Eriksen war bei dem Spiel kollabiert und wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel wurde wegen des »medizinischen Notfalls« unterbrochen, wie die Uefa mitteilte. Später teilte die Uefa mit, dass der 29-Jährige stabilisiert sei. Laut dem dänischen Verband ist Eriksen »wach«.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reagierte mit Betroffenheit auf den Zusammenbruch. Steinmeier befindet sich derzeit auf einem Dänemark-Besuch und sah den Zwischenfall am Samstagabend im Fernsehen in seinem Hotel in Kolding, unmittelbar bevor er die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen traf.

Die dänische Delegation zeigte sich schockiert von dem Vorfall. Mette Frederiksen warb um Verständnis, dass die Delegation sich fortwährend auf dem Laufenden halten werde. Frederiksen dankte am Abend via Facebook den medizinischen Helfern und auch Spielern sowie Fans auf beiden Seiten. Sie habe »Menschlichkeit« gesehen und Reaktionen voller »Würde, Liebe und Anerkennung«, schrieb Frederiksen: »Es war magisch.«

Die finnische Regierungschefin Sanna Marin, die kurz zuvor noch ein Foto von sich im Trikot gepostet hatte, schrieb auf Twitter: »Unsere Gedanken sind jetzt bei Christian Eriksen.« Dazu stellte sie ein Herz und eine Dänemark-Flagge.

In die vielen betroffenen Beiträgen in den sozialen Netzwerken reihte sich auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein. Das DFB-Team twitterte ein Gruppenfoto, auf dem es vor einem auf eine Leinwand projiziertes Foto posierte. »Wir sind in Gedanken bei dir und wünschen dir gute Besserung«, hieß es dazu.

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Portugals Superstar Cristiano Ronaldo, der mit seinem Team am Dienstag ins Turnier startet, twitterte: »Die Welt des Fußballs steht zusammen und hofft auf eine gute Nachricht. Ich rechne damit, dass wir dich bald wieder auf dem Spielfeld sehen, Chris! Bleib stark!« Eriksens Teamkollege bei Inter Mailand, Lautaro Martínez, schrieb nach den schrecklichen Fernsehbildern bei Instagram »Come on Chris! Bitte Chris« und stellte ein gemeinsames Bild dazu.

Die Partie wurde später fortgesetzt, nachdem sich die dänischen Spieler persönlich über den Zustand ihres Teamkollegen informiert hatten, wie Peter Møller, der Fußball-Direktor des dänischen Verbandes, dem dänischen Rundfunk DR sagte .

hba/Reuters/dpa/sid
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