Nürnberg-Torwart Mathenia muss trotz Knock-out durchspielen

Im Spiel gegen Bremen blieb Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia nach einem Zusammenprall bewusstlos am Boden liegen. Dennoch spielte er bis zum Ende - sein Trainer wollte auf anderen Positionen wechseln.
Christian Mathenia (unten)

Christian Mathenia (unten)

Foto: Bongarts/Getty Images

Bei der Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem SV Werder Bremen (1:1) hat Nürnberg-Torwart Christian Mathenia kurzzeitig das Bewusstsein verloren - und spielte trotzdem bis zum Abpfiff weiter. Trainer Michael Köllner nutzte die zwei verbleibenden Wechsel für die Offensivspieler Sebastian Kerk und Mikael Ishak.

Bei einem Eckball der Gäste in der 60. Minute war Mathenia in die Luft gestiegen und hatte den Ball per Faustabwehr geklärt. Dabei prallte der Torhüter mit Bremens Theodor Gebre Selassie zusammen. Mathenia wurde ohnmächtig und blieb mit geschlossenen Augen und offenem Mund auf dem Boden liegen.

Christian Mathenia (rechts)

Christian Mathenia (rechts)

Foto: Bongarts/Getty Images

Mitspieler eilten zum regungslosen Torwart und brachten ihn in die stabile Seitenlage. Nach einer kurzen Behandlungspause stand der 26-Jährige wieder auf seinen Beinen. Ersatzkeeper Fabian Bredlow machte sich bereits warm, Mathenia blieb jedoch vorerst auf dem Platz.

Zur Halbzeit hatte Köllner bereits Tim Leibold auswechseln müssen. Bei ihm bestand nach einer Kollision in der 21. Minute, an der auch Mathenia beteiligt war, der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Somit hatte der Nürnberger Trainer nur noch zwei Wechsel übrig, die er jedoch nicht für seinen angeschlagenen Torhüter nutzte. Eine harte, aber dennoch erfolgbringende Entscheidung. Ishak traf kurz vor Schluss zum Ausgleich.

mrk
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