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19. Juni 2016, 09:26 Uhr

Copa América

Chile und Argentinien ziehen souverän ins Halbfinale ein

Offensivspektakel im Viertelfinale: Chile und Argentinien haben bei der Copa América mit eindrucksvollen Siegen den Sprung unter die letzten Vier geschafft. Ein Bundesligaspieler überstrahlte sogar Lionel Messi.

Titelverteidiger Chile und Vize-Weltmeister Argentinien haben in beeindruckender Manier das Halbfinale bei der Copa América in den USA erreicht. Die Chilenen deklassierten die hoch gehandelten Mexikaner dank vier Toren von Eduardo Vargas 7:0 (2:0). Bei Argentiniens 4:1 (2:0)-Sieg gegen Venezuela stellte der amtierende Weltfußballer Lionel Messi einmal mehr seine Klasse unter Beweis und steuerte einen Treffer und zwei Vorlagen zum Erfolg seiner Mannschaft bei.

In Santa Clara setzte sich Vargas im Duell gegen Mexiko mit seinen vier Toren (44. Minute, 52., 57., 74.) an die Spitze der Torjägerliste. Bereits beim Heimturnier im Vorjahr hatte sich der Hoffenheimer Stürmer mit sechs Treffern den Titel als bester Torschütze gesichert. Seine Teamkameraden Edson Puch (16., 88.) und Alexis Sanchez (49.) komplettierten das chilenische Schützenfest gegen hoffnungslos unterlegene Mexikaner.

"El Tri" mit dem Leverkusener Javier Hernández musste nach zuvor 22 ungeschlagenen Spielen die erste Niederlage hinnehmen, seit der Amtsübernahme von Trainer Juan Osorio im Oktober 2015 war es die erste Pleite in elf Partien. Auf chilenischer Seite sorgte der Münchner Arturo Vidal mit seiner Gelben Karte und der damit verbundenen Halbfinal-Sperre für den einzigen Wermutstropfen.

Argentinien - Venezuela 4:1 (2:0)

Bei Argentiniens Sieg gegen Venezuela vor knapp 60.000 Zuschauern in Foxborough brachte zunächst Gonzalo Higuain die "Albiceleste" mit einem Doppelpack (8., 28.) in Führung. Anschließend markierte Lionel Messi seinen 54. Treffer im 77. Länderspiel und zog so mit dem bisherigen Rekordtorjäger Gabriel Batistuta gleich, der 111 Mal für Argentinien aufgelaufen war. Zudem bereitete der Star vom FC Barcelona, der erstmals nach auskurierter Rippenverletzung wieder von Beginn an spielen durfte, sowohl das 1:0 als auch den vierten Treffer durch Eric Lamela (71.) vor.

Nach einer guten Vorrunde war Venezuela im Duell des Weltranglistenersten gegen die Nummer 77 des Fifa-Rankings chancenlos. Den Ehrentreffer für die venezolanische Auswahl, bei der der Duisburger Rolf Feltscher wieder als Außenverteidiger auflief, besorgte Salomon Rondon (70.), nachdem zuvor Luis Seijas (43.) mit einem Foulelfmeter an Argentiniens Sergio Romero gescheitert war.

Die Argentinier, die 1993 letztmals bei den Südamerikameisterschaften triumphieren konnten, treffen am Dienstag auf den von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann betreuten Gastgeber USA, der Ecuador mit 2:1 ausgeschaltet hatte. Chile trifft am Mittwoch im zweiten Semifinale auf Kolumbien, das Peru erst im Elfmeterschießen (4:2) bezwingen konnte.

lst/sid

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