Co-Trainer Löw "Dann muss ich überlegen"

Joachim Löw lässt sich bei der Planung seiner Zukunft Zeit. Erst im WM-Jahr will der DFB-Co-Trainer sich festlegen, wie es für ihn weitergeht. Dabei macht Löw eine Vertragsverlängerung nicht nur von Jürgen Klinsmann abhängig, sondern vom Gesamteindruck bei der WM.


Duo Löw (l.) und Klinsmann: Zukunft von WM abhängig
DPA

Duo Löw (l.) und Klinsmann: Zukunft von WM abhängig

Hamburg - "Wenn Jürgen weitermacht, ist es selbstverständlich, dass ich auch weitermache." Wenn nicht, "dann heißt das nicht, dass ich auch abtrete, dann muss ich überlegen", sagte Löw im "kicker". Die Fortsetzung der momentanen Konstellation wäre ideal, entscheidend sei aber "wie die WM läuft, der Gesamteindruck", so der 45-Jährige.

Löw ist ebenso wie Klinsmann und Teammanager Oliver Bierhoff bis nach der WM 2006 (9. Juni bis 9. Juli) vertraglich an den DFB gebunden. Während Klinsmann in den vergangenen Wochen immer wieder betont hat, eine Entscheidung über seine Zukunft vom Abschneiden bei der WM abhängig zu machen, hatte Bierhoff zuletzt bereits Interesse an einer Vertragsverlängerung signalisiert.

Dies hat jedoch zu einer Kontroverse zwischen DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und dem Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger geführt. Mayer-Vorfelder sieht die Personalie Bierhoff eng mit der Zukunft von Klinsmann verknüpft und sprach in diesem Zusammenhang vom "System Klinsmann".

Zwanziger hat dagegen im Herbst Verhandlungen mit Bierhoff angekündigt. Während für Löw persönliche Planungen derzeit kein Thema sind, sieht er bei Bierhoff durchaus Handlungsbedarf. Der habe eine Position, "die nicht nur das Sportliche betrifft, er braucht Kompetenzen", so Zwanziger.



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