Sieg gegen Peru Brasilien feiert Copa-Titel im eigenen Land

Ohne Neymar war Brasilien in die Copa América im eigenen Land gestartet. Nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten hat die Seleção nun doch den Titel geholt.

Gabriel Jesus
Silvia Izquierdo/DPA

Gabriel Jesus


Brasiliens Fußballer sind Südamerikameister: Die Seleção gewann das Finale der Copa América gegen Außenseiter Peru in Rio de Janeiro 3:1 (2:1). In der Gruppenphase hatte Brasilien die Peruaner noch 5:0 geschlagen. Für Brasilien ist es der achte Triumph bei den Südamerikameisterschaften und der erste seit 2007. Dabei waren die Brasilianer ohne ihren verletzten Superstar Neymar in das Turnier gegangen.

Éverton (15. Minute) und Gabriel Jesus (45.+3) trafen für Brasilien. Der ehemalige Bundesliga-Profi Paolo Guerrero hatte die brasilianische Führung durch einen Elfmeter zwischenzeitlich ausgeglichen (44.). Nachdem Gabriel Jesus in der zweiten Hälfte mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (70.), traf Richarlison per Elfmeter zum Endstand (90.)

Peru, das zuletzt 1975 bei einer Copa triumphieren konnte, lag im berühmten Maracanã bereits nach einer Viertelstunde hinten. Nach einem langen Ball von Brasiliens Dani Alves dribbelte Gabriel Jesus auf dem rechten Flügel Perus Miguel Trauco aus und flankte den Ball in die Mitte. Der eingelaufene Éverton nahm den Ball direkt und traf an Torhüter Pedro Gallese vorbei zu Führung (15.).

Erstes Gegentor für Alisson

Nachdem Brasiliens Kapitän Thiago Silva der Ball bei einer Grätsche an die Hand prallte, entschied Schiedsrichter Roberto Tobar auf Elfmeter. Der ehemalige Bundesliga-Profi Paolo Guerrero trat an und verwandelte gegen den Champions-League-Sieger vom FC Liverpool, Alisson Becker (44.). Alisson war in den fünf Partien zuvor ohne Gegentreffer geblieben. Nur im Viertelfinale gegen Paraguay hatte er im Elfmeterschießen hinter sich greifen müssen.

Carlos Zambrano (Mitte) verursachte kurz vor Schluss den Elfmeter, der zum Endstand führte
Pilar Olivares/REUTERS

Carlos Zambrano (Mitte) verursachte kurz vor Schluss den Elfmeter, der zum Endstand führte

Noch vor der Pause ging Brasilien wieder in Führung. Roberto Firmino eroberte in der gegnerischen Hälfte mit einer Grätsche stark den Ball, Arthur lief in Richtung des gegnerischen Strafraums und legte in die Mitte. Weil Perus Innenverteidiger Carlos Zambrano ausrutschte, kam Gabriel Jesus frei zum Abschluss - und ließ Gallese wieder keine Chance (45.+3).

Nach einem zu harten Einsatz im Kopfballduell mit Zambrano stellte Schiedsrichter Tobar Gabriel Jesus mit der zweiten Gelben Karte vom Platz (70.). Der Stürmer von Manchester City verfolgte die Partie mit Tränen in den Augen auf einer Treppe in den Katakomben, hatte am Ende der Partie aber keinen Grund zur Trauer.

Denn kurz vor Schluss foulte Zambrano im eigenen Strafraum Éverton. Wieder zeigte Tobar auf den Elfmeterpunkt und wieder verwandelte der Schütze, dieses Mal Richarlison (90.).

Brasilien - Peru 3:1 (2:1)
1:0 Éverton (15.)
1:1 Guerrero (44., Foulelfmeter)
2:1 Gabriel Jesus (45.+3)
3:1 Richarlison (90.)
Brasilien: Alisson - Dani Alves, Marquinhos, Thiago Silva, Alex Sandro - Arthur, Casemiro, Gabriel Jesus, Coutinho (77. Eder Militao), Éverton (90.+3 Allan) - Roberto Firmino (75. Richarlison)
Peru: Gallese - Advincula, Zambrano, Abram, Miguel Trauco - Tapia (82. Gonzales), Yotun (78. Ruidiaz), Flores, Cueva, Carrillo (86. Polo) - Guerrero
Schiedsrichter: Roberto Tobar
Gelbe Karten: Thiago Silva, Richarlison / Tapia, Zambrano, Advincula
Gelb-Rot: Gabriel Jesus

hba



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