Fußball-Bundesliga der Frauen Jenas Trainer fordert feste Anstoßzeiten

Samstags um halb eins, mal sonntags um elf Uhr oder um 17.15 Uhr in der Woche: Der Spielplan der Fußballbundesliga der Frauen ist ein Flickenteppich. Das könne nicht so bleiben, sagt Jena-Coach Christopher Heck.

Wolfsburger Bundesligajubel zu unterschiedlichsten Anstoßzeiten
Peter Steffen DPA

Wolfsburger Bundesligajubel zu unterschiedlichsten Anstoßzeiten


Christopher Heck, Trainer von Bundesligist FF USV Jena, hat die mangelnde Professionalisierung der Fußballbundesliga der Frauen beklagt. "In der Bundesliga wird mal samstags um 12.30 Uhr, mal sonntags um 11 oder um 14 Uhr gespielt, dann auf einmal mittwochs um 17.15 Uhr oder freitags um 18.15 Uhr. Wir brauchen aber Regelanstoßzeiten - damit jeder weiß, wann die Frauen in der Bundesliga spielen. Auch das gehört zur Professionalität dazu", sagte Heck der Tageszeitung "Neues Deutschland".

Der deutsche Frauenfußball sei nicht schlechter geworden, andere Ligen aber professioneller und damit besser. "Aber in der Breite gehört die Bundesliga immer noch zu den besten Europas. In anderen Ländern sind meist nur zwei, drei Vereine wirklich auf einem guten Niveau", sagte Heck. Jedoch müsse man aufpassen, dass dies so bleibe.

aha/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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saiid 23.08.2019
1. 3 Sofortmaßnahmen für steigende Popularität von Frauenfußball
1) Feste Anstoßzeiten: völlig richtige Forderung - mit so zerklüpfteten und unklaren Anstoßzeiten gewinnt man keine neuen Interessenten 2) Jedes Spiel wird Live auf Youtube gestreamt: keine Paywall und jeder Interessierte, der z.B. Sonntags einfach mal Fußball gucken will, kann das tun. 3) Abgabe von Proficlubs: alle Vereine in den ersten drei Männer-Profiliegen müssen eigene Frauenmannschaft stellen oder ihre Einrichtung einer Frauenmannschaft zur Verfügung stellen oder eine Geldabgabe zahlen.
maxehaxe 23.08.2019
2.
Damit ist die Frauenliga den Männern doch bereits um Meilen voraus. Dort wird ja gerade auch der Spieltag zwecks Profitmaximierung, äh pardon, "Professionalisierung", zerpflückt wie ein Pulled Pork in einem amerikanischen Highway-Dinner. So ist der Grundstein für einen Screentime-Overblow der Frauenliga längst gegeben. Wo kann man denn sonst Mittwochs um 16 Uhr noch Fußball schauen, solange es die J League noch nicht hierzulande zu streamen gibt? Besser kann man künstliches Interesse doch nicht erzwingen.
irgendwieanders 24.08.2019
3. Warum?
Zitat von saiid1) Feste Anstoßzeiten: völlig richtige Forderung - mit so zerklüpfteten und unklaren Anstoßzeiten gewinnt man keine neuen Interessenten 2) Jedes Spiel wird Live auf Youtube gestreamt: keine Paywall und jeder Interessierte, der z.B. Sonntags einfach mal Fußball gucken will, kann das tun. 3) Abgabe von Proficlubs: alle Vereine in den ersten drei Männer-Profiliegen müssen eigene Frauenmannschaft stellen oder ihre Einrichtung einer Frauenmannschaft zur Verfügung stellen oder eine Geldabgabe zahlen.
Also, die festen Anstoßzeiten sind sicherlich sinnvoll, Streamen auf Youtube könnte auch ne Möglichkeit sein, aber ich denke das Frauenfußball bei Magenta Sport auch umsonst, äh kostenlos ist. Besser wäre doch, wenn unsere Öffis in Sportschau und Sportstudio die Hälfte der Zeit den Frauen widmen. Und warum die Dritten live Herren-Drittligaspiele übertragen und nicht auch regelmässig die Frauen wäre auch eine Frage. Aber warum Abgabe und Auflage für die Vereine, welche Männermannschaften unterhalten? Das ist doch a. vollkommen aus der Luft gegriffen und b. wahrscheinlich rechtlich relativ schwierig. Wenn Frauen Fraunfußball spielen möchten, dann müssen sie sich halt organisieren, entweder als Abtelung in einem bestehden Verein, oder als eigener Verein. Ich habe nur den Eindruck, dass die Damen diese Ochsentour nicht machen wollen und ich Prinzessinenstle lieber gleich in das gemachte Bettchen legen wollen. Ich bin selber im Basketballsport aktiv und weiß wie mühsam das ist, Trainer und Betreuer für Jugendmannschaften zu bekommen. Und das wir dieses Jahr wieder die Hälfte der möglichen Mädchenmannschaften nicht zum Spielbetrieb angemeldet haben, weil es uns an Spielerinnen fehlt und wir aus Erfahrung wissen, das im Laufe der Saison ein Drittel wegen anderer Interessen wieder aufhört.
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