Copa America Bundesliga reagiert mit Unverständnis

Weil die bereits abgesagte Copa America nun doch in Kolumbien stattfindet, regt sich auch in der Fußball-Bundesliga Protest.


Hamburg - Vertreter von Bayern München und Bayer Leverkusen meldeten sich zu Wort, weil Spieler ihrer Clubs nun an der mehr als umstrittenen südamerikanischen Kontinentalmeisterschaft vom 11. bis 29. Juli in Kolumbien teilnehmen müssen. "Man kann mit uns nicht umspringen wie mit dem letzten Haufen", erregte sich Bayer Leverkusens Finanzmanager Wolfgang Holzhäuser. Bei Bayern München hat man sogar schon verbandsrechtliche Schritte eingeleitet. "Wir haben den Deutschen Fußball-Bund eingeschaltet", erklärte Pressesprecher Markus Hörwick.

Protesten gibt Leverkusens Manager Reiner Calmund trotz aller Sicherheitsbedenken keine Aussicht auf Erfolg: "Wir sind wahrscheinlich in der schlechteren Position, weil der Termin ja im Rahmenterminplan der Fifa drin steht." Deswegen fürchtet auch Bayern Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld: "Wir haben keine Handhabe. Das ist ein offizielles Turnier, und da hat die Fifa alle Rechte."

Placente kehrt nach Deutschland zurück

Während man in München die Ausfälle des peruanischen Neuzugangs Claudio Pizarro und des Brasilianers Giovane Elber in der Bundesligavorbereitung beklagt, werden in Leverkusen die beiden Brasilianer Lucio und - den abwanderungswilligen - Ze Roberto fehlen. Im Fall von Bayers Argentinier Diego Placente herrscht derzeit noch Unklarheit. Nachdem der argentinische Verband die Meldung seiner Nationalmannschaft zunächst zurückgezogen hatte, wird jetzt offenbar doch eine Teilnahme erwogen.

Derweil hat Kanada, das als Gastteam in Kolumbien an den Start gehen sollte, seine Teilnahme abgesagt. Damit wird Werder Bremens Paul Staltieri die Vorbereitung seines Vereins auf die am 28. Juli beginnende Bundesligasaison nun aufnehmen können.



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